Elfmeter-Aufreger in Augsburg Schiedsrichter Jöllenbeck gibt Fehlentscheidung zu und bittet um Entschuldigung

Im Bundesligaspiel gegen Mainz ging der FC Augsburg durch einen zweifelhaften Strafstoß in Führung. Mainz haderte mit dem Videoassistenten, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck ebenso – nahm die Schuld aber auf sich.
Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck

Foto: Sebastian Widmann / Getty Images

Nach dem Aufreger-Elfmeter von Augsburg hat Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck einen Fehler unmissverständlich eingeräumt. »Einen klaren Treffer sehe ich hier nicht«, sagte Jöllenbeck im TV-Sender Sky nach dem 2:1 (1:0) des FC Augsburg gegen den FSV Mainz 05 am Mittwochabend. »Die Bilder geben nicht her, was ich gemacht habe.« Jöllenbeck sagte zu der folgenschweren Entscheidung weiter: »Es war falsch, es tut mir wirklich leid.« Die Bilder würden für sich sprechen.

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Dem Mainzer Torwart Robin Zentner war ein Rückpass zu weit vom Fuß gesprungen. Unbeholfen stieß er dann im Strafraum mit dem bereits strauchelnden Augsburger Stürmer Florian Niederlechner zusammen. Niederlechner war vor Zentner am Ball, allerdings schon in einer Grätschbewegung.

Der Angreifer nahm eine Berührung wahr. »Wenn man es so sieht, ist es kein Elfmeter«, sagte Niederlechner später beim Blick auf die TV-Bilder. Jeffrey Gouweleeuw hatte die Augsburger in der elften Minute in Führung gebracht.

Videoassistent Stieler in der Kritik

»Ich hätte mir gewünscht, dass ich nachher korrigiert werde«, sagte Jöllenbeck in Richtung Videoschiedsrichter Tobias Stieler. »Was machen die da in Köln?«, empörte sich der Mainzer Trainer Bo Svensson. »Das ist ein krasser Fehler.«

Lob für Jöllenbecks Reaktion gab es vonseiten der Augsburger: »Ich finde es immer super, wenn sich ein Schiedsrichter stellt«, sagte FCA-Manager Stefan Reuter: »Für mich ist das zu viel Selbstkritik von seiner Seite.« Die Szene sei »extrem schwer zu entscheiden« gewesen.

cev/dpa
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