Fußball-Bundesliga Hertha verpasst Heimsieg gegen Bielefeld

Er stürzte, schoss im Fallen dennoch aufs Tor, doch Berlins Jhon Córdoba traf bloß den Pfosten – und vergab damit eine der raren Chancen gegen die Arminia. Ganz glücklich dürfte keiner der Klubs mit dem Remis sein.
Den Ball im Blick: Berlins Jhon Córdoba (l.)

Den Ball im Blick: Berlins Jhon Córdoba (l.)

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JOHN MACDOUGALL / POOL / EPA

Hertha BSC hat auch im dritten Fußball-Bundesligaspiel nach der Corona-bedingten Quarantänepause nicht verloren, zugleich verpassten es die Berliner aber, einen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld kam Hertha nicht über ein 0:0 hinaus.

In der Tabelle verbesserte sich Berlin (31 Punkte) auf den 14. Platz, Bielefeld (ebenfalls 31) steht auf dem Relegationsrang. Allerdings hat Hertha eine Partie weniger absolviert als die Konkurrenz.

Am vergangenen Montag hatten die Berliner nach zweiwöchiger Pause 1:1 gegen Mainz gespielt, am Donnerstag besiegten sie Freiburg 3:0. Wie wenig ein Klub in der finanziellen Situation der Hertha eigentlich mit dem Abstieg zu tun haben dürfte, zeigte nun die Startaufstellung gegen Bielefeld. Trainer Pál Dárdai veränderte sie im Vergleich zur vergangenen Partie auf acht Positionen. Und trotz der Spielplan-bedingten Rotation bot Berlin eine Elf auf, die sich sehen lassen konnte.

Unter anderem spielte da Maximilian Mittelstädt, der mit einem Aufsetzer die erste Chance der Partie hatte, wobei Stefan Ortega im Bielefelder Tor den Schuss abwehren konnte (8. Minute). Oder Stürmer Jhon Córdoba, der vor der Saison für angeblich 15 Millionen Euro aus Köln kam und Herthas größte Gelegenheit in Hälfte eins hatte. Da setzte sich der Stürmer gegen Arminia-Verteidiger Amos Pieper durch, rutschte im Strafraum zwar aus, brachte den Ball aber im Fallen doch aufs Tor – und traf den Pfosten (34.).

Im Fallen an den Pfosten: Córdoba bei seiner Torchance

Im Fallen an den Pfosten: Córdoba bei seiner Torchance

Foto: JOHN MACDOUGALL / POOL / EPA

Bloß: Die gefährlichere Mannschaft war lange Bielefeld. Joakim Nilsson kam nach einer Ecke unbedrängt zum Abschluss, köpfte den Ball aber deutlich über das Tor (9.). Später sorgten Manuel Prietl (17./28.) und Andreas Voglsammer (25./28.) für Gefahr. Und erneut nach einer Ecke parierte Berlins Torwart Alexander Schwolow einen Kopfball von Pieper (55.).

Das Problem beider Mannschaften: Sie gaben zwar viele Schüsse ab, eine Vielzahl davon aber aus größerer Distanz. Herthas Jairo Dilrosun versuchte es etwa gleich zweimal (70./88.). Wirklich klare Torgelegenheiten waren hingegen selten.

Für den Schreckmoment in der Partie sorgten Berlins Mittelstädt und Bielefelds Anderson-Lenda Lucoqui. Beide waren in der ersten Hälfte mit den Köpfen zusammengeprallt und mussten danach mehrere Minuten lang behandelt werden. Gerade Mittelstädt wirkte danach sichtlich benommen. Offenbar entschieden die Hertha-Ärzte, dass er dennoch imstande sei, weiterzuspielen.

Einige Minuten später wurde er dann doch mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt.

mon
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