FC Bayern siegt in Berlin Hertha geht im bayerischen Chancenhagel unter

Hertha BSC steckt weiterhin in der Krise. Nach dem Pokalaus gegen Stadtrivale Union, verloren sie auch gegen den FC Bayern. Das lag aber vor allem an der Stärke des Rekordmeisters.
Der FC Bayern-Mittelfeldspieler Corentin Tolisso bejubelt seinen 1:0-Führungstreffer gegen Hertha BSC Berlin

Der FC Bayern-Mittelfeldspieler Corentin Tolisso bejubelt seinen 1:0-Führungstreffer gegen Hertha BSC Berlin

Foto: Julius Frick / imago images/Jan Huebner

Der FC Bayern hat seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Bundesliga verteidigt und steht nach dem 4:1 (2:0) gegen Hertha BSC Berlin weiter sechs Punkten vor Verfolger Borussia Dortmund. Durch die Treffer von Corentin Tolisso (25. Minute), Thomas Müller (45.), Leroy Sané (75.) und Serge Gnabry (79.) rutscht Hertha BSC, das in der Woche im Pokal gegen Stadtrivale Union ausgeschieden war, nach nur zwei Siegen in den letzten zehn Pflichtspielen noch tiefer in die Krise.

Bereits in der zweiten Minute traf Tolisso mit einer sehenswerten Direktabnahme ins Tor, aber der VAR annullierte den Treffer, weil der Münchner im Abseits gestanden hatte. Ab der 20. Minute wurde Hertha stärker: Manuel Neuer musste nach einem Kopfball von Ishak Belfodil (21.) eingreifen. Doch in diesen auflodernden Mut hinein fiel jäh das 1:0 für den FC Bayern. Tolisso hatte nach Flanke seines Landsmanns Kingsley Coman am zweiten Pfosten eingeschoben (25.). Nach weiteren Chancen von Tolisso (33.) und Robert Lewandowski (36.), war es der derzeit stark aufspielende Thomas Müller, der nach einem Kimmich-Freistoß mit der Fußspitze den zweiten Treffer für die Bayern erzielte (45.).

Die Berliner spielten bis dahin nicht schlecht und schienen besser ins Spiel zu kommen, konnten aber glücklich mit den lediglich zwei Gegentoren sein. Von den Hertha-Fans hörte man schon zur Pause erste Buhrufe.

Schwolow-Fehler beendet jegliches Aufbäumen der Hertha

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hätten die Berliner das Vertrauen ihrer Fans zurückgewinnen können, doch nach Mittelstädt-Hereingabe stand Vladimir Darida am ersten Pfosten völlig frei und schaufelte den Ball daneben (52.). Auf der Gegenseite nutzten die Bayern einen Fehler des bis dahin stark spielenden Hertha-Torhüters Alexander Schwolow, der vor dem Tor in die Füße des heraneilenden Leroy Sané spielte (75.). Herthas Spiel wirkte danach wie gebrochen, Gnabry traf nach Kimmich-Pass zum 4:0 (79.). Jurgen Ekkelenkamp gelang 20 Sekunden nach seiner Einwechslung nur noch der Ehrentreffer (80.).

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