"Verstöße gegen Loyalitätspflichten" HSV entlässt Kreuzer

Zuletzt hatten sich der HSV und sein beurlaubter Sportchef Oliver Kreuzer außergerichtlich geeinigt. Nun entlässt ihn der Bundesliga-Klub. Der bisher ausgeliehene Lewis Holtby dagegen wechselt offenbar fest nach Hamburg.

Ehemaliger HSV-Sportchef Kreuzer: Nur ein Jahr im Amt
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Ehemaliger HSV-Sportchef Kreuzer: Nur ein Jahr im Amt


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Hamburg - Der Hamburger SV und Oliver Kreuzer - diese Beziehung ist endgültig beendet. Man habe Kreuzer "außerordentlich aus wichtigem Grund entlassen", teilte der Bundesligist mit. Als Grund nannten die Hamburger "wiederholte Verstöße gegen ihm obliegende Loyalitätspflichten". Weitere Informationen wollte der HSV zu dem Fall nicht erteilen - "aus Respekt gegenüber Herrn Kreuzer".

Der Verein hatte den Sportchef Mitte Juni nur ein Jahr nach Amtsantritt freigestellt, er war aber bis zuletzt Angestellter des HSV. Kreuzer hatte angekündigt, gegen seine Freistellung vor Gericht zu gehen. Man einigte sich jedoch außergerichtlich. Kreuzer soll laut Hamburger Medien eine Abfindung von 800.000 Euro erhalten. Auch Privilegien wie einen Dienstwagen und ein Diensthandy sollen Kreuzer weiterhin zustehen.

In einer anderen Personalie ist offenbar eine langfristige Entscheidung gefallen: Nach Informationen der "Bild"-Zeitung und des "Kicker" hat der HSV den bislang ausgeliehenen Mittelfeldspieler Lewis Holtby fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2018 ausgestattet.

Demnach sicherten sich die Hamburger die Dienste des Spielmachers von Tottenham Hotspur mit einer ungewöhnlichen Kaufoption, die schon nach drei Spielen greift. Die Ablösesumme von 6,5 Millionen Euro wird demnach erst im kommenden Jahr fällig. Der HSV wollte die Personalie nicht kommentieren.

buc/sid



insgesamt 14 Beiträge
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Freidenker10 10.10.2014
1.
Bin mal gespant ob die Kündigung vor Gericht Bestand hat... Ich denke hier steht das Einsparen seiner Abfindung im Vordergrund. Mit solchen Methoden wird es dem HSV immer schwerer fallen namhafte Trainer usw. zu finden. Auf den eigenen Nachwuchstrainer zu setzen ist also vielleicht gar kein Wunschszenario sondern die blanke Not weil sonst keiner mehr kommen will...
patsche2712 10.10.2014
2. Der...
...HSV überrascht immer wieder, aber m.M. nach nicht im positiven Sinne. Der Holtby-Deal zeigt mal wieder, dass in Hamburg die Macher über ihre Verhältnisse leben. Abstieg, zwei bis drei Jahre zweite Liga, Konsolidierung der Finanzen und Neuaufsstellung der Gremien würden dem HSV gut tun.
zauselfritz 10.10.2014
3. Erstaunlich
Beim HSV nimmt man immer noch Worte wie "Loyalität" und "Respekt" in den Mund ohne rot zu werden? Das ist erstaunlich!
milhouse_van_h. 10.10.2014
4. Kaufoption?
Das ist eine sehr eigenartige Regelung mit der Kaufoption. Nach dem 3. Spiel des HSV in dieser Saison war das Transferfenster bereitsgeschlossen. Also kann nur die Kaufoption aktiv geworden sein. Der Kauf selber darf erst im Winter offiziell durchgeführt werde. Ansonsten könnte auch gerne mal die DFL ermitteln.
n.r.g.mecklenburg 10.10.2014
5. Kreuzer ist Geschichte...
Holtby mit Sicherheit nicht eine erfolgreiche Zukunft. Für 6,5 Mio. kann man gute, erfolgreiche Spieler kaufen. Wieso dann Holtby?
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