Fußball-Bundesliga Hannover dreht Spiel in Karlsruhe

Hannover 96 hat einen Fehlstart in die Saison vermieden und in Karlsruhe nach einem Rückstand noch gewonnen. Für die Niedersachsen traf neben Hanno Balitsch auch ein Nationalspieler, der sich über eine Rote Karte nicht hätte beschweren dürfen.


Karlsruhe - Hannover gewann bei Aufsteiger Karlsruher SC 2:1 (0:1) und drehte einen 0:1-Rückstand aus der Pause noch um. Für den KSC war es fünf Tage nach dem 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg die erste Niederlage. Die Gäste dagegen verhinderten nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV einen Fehlstart wie im vorigen Jahr.

Hannovers Torschütze Balitsch (l.): Fehlstart verhindert
DDP

Hannovers Torschütze Balitsch (l.): Fehlstart verhindert

Maik Franz brachte den KSC in der 37. Minute 1:0 in Führung, Nationalstürmer Hanke sorgte mit seinem ersten Tor für seinen neuen Club ebenfalls per Kopf zunächst für den Ausgleich (55.). In der 75. Minute bereitete der Ex-Wolfsburger zudem den Siegtreffer von Hanno Balitsch mit einem Doppelpass vor.

Hanke hatte allerdings Glück, dass er nach einer Rangelei mit Franz (39.) von Schiedsrichter Jochen Drees nur die Gelbe Karte sah. "In einem solchen Spiel kochen schon mal die Emotionen hoch, aber es war keine Rote Karte", sagte Hanke, "ich habe ihn ein bisschen weggestoßen, aber das kommt vor." Hannovers Manager sah das etwas anders. "Wir können froh sein, dass wir noch mit elf Mann auf dem Platz stehen", sagte Christian Hochstätter.

Der Sieg war jedoch trotz allem verdient. Vor 27.800 Zuschauern im ausverkauften Wildparkstadion hatte der KSC sehr nervös begonnen und den Gästen schon nach 40 Sekunden durch eine Unsicherheit von Torwart Markus Miller die erste Torchance ermöglicht. In der 5. Minute rettete Christian Timm vor dem einschussbereiten 96-Spielmacher Arnold Bruggink.

Die beste Möglichkeit vor der Pause vergab jedoch Balitsch, der den Ball nach einer halben Stunde zwar über Miller, aber auch über das Tor hob. Karlsruhe kam nach einer Viertelstunde zwar etwas besser in die Partie, leistete sich im Spielaufbau aber zu viele Fehler.

Für die Führung benötigten die Karlsruher deshalb eine Standardsituation. Einen Freistoß von Hajnal köpfte Franz ins Tor. Es war der erste Heimspieltreffer der Karlsruher in der ersten Liga seit dem 4:2 von Gunther Metz gegen den VfB Stuttgart am 2. Mai 1998.

Doch nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste das Tempo und wurden durch ein Ausgleichstor belohnt, das eine Kopie von Franz' 1:0 war. Diesmal schlug Bruggink den Ball beim Freistoß hoch vor das Tor und Hanke köpfte völlig unbedrängt in den Winkel. In der immer hektischer werdenden Partie sorgte Balitsch eine Viertelstunde vor Schluss nach einem energischen Antritt für die Niederlage der Gastgeber.

Karlsruher SC - Hannover 96 1:2 (1:0)
1:0 Franz (37.)
1:1 Hanke (55.)
1:2 Balitsch (75.)
Karlsruhe: Miller - Görlitz, Eggimann, Franz, Eichner - Mutzel (78. Freis), Aduobe - Timm (78. Iaschwili), Hajnal, Carnell (85. Orahovac) - Kapllani. - Trainer: Becker
Hannover: Enke - Cherundolo, Kleine, Fahrenhorst, Halfar - Balitsch, Lala - Lauth (87. Jankow), Bruggink, Huszti (61. Stajner) - Hanke. - Trainer: Hecking
Schiedsrichter: Jochen Drees (Mainz)
Zuschauer: 27.800 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Franz, Eggimann, Timm (2), Aduobe - Bruggink (2), Hanke, Enke, Stajner, Balitsch (2)

goe/sid

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