Bayern-Sieg gegen Frankfurt Müller trifft und bereitet das 17. Tor vor

Der FC Bayern geht mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in das Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt zeigten die Münchner ungewohnte Schwächen in der Defensive.
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Andreas Gebert/ AP

Thomas Müller war der entscheidende Spieler beim 5:2 (2:0)-Sieg des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt. Im ersten Heimspiel seit der Fortsetzung der Bundesliga nach der zweimonatigen Corona-Pause bereitete Müller das Führungstor von Leon Goretzka vor (17. Minute) und erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff den zweiten Treffer (41.). Nach der Pause erhöhte Robert Lewandowski (46.) auf 3:0, ehe Martin Hinteregger mit zwei Toren verkürzen konnte (52./55.). Alphonso Davies (61.) und ein Eigentor von Hinteregger (74.) machten den klaren Bayern-Erfolg perfekt.

Im Hinspiel hatten die Frankfurter 5:1 gewonnen, im Anschluss war Bayern-Trainer Niko Kovac entlassen worden. Seitdem ging die Entwicklung der beiden Mannschaften extrem auseinander. Während die Bayern von Sieg zu Sieg eilen, holte die Eintracht nur elf Punkte. Das Team von Trainer Adi Hütter schaffte es in der leeren Münchner Arena immerhin zehn Minuten, den Eindrücken der vergangenen Wochen und Monate zu widersprechen. Die Eintracht lief früh an, störte den Spielaufbau des Tabellenführers und wirkte selbstbewusst.

Das variable Bayern-Mittelfeld, ohne den angeschlagenen Thiago angetreten, konnte sich jedoch schnell Freiräume erspielen, was vor allem an Müller lag. Der ehemalige Nationalspieler spielte in zentraler Position, zeigte sich aber auch auf den Außenpositionen. So wie vor dem 1:0, als er im Rücken von Ivan Perisic auf der linken Seite angespielt wurde und mit einem Rückpass Goretzka fand, der den schwierigen Ball direkt unter die Latte setzte. Es war die 17. Vorlage für Müller in dieser Saison - Bundesliga-Rekord eingestellt.

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Müller gehört in der Bayern-Mannschaft nicht zu den besten Technikern, das zeigte seine hölzerne Ballannahme nach einer Flanke von Alphonso Davies. Der 30-Jährige macht seine Defizite häufig jedoch mit einem bemerkenswerten Instinkt wett, so auch in diesem Fall. Müller nahm den schlecht angenommenen Ball einfach volley und schon stand es 2:0.

Als Lewandowski nach der Pause den ersten Angriff der Münchner - Müller hatte Vorlagengeben Kingsley Coman in Szene gesetzt - zum dritten Treffer vollendete, schien das Spiel entschieden. Doch die Defensive Bayern leistete sich bei zwei Eckbällen ungewohnte Stellungsfehler, in beiden Fällen profitierte Hinteregger. Die Frankfurter hofften - und legten den Münchnern den vierten Treffer auf. Gelson Fernandes hätte im eigenen Strafraum klären können, legte aber unfreiwillig für Davies auf und der Kanadier schoss ins lange Eck.

Damit war das Spiel entschieden, Hinteregger schoss sich beim fünften Bayern-Treffer selbst an. Die Münchner halten mit dem klaren Erfolg - mittlerweile hat das Team von Trainer Hansi Flick 80 Saisontore erzielt - ihren Vier-Punkte-Vorsprung vor dem BVB. Am kommenden Dienstag (18.30 Uhr Liveticker SPIEGEL.de) kommt es zum direkten Duell der beiden Titelanwärter in Dortmund. Die Eintracht steht mit 28 Punkten auf dem 13 Platz und hat weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

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