Bundesliga Schalke stoppt Pleitenserie, Werder verpasst Tabellenspitze

Durchatmen: Schalke hat nach zuletzt fünf Pleiten erstmals gewonnen. Leipzig verdirbt Hoffenheims Generalprobe vor dem Duell gegen Manchester City, und der VfB gewinnt trotz eines bitteren Eigentors.

FOCKE STRANGMANN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

FC Schalke - Mainz 05 1:0 (1:0)

Der Vizemeister kann doch noch gewinnen: Schalke hat den ersten Schritt aus der Krise gemacht und am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga die Negativserie von fünf Pleiten beendet. Mainz begann mutig, das 1:0 erzielte aber Königsblau: Alessandro Schöpf traf nach einer Flanke von Yevhen Konoplyanka per Kopf (11. Minute). In der zweiten Hälfte verpasste Konoplyanka die Vorentscheidung, er traf bei einem direkten Freistoß nur die Latte (59.).

Bei Schalke fehlten mit Naldo und Bayern-Zugang Sebastian Rudy namhafte Profis in der Startelf. Am Ende sollte auch ohne sie der Befreiungsschlag gelingen. Auch weil Mainz seine Chancen nicht nutzte. Auf Schalke - vorübergehend Tabellenvorletzter - warten nun die Auswärtsspiele gegen Lokomotive Moskau in der Champions League (3. Oktober, Liveticker SPIEGEL ONLINE) und Fortuna Düsseldorf am Samstag.

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VfB Stuttgart - Werder Bremen 2:1 (1:0)

Es hätte ein besonderer Tag für Bremen werden können. Nach der Bayern-Pleite in Berlin am Freitag war für Werder die erste Tabellenführung seit Januar 2007 möglich. Daraus wurde nichts: In Stuttgart hat das Team von Florian Kohfeldt seine erste Saisonniederlage kassiert - im Gegenzug durfte sich der VfB über den ersten Ligaerfolg 2018/2019 freuen. Damit dürfte es um Trainer Tayfun Korkut vorerst wieder ruhiger werden.

Im Mittelpunkt der Partie stand ein kurioser Treffer, den Keeper Ron-Robert Zieler in der 68. Minute durch ein Eigentor ermöglichte. Borna Sosa warf den Ball nach einem Einwurf in Richtung Zieler, der ließ den Ball durchrutschen, berührte ihn aber leicht - Tor. Bitter: Hätte Zieler den Ball nicht berührt, wäre es mit Eckstoß für Werder weitergegangen. Laut Regelwerk kann aus einem Einwurf kein direktes Tor erzielt werden.

Torwart Zieler
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Torwart Zieler

Das 1:0 gelang Stuttgart nach einem traumhaften Steilpass von Daniel Didavi auf den Torschützen Anastasios Donis (19.). Wenig später musste Bremens Milos Veljkovic mit Gelb-Rot vom Platz. In Unterzahl blieb Werder lange spielbestimmend, am Ende machte Gonzalo Castro den VfB-Sieg perfekt (75.). Nun könnte der BVB mit einem Erfolg im Abendspiel bei Bayer Leverkusen (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) neuer Spitzenreiter werden.

TSG Hoffenheim - RB Leipzig 1:2 (0:0)

Im Duell mit seinem zukünftigen Arbeitgeber musste Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann eine Niederlage hinnehmen. Gegen RB Leipzig unterlag sein Team vor eigenem Publikum. Während Timo Werner den Führungstreffer in der ersten Hälfte noch knapp verpasste - sein Schuss prallte gegen den linken Pfosten -, machte es Yussuf Poulsen im zweiten Durchgang besser. Der Däne verwertete ein Werner-Zuspiel aus zehn Metern (53.) und sorgte wenig später für die Entscheidung: Nach einer Flanke drückte der Angreifer den Ball aus fünf Metern über die Linie (73.).

Hoffenheims Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Andrej Kramaric kam zu spät. Leipzig ist jetzt Sechster, die TSG vor dem Duell gegen Manchester City in der Königsklasse mit sieben Punkten nur Zehnter.

VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 2:2 (1:1)

Im Sommer wechselte Alassana Plèa für 23 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach. Die Verpflichtung scheint sich schon jetzt gelohnt zu haben: In der fünften Minute erzielte der Franzose bereits seinen vierten Saisontreffer, und das äußerst sehenswert: Nach einem Konter schlenzte Plèa den Ball gefühlvoll ins lange Eck. Kurz darauf glichen die Gastgeber allerdings aus. Nach einem Fehlpass von Plèa schloss Renato Steffen aus 20 Metern erfolgreich ab (12.).

Nach Wiederbeginn traf Thorgan Hazard zum 2:1 für Gladbach, doch auch die zweite Führung sollte nicht lange halten: Wout Weghorst glich nach 59 Minuten aus. Die Borussia liegt nach dem Remis auf Rang fünf, Wolfsburg ist trotz einer Sieglosserie von vier Spielen noch Siebter.

1. FC Nürnberg - Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg hat nach der 0:7-Pleite beim BVB am Mittwoch Wiedergutmachung betrieben. Gegen Fortuna Düsseldorf feierte das Team von Trainer Michael Köllner den zweiten Saisonsieg. Hanno Beherens brachte den Klub nach einem Foulelfmeter in Führung (28.), in der 64. Minute legte der Aufsteiger nach: Mikael Ishak lief nach einer Kopfballverlängerung allein auf Michael Rensing zu und schloss souverän ab. Der eingewechselte Federico Palacios sorgte für den Endstand (79.). Durch den Erfolg springen die Nürnberger auf Rang neun. Düsseldorf kassierte damit die zweite Pleite in Folge und fällt auf Rang 14 zurück.

bam/jan

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spon1899 29.09.2018
1.
Stuttgart wird in 10 Jahren nicht wissen wie sie das Spiel gewonnen haben. Werder die ganze Zeit überlegen trotz Unterzahl und 2x Pfosten. Der Schiri wollte heute anscheinend das Spiel entscheiden. Die Gelben für Bargfrede, Osako und die erste Gelbe für Vejlkovic lächerlich. Außerdem kannte der in Halbzeit eins nicht den Unterschied zwischen Kontakt und Foul. Stuttgart? Ein Witz! In Überzahl mauern und vorne ganz am Ende nix auf die Reihe kriegen. Trotz der Niederlage von Werder ein gutes Spiel von uns.
Thorkh@n 29.09.2018
2. So ein Einwurftor ...
.. wie bei Zieler gabs schon mal und auch da war Werder Bremen mit im Spiel: https://www.youtube.com/watch?v=5725OukmQv4
Yoroshii 29.09.2018
3. Der Schiri und der Coach
Werder-Coach sieht doch, dass der Schiri jede Kleinigkeit gegen Werder pfeift. V. kriegt ne gelbe Karte für nahezu nix und wiedernix. Er hat keine Chance gegen den schnellen Donis. Entweder umtellen oder V. raus wegen Rotgefahr. Dann schenkt das schwache Stuttgart das 1:1. Werder spielt mit 10 Mann gnadenlos auf Sieg und kassiert den Konter. Warum nicht hinten stramm und vorne auf Konter bauen. Stuttgart muss doch Punkte machen. Zum zweiten Mal hat der Coach nicht aufgepasst und falsch entschieden.
didohaun 29.09.2018
4. Zieler wiedermal peinlich
Wiedermal musste Zieler auf gute Paraden hinweisen, um seinen unglaublichen Fehler zu relativieren. Bereits das dritte Mal in der jungen Saison. Ein wirklich guter BL Torhüter hält was es zu halten gibt, was ja auch sein job ist, und fällt nicht immer wieder durch amateurhaften Verhalten auf.
spon1899 29.09.2018
5.
@3: Das ist doch gut Quatsch. Werder hat nach dem Ausgleich Druck gemacht und Pizza hat den Pfosten getroffen. Ist der drin, schreiben Sie das Gegenteil oder wie? Manchmal entscheiden 10 cm. Da hat der Trainer gar nix falsch gemacht. Außerdem ist es löblich, wenn ein Team auf Dreier geht. Das macht sich langfristig bezahlt. Abwarten, mauern und kontern ist öde. Vejlkovic auswechseln nach 25 Minuten? Sorry, das muss der Spieler hinkriegen ohne gleich gelb-rot zu kriegen. In der 60. Wechsel ok oder in der Halbzeit, aber nicht nsch 25 Minuten.
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