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Spitzentreffen in Mainz: Götze glänzt gegen Mainz

Foto: Ronald Wittek/ dpa

Fußball-Bundesliga Dortmund schießt sich in Mainz auf Platz eins

Es war ein Spitzenspiel, das den Namen verdiente. In einer hochklassigen Partie siegte Dortmund in Mainz - und löst den FSV an die Tabellenspitze ab. Matchwinner der Borussia war Youngster Mario Götze mit einem Treffer und einer Vorlage.

Schon vor dem Anpfiff hatte Jürgen Klopp gute Laune. Der ehemalige Mainzer- und aktuelle Dortmund-Trainer herzte auf seinem Weg in die Katakomben des Bruchwegstadions alte Bekannte, schüttelte fleißig Hände und genoss die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte sichtlich.

Der Auftritt seiner Mannschaft im Spitzenspiel des zehnten Spieltags beim FSV Mainz 05 dürfte die Stimmung des 43-Jährigen dann noch einmal beträchtlich gesteigert haben. Tore von Mario Götze (26. Minute) und Lucas Barrios (67.) sorgten für den 2:0 (1:0)-Erfolg der Gäste, die Mainz damit an der Tabellenspitze ablösen. Eugen Polanski vergab kurz nach der Pause einen Strafstoß für den FSV (48.).

"Wir haben unsere Taktik gut umgesetzt gegen einen brettstarken Gegner. Allerdings hätten wir schon früher führen müssen. Der gehaltene Elfmeter war ein Schlüsselmoment in diesem Spiel. Da hatten wir das Glück auf unserer Seite und sind in Führung geblieben. An die Meisterschaft verschwenden wir nullkommanull Gedanken", sagte Klopp nach dem Spiel.

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In den ersten Minuten der hochklassigen Partie hatte Mainz einiges dafür getan, den Status als Liga-Spitzenreiter mit offensivem Spiel zu rechtfertigen. Angriff auf Angriff startete der FSV. Die Dortmunder Hintermannschaft zeigte jedoch ihrerseits, warum man in der laufenden Saison erst sieben Gegentreffer, Bestwert in der Bundesliga, kassiert hat. Echte Gefahr entstand trotz der Überlegenheit der Gastgeber vor dem Tor von Schlussmann Roman Weidenfeller zunächst nicht.

Erst nach 14 Minuten konnten sich die Dortmunder aus der Mainzer Umklammerung befreien - und die bis dahin beste Chance der Partie herausspielen. Nach einem Pass von Kevin Großkreutz lief Torjäger Barrios allein auf den Mainzer Torwart Christian Wetklo zu, legte den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbei.

In einer kuriosen Szene brachte sich Wetklo kurz darauf selbst in Bedrängnis, als er einen Rückpass von Kapitän Nikolce Noveski komplett unterschätzte und beinahe ins eigene Tor lenkte (18. Minute).

Dortmunder Angriffe nach der Anfangsphase

Mit der Dortmunder Zurückhaltung der Anfangsminuten war es nun endgültig vorbei. Vor allem der sehr aktive Barrios sorgte für Unruhe im Strafraum, seinen Schuss aus der zweiten Reihe parierte der FSV-Schlussmann aber sicher. Auch Götze (20.) und Shinji Kagawa (24.) scheiterten mit ihren Versuchen. Das Spiel kippte in dieser Phase zugunsten der schnell und sicher aus der eigenen Hälfte kombinierenden Dortmunder.

Erneut Götze kam in der 26. Minute im Strafraum an den Ball und profitierte bei seinem Führungstreffer von der mangelhaften Zuordnung. Auch Wetklo konnte beim platzierten Schuss des 18-Jährigen nicht mehr eingreifen.

Nach rund 30 Minuten ließ das bis dahin enorm hohe Tempo etwas nach, der BVB blieb aber die gefährlichere Mannschaft. Abwehrspieler Marcel Schmelzer probierte es noch einmal mit einem satten Schuss aus rund 25 Metern, dieses Mal war Wetklo jedoch reaktionsschnell zur Stelle.

Aufregung kurz nach Wiederanpfiff

Die zweite Halbzeit begann spektakulär, dieses Mal stand BVB-Keeper Weidenfeller im Mittelpunkt. Den Strafstoß von Polanski parierte der 30-Jährige souverän und verhinderte damit den Ausgleich in der 48. Minute. Neven Subotic hatte Adam Szalai zuvor im Strafraum zu Fall gebracht.

Das Team von Trainer Thomas Tuchel kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und ließ sich auch von dem verschenkten Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Vor allem der überragende Lewis Holtby lancierte immer wieder sehenswerte Offensivaktionen - nur ein Treffer wollte den Mainzern nicht gelingen.

Dortmund ließ die Gastgeber kommen, blieb aber mit schnellen Gegenstößen stets gefährlich. Nach 64 Minuten zwang Kagawa den Mainzer Keeper mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade.

Eine feine Kombination brachte kurz darauf das zweite Tor der Gäste. Matchwinner Götze wurde an der Strafraumgrenze nicht angegriffen, passte mit viel Übersicht auf den links gestarteten Barrios und der Südamerikaner verwandelte souverän.

Die beste Chance zum Anschlusstreffer vergab FSV-Abwehrmann Christian Fuchs in der 76. Minute. Doch auch sein Gewaltschuss aus rund 30 Metern fand das Ziel nicht, Weidenfeller war zur Stelle. In der Schlussphase mühten sich die Gastgeber zwar, ein Treffer gelang ihnen jedoch nicht mehr.

"Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt. Dortmund war heute besser, das muss man anerkennen", sagte FSV-Manager Christian Heidel.

FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund
0:1 Götze (26.)
0:2 Barrios (67.)
Mainz: Wetklo - Bungert (46. Risse), Svensson, Noveski, Christian Fuchs - Marco Caligiuri, Polanski, Soto - Holtby (71. Schürrle) - Allagui (83. Ivanschitz), Szalai
Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels (69. Santana), Schmelzer - Sven Bender, Sahin - Großkreutz, Kagawa, Götze (79. Lewandowski) - Barrios (86. da Silva)
Schiedsrichter: Weiner (Giesen)
Zuschauer: 20.300 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Soto (2)
Besonderes Vorkommnis: Weidenfeller hält Foulelfmeter von Polanski (48.)

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