Fußball-Bundesliga Djorkaeff bleibt in der Pfalz

Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Nachdem es schon nach einer Trennung zwischen Youri Djorkaeff und dem 1. FC Kaiserslautern ausgesehen hatte, wird der Welt- und Europameister seinen Vertrag nun doch erfüllen.


Youri Djorkaeff: Überraschende Wende
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Youri Djorkaeff: Überraschende Wende

Kaiserslautern - Darauf einigten sich am Dienstag während eines einstündigen Krisengipfels in Kaiserslautern der FCK-Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich, Teammanager Andreas Brehme und der 33-jährige Franzose.

"Das leidige Thema Djorkaeff wurde endgültig vom Tisch gefegt. Die Quintessenz lautet: Es war nur heiße Luft und Gesprächsstoff für das Sommerloch", erklärte Friedrich nach der Unterredung, zu der Djorkaeff seinen Bruder Dennis und einen weiteren "beratenden Freund" mitgebracht hatte: "Wir haben ihm klar gemacht, dass wir auf einen so spielstarken Spieler nicht verzichten können und wollen. Aber jeder muss mit Kopf und Herz für den FCK spielen."

"Der Trainer hat mir gesagt, dass er auf mich zählt. Deshalb werde ich weiter für den FCK spielen", begründete Djorkaeff seinen Sinneswandel. Der Mittelfeldstar, dessen Kontrakt noch bis zum 30. Juni 2002 läuft, hatte mehrfach angekündigt, Kaiserslautern so schnell wie möglich verlassen zu wollen. Eine weitere Zusammenarbeit mit Brehme sei nicht möglich, so Djorkaeff. Für die öffentliche Kritik war der frühere Profi von Inter Mailand mit einer Geldstrafe von 30.000 Mark belegt worden.

Brehme hatte Djorkaeff einen Vereinswechsel nahe gelegt

Noch am Sonntag schien eine Rückkehr des wechselwilligen Nationalspielers ins Team ausgeschlossen. "Das Beste wäre, wenn Youri uns einen neuen Verein präsentiert, ich kann eine Entschuldigung eigentlich nicht annehmen", hatte Brehme gesagt.

Beim klärenden Gespräch am Montag sei eine Entschuldigung für seine kritische Äußerungen kein Thema gewesen, berichtete Djorkaeff. "Wir sind ja nicht im Kindergarten, sondern unter Männern, die auch mal ihre Meinung äußern dürfen", beendete der extrovertierte Kicker den Sturm im Wasserglas.

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