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Torflut in Frankfurt: Meier mit Last-Minute-Doppelpack

Foto: Jonas Güttler/ dpa

Bundesliga Spektakel in Frankfurt, Ärger in Dortmund

Zweimal geführt und dennoch nicht gewonnen: Dortmund tritt im Tabellenkeller weiter auf der Stelle. Schalke 04 feierte einen glücklichen Sieg, Gladbach einen deutlichen. In Frankfurt erlebten die Zuschauer ein Acht-Tore-Spektakel.

Hamburg - Eine erste Siegesserie in dieser Saison wollte Krisenklub Borussia Dortmund starten: Gegen den VfL Wolfsburg klappte es allerdings nicht mit dem dritten Heimsieg hintereinander - es langte nur zu einem 2:2 (1:1). Pierre-Emerick Aubameyang hatte den BVB in Führung gebracht (8. Minute), Kevin De Bruyne sorgte per Freistoß für den Ausgleich (29.). Nach dem Wechsel traf Ciro Immobile für Dortmund (76.), doch Naldo (85.) köpfte den VfL noch zum Punktgewinn.

Trainer Jürgen Klopp hatte sein Team gegenüber dem 0:1 bei Hertha BSC auf zwei Positionen verändert, brachte mal wieder die zuletzt verbannten Weltmeister Erik Durm und Kevin Großkreutz. Und es ging gut los für den BVB: Aubameyang rutschte in eine Hereingabe von Immobile und erzielte die schnelle Führung. Die Freude währte aber nicht lange, denn Wolfsburgs Kevin De Bruyne traf noch vor der Pause per Freistoß aus gut 19 Metern zum Ausgleich. Der Schuss war allerdings unplatziert und nicht übermäßig hart, Schlussmann Mitchell Langerak ließ den Ball dennoch ins Tor durchrutschen.

Die Partie blieb auch nach dem Wechsel offen: Zunächst scheiterte Wolfsburgs Vierinha am stark reagierenden Langerak (49.). Besser machte es Immobile, der mit einem starken Flachschuss aus gut 20 Metern zur erneuten Dortmunder Führung traf. Der BVB durfte am Ende aber erneut nicht feiern, weil Naldo nach einem Eckball per Kopf noch den Ausgleich erzielte.

kicker.tv

SC Paderborn 07 - FC Schalke 04 1:2 (1:1)

Die Paderborner begannen druckvoll gegen schwache Schalker, die in der ersten Hälfte kaum zu Torchancen kamen. Rafa López hätte den Aufsteiger mit einem sehenswerten Fallrückzieher bereits in Führung bringen könne, traf aber nur den Pfosten (25.). Mehr Glück hatten die Gastgeber nach einer flachen Hereingabe von Stefan Kutschke, die Schalkes Kaan Ayhan unglücklich ins eigene Tor lenkte (31.). Erst Ende der ersten Hälfte wurden die Schalker besser und kamen durch einen Flachschuss von Eric Maxim Choupo-Moting (44.) zum Ausgleich.

Auch nach dem Wechsel konnten die Schalker ihre individuelle Klasse nicht ausspielen. Für den Siegtreffer musste eine Standardsituation herhalten: Ein weiter Einwurf von Christian Fuchs landete auf dem Kopf von Roman Neustädter und von dort sprang der Ball zum Schalker Sieg ins Paderborner Tor (78.).

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 4:4 (1:3)

Spektakel ist in dieser Saison bei Eintracht Frankfurt immer geboten: Knapp vier Tore fallen im Schnitt in den Spielen der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf. Beim spektakulären 4:4 (1:3) gegen Hertha BSC war diese Toranzahl bereits zur Halbzeit erreicht - und nach der Hälfte noch einmal verdoppelt. John Anthony Brooks mit links (21.). Änis Ben-Hatira per Kopf (33.) und Julian Schieber im Stolpern (37.) sorgten schnell für die vermeintliche Entscheidung zugunsten der Berliner.

Doch dann kamen die Frankfurter: Stefan Aigner konnte kurz vor der Pause verkürzen (43.), nach dem Wechsel traf Haris Seferovic per Kopf (58.) zum Anschlusstreffer. Hertha-Profi Peter Niemeyer (80.) erzielte zehn Minuten vor dem Ende zwar das 4:2 für die Berliner, doch erst Eintrachts Torjäger Alexander Meier beendete mit einem Last-Minute-Doppelpack das Spektakel (90., 90.+1).

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 4:1 (2:0)

Als Team mit den meisten Gegentoren der Bundesliga reiste Werder Bremen nach Mönchengladbach. Und von Beginn an zeigte sich, dass Werder-Trainer Viktor Skripnik nur darauf aus war, Gegentreffer zu vermeiden. Dies funktionierte allerdings nur bis Philipp Bargfrede im Strafraum Ibrahima Traoré legte und Max Kruse per Elfmeter zur Borussen-Führung traf (32.). Als Luca Caldirola kurz darauf eine Hereingabe von Gladbachs Oscar Wendt unhaltbar für Bremens Torwart Raphael Wolf abfälschte (38.), war die Partie bereits entschieden.

In der 51. Minute zirkelte Bremens Zlatko Junuzovic einen Freistoß zwar wunderbar in den Winkel, doch für eine Bremer Wende reichte es nicht mehr. Denn Christoph Kramer erzielte per Kopf den dritten Gladbacher Treffer (64.) und nur zwei Minuten später flog Caldirola mit Gelb-Rot vom Platz (66.) - der Widerstand war damit endgültig gebrochen. Branimir Hrgota (88.) traf kurz vor Schluss zum Endstand.

1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)

Im Duell der Europapokal-Aspiranten entwickelte sich in der ersten Hälfte ein rasantes Spiel mit zahlreichen Torchancen. Hoffenheims Roberto Firmino (7.) sowie Stefan Kießling (15., 23.) und Heung-Min Son (30.) auf Seiten der Leverkusener vergaben in der ersten Hälfte aber die besten von zahlreichen Gelegenheiten.

Etwas mehr als ein Jahr nach dem legendären Phantomtor von Kießling in Sinsheim gab es erneut Aufregung: Bayer-Verteidiger Ömer Toprak klärte einen Kopfball von Hoffenheims Adam Szalai auf der Linie (50.). Schiedsrichter Daniel Siebert gab aber wohl zurecht keinen Treffer. Dafür aber auf der anderen Seite - und ausgerechnet Kießling traf nach einer flachen Hereingabe von Julian Brandt zum Sieg (79.).

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tpr
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