Sieg gegen Union Berlin Schalke dreht nach der Pause auf und ist jetzt Zweiter

Bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied hätte Schalke die Tabellenführung übernommen. Am Ende dürften sie aber auch mit dem knappen Erfolg und Platz zwei zufrieden sein. Union war zunächst die bessere Mannschaft.

Schalke darf sich vorerst über Platz zwei freuen
Friedemann Vogel / epa

Schalke darf sich vorerst über Platz zwei freuen


Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens bekam an seinem 66. Geburtstag nicht nur ein Ständchen gesungen, sondern durfte auch einen Sieg seines Klubs bejubeln. Zum Auftakt des 13. Spieltags gewann Schalke 2:1 (1:1) gegen Union Berlin. Benito Raman erzielte die Führung für Gastgeber (23. Spielminute), Marcus Ingvartsen traf per Foulelfmeter zum Ausgleich (36.). Das späte Siegtorerzielte dann Suat Serdar (86.) Schalke ist vorerst auf Rang zwei, Union liegt auf Platz elf.

Nach einem Pass von Schalke-Torwart Alexander Nübel in die Füße von Unions Ingvartsen wären die Gäste fast nach nicht einmal vier Minuten in Führung gegangen. Ingvartsens Schuss wurde aber von Matija Nastasic gerade noch abgefälscht, sodass der Ball knapp am Tor vorbeiging. Union Berlin war in der Folge das Selbstvertrauen nach vier Siegen am Stück anzumerken. Nach 20 Minuten hatten die Gäste schon vier Torschüsse abgegeben, Schalke noch keinen.

Mit der ersten Chance ging der Gastgeber in Führung. Eine zu kurze Kopfballabwehr nahm Raman aus knapp 16 Metern per Gewaltschuss direkt - und traf sehenswert unter die Latte. Union blieb das bessere Team - und glich nach einem äußerst fragwürdigen Elfmeterpfiff aus. Robert Andrich war schon abgehoben, bevor es zur Berührung mit Nastasic kam. Schiedsrichter Daniel Schlager überprüfte die Situation nicht am Bildschirm. Ingvartsen verwandelte sicher.

Schalke marschiert, Union kontert

In der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte Schalke nach einer der wenigen Unsicherheiten in der Gästedefensive noch die Chance zu Führung. Aber sowohl Weston McKennie als auch Ozan Kabak brachten den Ball nicht im Tor unter.

Nach der Pause sahen die Zuschauer, unter ihnen Clemens Tönnies, der erstmals nach seiner selbst auferlegten dreimonatigen Auszeit im Stadion war, eine Schalker Mannschaft im Vorwärtsgang. Raman (51. und 59.) hatte gleich zwei gute Chancen. Union Berlin verlegte sich im zweiten Spielabschnitt auf Konter - und hätte fast die Führung erzielt. Kabak rettete in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Marius Bülter (61.). Schalke spielte weiter nach vorne und wurde vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit von Serdar erlöst.

FC Schalke 04 - Union Berlin 2:1 (1:0)
1:0 Raman (23.)
1:1 Ingvartsen (36., Foulelfmeter)
2:1 Serdar (86.)
Schalke: Nübel - Kenny, Kabak, Nastasic, Oczipka - Mascarell, McKennie - Caligiuri, Serdar, Harit (90+1 Becker) - Raman( 84. Kutucu)
Berlin: Gikiewicz - Friedrich, Schlotterbeck (26. Hübner), Subotic - Trimmel, Andrich, Gentner, Lenz - Ingvartsen - Bülter (70. Becker), Andersson (86. Ujah)
Schiedsrichter: Schlager
Gelbe Karten: McKennie / Schlotterbeck, Andersson, Hübner, Friedrich
Zuschauer: 61.837

svs



insgesamt 5 Beiträge
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hausfeen 30.11.2019
1. Na, zweiter für einen Tag. Immer diese Sensationssucht.
Morgen schon gibt es interessanteres zu berichten: Wenn der BVB bei Klinsi nur einen Punkt holt, ist der Trainer weg.
dickidoro 30.11.2019
2. Union bei schalke
Wichtig ist, dass Union bewiesen hat, dass sie in der Bundesliga selbst gegen die Etablierten mithalten kann. Ein Remis wäre sogar drin gewesen. Ich denke, dass es für die Liga gut ist, die eiserne Kultmannschaft in der BL zu haben. Bravo Union, die ganz unaufgeregt beweisen, wie man guten Fußball spielt.
payblack 30.11.2019
3. Na na na Union.
Ist schon interessant wie eine öffentliche Wahrnehmung Reportagen und Kommentare lenkt. Denn der ehrliche Arbeiterclub hat doch nur ein Tor geschossen, weil ein Spieler eine offensichtliche Schwalbe gemacht hat. Und das Elfmetergeschenk -so macht sich der VAR lächerlich- haben sie auch ganz dankbar angenommen. So ehrlich und ehrbar ist dieses Verhalten nicht. Man stelle sich einmal die Kommentare vor hätte ein bestimmter anderer Club so einen Elfmeter bekommen. Sportlich waren die Unioner ansonsten wirklich beeindruckend, mutig mit Zug und Willen zum Tor. Dieses hinten kompakt stehen und vorne Nadelstiche setzen Gehabe von anderen Vereinen geht einem langsam auf die Nerven, in Wahrheit zeugen solche Aussagen meist von einem destruktiven Spiel.
spon1899 30.11.2019
4.
Unglaublich, dass dieser Tönnies es wieder wagt ins Stadion zu gehen. Der gehört aus dem Verein ausgeschlossen. Seine Taktik mit dem Bart( Sehr her ich bin jetzt anders und das was vorher war, zählt nicht mehr) ist durchschaut.
Bärwurz 1412 01.12.2019
5. Sorry Schalke,
aber solange ein Tönnies euer Boss ist, drücke ich euch nicht mehr die Daumen.
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