Hoeneß-Ärger über Leistungsgefälle Kampf den spanischen Verhältnissen!

Oh nein, schon wieder locker gewonnen! Uli Hoeneß kann sich mit dem allzu souveränen Auftreten von Bayern München in dieser Saison nicht so recht anfreunden. Dem Club-Präsidenten ist das Leistungsgefälle in der Liga zu groß - mit Dauerrivale Borussia Dortmund will er Lösungsvorschläge erarbeiten.
Uli Hoeneß: "Wir sehen Handlungsbedarf"

Uli Hoeneß: "Wir sehen Handlungsbedarf"

Foto: Getty Images

Hamburg - Die Meisterschaft ist schon seit mehr als einer Woche perfekt, in der Tabelle führt der FC Bayern mit einer Tordifferenz von plus 70 und am Wochenende, dem 29. Spieltag, schoss das Team beim 25. Saisonsieg mit einer B-Mannschaft vier Tore gegen Nürnberg. Viel besser als bei den Münchnern kann es kaum laufen. Uli Hoeneß ist trotzdem nicht zufrieden.

Der Bayern-Präsident will gemeinsam mit Rivale Borussia Dortmund einer zu großen Dominanz der beiden Champions-League-Halbfinalisten in der Bundesliga entgegenwirken. "Es gibt ein großes Leistungsgefälle in der Liga. Das kann uns nicht recht sein. Wir müssen analysieren, warum das so ist", sagte Hoeneß dem "Kicker". Nach der Saison will Hoeneß gemeinsam mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Lösungsvorschläge erarbeiten.

Die Bayern wurden in diesem Jahr der früheste Meister der Liga-Historie und streben dem Triple entgegen. Die Dortmunder erreichten nach zwei Meistertiteln in Serie in diesem Jahr wie die Münchner das Halbfinale der Champions League. Am Wochenende gewannen die Bayern 4:0 gegen Nürnberg, der BVB siegte 6:1 in Fürth. "Wir sehen Handlungsbedarf. Es kann auf Dauer nicht sein, dass solche Ergebnisse zustande kommen", so Hoeneß.

Die Sorge ist, dass in der Bundesliga spanische Verhältnisse Einzug halten. In der Primera División machen seit Jahren der FC Barcelona und Real Madrid den Titel unter sich aus, die Konkurrenz ist weitgehend chancenlos. Zuvor hatte bereits Bundestrainer Joachim Löw bezweifelt, dass die deutsch-spanische Dominanz im europäischen Fußball von Dauer sein werde. "Was wir derzeit sehen, ist eine Momentaufnahme", so Löw.

luk/dpa
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