Fußball-Bundesliga Dortmund trifft viermal, Nürnberg blamiert Bayer

Bayer Leverkusen hat sich mit einer peinlichen Heimpleite in die Winterpause verabschiedet: Vom Abstiegskandidaten Nürnberg gab es drei Gegentreffer. Meister Dortmund fuhr einen ungefährdeten Sieg in Freiburg ein, der Hamburger SV patzte zu Hause gegen Augsburg.

AFP

Hamburg - Weihnachten gilt bekanntlich als Fest der Liebe, als ideale Gelegenheit für besinnliche Stunden. Eigentlich. Es spricht viel dafür, dass die Feiertage bei Bayer Leverkusen etwas frostiger ausfallen werden. Am 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga verlor das Team von Trainer Robin Dutt zu Hause 0:3 (0:2) gegen den 1. FC Nürnberg. Besser machte es Borussia Dortmund beim 4:1 (2:1) in Freiburg. Robert Lewandowski (7. Minute/70.), Ilkay Gündogan (44.) und Kevin Großkreutz trafen für den Deutschen Meister, Jan Rosenthal hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt (34.). Der BVB bleibt nach dem Erfolg Zweiter, Freiburg ist mit nur 13 Punkten weiter 18.

"Platz zwei ist nicht so schlecht, viel besser geht es nicht", sagte Dortmunds Coach Jürgen Klopp, der die "zweitbeste Halbserie, seit ich hier bin", gesehen hatte. In den weiteren Partien des Samstagnachmittags trennten sich der Hamburger SV und der FC Augsburg 1:1 (0:0), Hoffenheim kassierte beim 1:1 (1:0) gegen Hertha BSC Berlin spät den Ausgleich, der VfL Wolfsburg gewann gegen den VfB Stuttgart 1:0 (0:0).

Dortmund tat in Freiburg früh etwas für die Nerven. Shinji Kagagwa spielte einen Doppelpass mit Gündogan, bekam den Ball im Fünfmeterraum zurück und bediente den freistehenden Lewandowski, der aus geringer Distanz zur Führung einschob (7.). Die Gastgeber wurden wie schon so oft in dieser Hinrunde für die mangelnde Chancenverwertung bestraft. Schon in der vierten Minute hätte der Sportclub in Führung gehen müssen. Daniel Caligiuri kämpfte sich fast durch die gesamte BVB-Abwehr, der Ball kam irgendwie zu Anton Putsila, der völlig frei von der Strafraumgrenze neben das Tor schoss.

So aber durfte sich der BVB nach zuletzt drei sieglosen Partien in Folge Sicherheit zurückholen. Freiburg offenbarte im Spielaufbau große Mängel. Vor allem im Mittelfeld hatten die Gäste ein Übergewicht. Jakub "Kuba" Blaszczykowski (15.), Sebastian Kehl (17.) und Lewandowski (21.) vergaben weitere Gelegenheiten für den Deutschen Meister.

Umstrittener Führungstreffer

Doch einem Rückstand hinterherzurennen, das kennt man in Freiburg. Wirklich besorgt war deshalb niemand unter den 24.000 Fans. Sie wurden schon bald für ihre Unterstützung belohnt. Erst vergab Cedric Makiadi (24.), dann schaffte Rosenthal den Ausgleich. In Unterzahl bekam er von Putsila den Ball, durfte ungestört in den Strafraum eindringen und überwand BVB-Torwart Roman Weidenfeller ohne Mühe (34.). Dortmunds Abwehr war in dieser Phase des Spiels unsortiert.

Drei Minuten später konterte Freiburg nach einem Fehlpass von Dortmunds Großkreutz im eignen Stadion. Am Ende verfehlte Papiss Demba Cissé mit einer Direktabnahme aus 16 Metern knapp das Tor. Noch vor der Pause machte es wieder der Gegner besser. Von Rosenthal kam der Ball zu Kuba, der sich in Richtung Freiburger Tor aufmachte. An der Seitenlinie hob Schiedsrichter-Assistent Michael Emmer die Fahne: Abseits. Die Gastgeber stellten daraufhin das Spiel ein. Schiedsrichter Perl überstimmte allerdings seinen Assistenten, Kuba durfte völlig unbedrängt durchlaufen. Der Pole passte in die Mitte zu Gündogan, der zum 2:1 traf (44.). Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurde Perl in die Kabine verabschiedet. Die Fernsehbilder allerdings zeigen, dass seine Entscheidung korrekt war.

Großkreutz macht alles klar

"Wir müssen weiterspielen, wenn er nicht pfeift, das ist ärgerlich", sagte Rosenthal nach Schlusspfiff. Freiburg, bisher nur mit zwei Heimsiegen in der Hinrunde, blieb eine Reaktion zu Beginn der zweiten Hälfte schuldig. Stattdessen gab es mit dem ersten Angriff der Gäste das dritte Gegentor. Kagawa setzte bei einem Konter Lewandowski ein, der geschickt auf Großkreutz zurücklegte. Der Mittelfeldspieler traf aus 18 Metern mit einem Schlenzer ins lange Eck zur Vorentscheidung (59.).

Dortmund durfte nun ungestört spielen und erhöhte spielerisch. Großkreutz, eben noch Vollstrecker, bediente nun Lewandowski, der frei vor Freiburgs Torwart Oliver Baumann zum 4:1 traf (70.). Es war bereits der zwölfte Saisontreffer für den Polen.

Die Partie war längst entschieden, als BVB-Trainer Klopp doch noch einen Dämpfer verdauen musste: Mit Marcel Schmelzer und Felipe Santana mussten gleich zwei Abwehrspieler verletzt vom Feld. Zeit zur Genesung haben sie nur wenig. Am Dienstag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf an.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 1:4 (1:2)
0:1 Lewandowski (7.)
1:1 Rosenthal (34.)
1:2 Gündogan (44.)
1:3 Großkreutz (59.)
1:4 Lewandowski (70.)
Freiburg: Baumann - Schmid, Krmas, Ferati, Bastians - Flum - Daniel Caligiuri (82. Dembele), Makiadi, Putsila, Rosenthal (70. Reisinger) - Cisse
Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Felipe Santana (71. Perisic), Hummels, Schmelzer (62. Owomoyela) - Gündogan, Kehl - Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz - Lewandowski (85. Barrios)
Schiedsrichter: Günter Perl
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Rosenthal - Lewandowski (3)

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Seite 1
tanzschule 17.12.2011
1.
Zitat von sysopBayer Leverkusen hat sich mit einer peinlichen Heimpleite in die Winterpause verabschiedet: Von Abstiegskandidat Nürnberg gab es drei Gegentreffer. Meister Dortmund fuhr einen ungefährdeten*Sieg in Freiburg ein,*der Hamburger SV*patzte im Heimspiel gegen Augsburg. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,804406,00.html
überschriften müssen bei späten toren überarbeitet werden! "hertha verliert gegen hoffenheim"
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