Fußball-Bundesliga Auf was es jetzt ankommt

Zwei Spieltage verbleiben in der Bundesliga, und es ist längst nicht alles entschieden: Vier Teams kämpfen um den Klassenerhalt, Schalke will sich direkt für die Champions League qualifizieren. Was noch alles möglich ist - der Überblick.

HSV-Profi Ilicevic: Gelingt die Sensation gegen Bayern?
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HSV-Profi Ilicevic: Gelingt die Sensation gegen Bayern?


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Hamburg - Die letzten Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga rücken näher. Welche Weichen kann der anstehende 33. Spieltag stellen? Der Überblick:

Champions League: Der FC Bayern und Borussia Dortmund haben die Teilnahme an der "Königsklasse" in der kommenden Saison schon sicher. Dahinter streiten sich Schalke, Leverkusen, Wolfsburg und Gladbach um Platz drei. Von diesem Quartett hat einzig Schalke (3. Tabellenplatz, 58 Punkte) die Chance, die direkte Qualifikation schon an diesem Spieltag perfekt zu machen. Dafür müsste allerdings Leverkusen (4., 55) in Frankfurt patzen. Verliert Bayer, reicht S04 ein Unentschieden, falls Wolfsburg (5., 54) zeitgleich nicht gewinnt. Holt Leverkusen maximal einen Punkt, ist Schalke bei einem eigenen Sieg, unabhängig vom Wolfsburger Ergebnis, sicher qualifiziert.

Qualifikation zur Champions League: Rein theoretisch können mit Schalke, Leverkusen, Wolfsburg, Gladbach (6., 52) und Mainz (7., 50) noch fünf Mannschaften die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beenden. Eine Entscheidung wird es an diesem Samstag noch nicht geben. Doch sollte Leverkusen gewinnen und sollten Wolfsburg sowie Gladbach verlieren, ist zumindest schon klar, dass nur noch Leverkusen oder Schalke Vierter werden können.

Europa League: Falls Schalke, Leverkusen und Wolfsburg es nicht in die Champions League schaffen, ist ihnen zumindest die Europa League sicher. Auch Gladbach darf international planen, die Borussia kann nur theoretisch noch auf Rang acht abrutschen. Kämpfen müssen dagegen Mainz und Augsburg (8., 46). Bei einem Sieg der Mainzer in Mönchengladbach ist für den FCA der Traum von Europa definitiv geplatzt. Spielt Mainz remis, muss Augsburg gewinnen, um weiter hoffen zu dürfen.

Abstiegskampf: Mit dem VfB Stuttgart, dem Hamburger SV, Nürnberg und Braunschweig befinden sich noch vier Mannschaften im Kampf um den Klassenerhalt. Die beste Ausgangslage hat Stuttgart (15., 32). Bei einem Heimsieg gegen Wolfsburg ist das Team von Trainer Huub Stevens definitiv schon vor dem letzten Spieltag gerettet. Ein Unentschieden reicht sicher, wenn der HSV zeitgleich nicht gewinnt. Selbst bei einer Niederlage kann der VfB feiern, falls Hamburg und Nürnberg nicht dreifach punkten.

Der Hamburger SV (16., 27) empfängt mit dem FC Bayern den vermeintlich stärksten Gegner. Gelingt ein Sieg gegen die Münchner, müssen die Norddeutschen zeitgleich auf eine Stuttgarter Niederlage hoffen, um noch realistische Chancen auf den direkten Klassenerhalt zu haben. Spielt der HSV remis oder verliert, droht bei Erfolgen der Konkurrenz das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz.

Nürnberg (17., 26) und Braunschweig (18., 25) bleibt indes nur noch die Rettung über den Umweg Relegation. Zwar hat der "Club" bei zwei eigenen Siegen und zwei Stuttgarter Niederlagen theoretisch noch die Chance, Platz 15 zu erreichen, da aber das Torverhältnis des VfB (-11) deutlich besser ist als das der Nürnberger (-28), muss dieser Möglichkeit kaum Beachtung geschenkt werden. Ganz bitter wird es für den 1. FCN und die Eintracht bei eigenen Niederlagen und einem überraschenden Sieg des HSV gegen die Bayern. In diesem Fall können Nürnberg und Braunschweig sicher für die zweite Liga planen.

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audiotom 03.05.2014
1.
Hoffentlich erfüllt die Bundesliga-Uhr in Hamburg bald einen anderen Zweck: die Dauer der Zweitligazugehörigkeit anzeigen. Und wenn die Hamburger wider Erwarten den Klassenerhalt auf sportlicher Ebene schaffen sollten: Keine Lizenzerteilung bei diesem Schuldenstand. Schlimm genug, dass man damals schon diese mittlerweile hoch-arroganten Dortmunder drin beließ. Wird Zeit endlich einmal die Vorgaben durchzusetzen!
theodorzaloschnik 03.05.2014
2.
Meine Freude wäre immens groß, wenn der HSV mit seinem realitätsfernem Vorstand in Liga 2 wandert. Sprach man beim HSV vor Saison Beginn nicht noch von Europa? Und bescheinigte man sich nicht gleiches Niveau und Potenzial wie beispielsweise Schalke? Soviel Überheblichkeit gehört bestraft.
kotz|brocken 03.05.2014
3. Dämliches neudeutsch
Titel wie "Auf was es jetzt ankommt" bringen mich langsam aber sich auf die Palme. Beherrscht in diesem Land eigentlich niemand mehr die deutsche Sprache richtig? Print, TV, Web, Radio - egal welches Medium, überall wird dieses dämliche neudeutsch veröffentlicht und zwar quer durch alle Schichten. "An was denken sie gerade?" Dafür gibt es ein eigenes Wort: WORAN. Fragen beginnen mit einem "W", so hab ich das in der Schule gelernt. "Mit was haben sie das gemacht?" -> WOMIT. Und in Bezug auf diesen Titel "Auf was es jetzt ankommt" -> na,... wer errät es? Erst kam der Tod des Genetiv, jetzt kommt wohl der Tod der Fragewörter. Es ist traurig.
fredi750 03.05.2014
4.
Ein Abstieg von Hamburg würde ihnen hoffentlich klar machen, dass sie nicht mehr zu den Top Mannschaften in Europa und Deutschland gehören, was sie immer noch glauben. Zu schön wäre Liga 4, dann müsste man sie auch im DFB Pokal nicht mehr betrachten...
MitgliedneuerGruppe 03.05.2014
5. Klugscheißermodus: an
@fredy750: Da reicht schon Liga 3, unter den Voraussetzungen, dass der HSV nicht unter den ersten 4 landet oder den Hamburger Landespokal gewinnt. :-)
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