Tabellenletzter der Bundesliga Hannover 96 trennt sich von Heldt

Der Abstieg steht bevor, der Manager muss schon jetzt gehen: Horst Heldt ist nicht länger im Job bei Hannover 96. Das gab der Letzte der Fußball-Bundesliga bekannt.

Horst Heldt hatte im März 2017 den Job bei Hannover 96 übernommen
Martin Rose / Getty Images

Horst Heldt hatte im März 2017 den Job bei Hannover 96 übernommen


Hannover 96 hatte auf das Liga-Mittelfeld gehofft, am Ende der laufenden Fußballsaison in der Bundesliga könnte der Abstieg feststehen - nun hat der Verein Konsequenzen gezogen und sich von seinem Sportchef Horst Heldt getrennt. Das bestätigte der Tabellenletzte in einer Mitteilung. Darin heißt es, Hannover "benötigt einen Neuanfang. Ein neuer Sportdirektor wird zeitnah verpflichtet."

Der 49-Jährige hatte seit März 2017 für 96 gearbeitet und war mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet. "Die Zielsetzung war, einen gesicherten Tabellenmittelplatz zu erreichen. Die Sportliche Leitung hat versichert, dass dieses Ziel mit den Transfers erreicht wird und die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt", teilte der Klub mit.

Die Trennung von Heldt, der bei Hannover für die Kader-Zusammenstellung und die Verpflichtung von Trainer Thomas Doll (acht von neun Spielen verloren) verantwortlich war, hatte sich zuletzt abgezeichnet. Nach der 1:3-Niederlage am vergangenen Samstag beim VfL Wolfsburg kündigte Klubchef Martin Kind "intensive Gespräche" mit dem einstigen Mittelfeldspieler an. Nun kam es zur Trennung.

Das Verhältnis zu Klubchef Kind galt als angespannt

Hannover steht mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und hat sechs Spieltage vor dem Saisonende elf Punkte Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz.

In den ersten Monaten seiner Hannover-Zeit verpflichtete Heldt André Breitenreiter als Trainer, schaffte mit 96 den Wiederaufstieg in die Bundesliga und baute dort einen Kader auf, der im ersten Jahr souverän den Klassenerhalt schaffte. Erste Risse bekam sein Verhältnis zu Kind, als Heldt während der vergangenen Saison erst zum 1. FC Köln und später zum VfL Wolfsburg wechseln wollte.

Seine vorherigen Managerstationen waren erfolgreicher. Mit dem VfB Stuttgart wurde der zweifache National- und 359-fache Bundesligaspieler 2007 deutscher Meister. Mit dem FC Schalke 04 erreichte er von 2010 bis 2016 dreimal die Champions League.

jan/dpa/sid



insgesamt 28 Beiträge
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Nonvaio01 09.04.2019
1. kein wunder
wer so schlecht in seinem Job ist wird entlassen egal in welchem Job. Der sollte sich am besten einen andren Job suchen der nichts mit Fussball und Manager zu tun hat, er ist einfach untauglich.
aschu0959 09.04.2019
2. Er war schuldlos, aber nicht mehr zu halten.
Nach diversen Versuchen mit verschiedenen Trainern sollte wohl jedem klar sein, daß die Mannschaft das Problem ist, nicht der Trainer. Keiner aus diesem Team, falls man es so nennen kann, ist erstligatauglich. Ob sie für die Zweite Liga taugen wird sich in der nächsten Saison zeigen.
majorfabs 09.04.2019
3. Aber dann wäre er ja doch (zumindest zum Teil) schuld an der Misere
Zitat von aschu0959Nach diversen Versuchen mit verschiedenen Trainern sollte wohl jedem klar sein, daß die Mannschaft das Problem ist, nicht der Trainer. Keiner aus diesem Team, falls man es so nennen kann, ist erstligatauglich. Ob sie für die Zweite Liga taugen wird sich in der nächsten Saison zeigen.
Er hat doch entscheidend am Kader mitgearbeitet. Bei Heldt sehe ich eher das Problem, dass er schon seit Langem nicht mehr loyal zu seinem Arbeitgeber (bis heute) steht. Er hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass er lieber zu Köln bzw. zu Wolfsburg gegangen wäre. Als Verantwortlicher hätte ich mir schon lange die Frage gestellt, ob ich solch einen (leitenden) Angestellten wirklich in meinen Reihen haben möchte...
HanzWachner 09.04.2019
4. Auch ohne Heldt...
...bleibt H96 eine Gurkentruppe ohne BL-Niveau. Der Verein muss sich erst einmal in Liga 2 neu aufstellen, so wie Köln es auch erfolgreich tut. Ob ein Spitzenmanager und -Trainer allerdings nach Hannover gehen würde darf sehr bezweifelt werden.
gammoncrack 09.04.2019
5. Der wurde garantiert entlassen, weil diesen
Doll geholt hat. Das war ja eine solche Fehlentscheidung, dass es einem glatt die Sprache verschlagen hat. Breitenreiter, der bei diesem Kader chancenlos war und genau so wenig erreichen konnte wie Doll jetzt, geht mit Abfindung und dann holt man diesen, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, unsäglich auftretenden Doll.
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