Fußball-Bundesliga Hoffenheim gewinnt in Freiburg, Frankfurt besiegt Bochum

Hoffenheim hat beim SC Freiburg gewonnen und schaffte in der Tabelle den Sprung vorbei am FC Bayern. Der einzige Treffer gelang Maicosuel. Frankfurt setzte sich gegen Bochum durch, auffälligster Akteur war ein Innenverteidiger der Eintracht.

dpa

Hamburg - Der Einstand von Heiko Herrlich als Trainer beim VfL Bochum ist misslungen: Der VfL verlor nach schwacher Leistung 1:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt und bleibt nach dem elften Spieltag weiter als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsplatz. Ein Freistoß von Caio (14.) und ein Kopfballtreffer von Maik Franz (53.) sorgten für die siebte Saisonniederlage der Bochumer. Ein Eigentor von Franz (25.) bedeutete den zwischenzeitlichen Ausgleich. Shinji Ono (80.) sah nach zwei Fouls innerhalb einer Minute die Gelb-Rote Karte.

"Wir haben überlegen gespielt und hatten Bochum immer unter Kontrolle, auch nach dem Eigentor. Das war ein hochverdienter Sieg. Wir haben mehr als gut und mehr als souverän gespielt, auch wenn wir noch Luft nach oben haben", sagte Eintracht-Trainer Michael Skibbe. Bochums Torwart Philipp Heerwagen war dagegen unzufrieden: "Wir haben in zwei Situationen unglücklich gestanden und waren vorne zu ungefährlich. Wir haben nicht das geleistet, was wir uns vorgenommen hatten."

Trotz des Trainerwechsels präsentierten sich die Bochumer in einem durchwachsenen Spiel vor 37.500 Zuschauern zunächst stark verunsichert und ließen Kreativität im Mittelfeld vermissen. Nach einem Kopfball von Stürmer Nikos Liberopoulos (12.) an die Latte machte es Caio nur zwei Minuten später besser. Der Brasilianer verwandelte einen Freistoß aus knapp 30 Metern zur Frankfurter Führung. VfL-Torwart Heerwagen machte bei dem Aufsetzer eine unglückliche Figur.

Chancen für die Herrlich-Elf sprangen zunächst keine heraus. Auf der anderen Seite traf Liberopoulos erneut nur den Pfosten (25. ). Im Gegenzug sorgte Franz für den überraschenden Ausgleich, als er eine Hereingabe von Joel Epallé an Keeper Oka Nikolov mit dem Knie ins eigene Tor beförderte. Doch der Ex-Karlsruher schlug zurück. Nach Vorarbeit von Chris im Anschluss an eine Ecke von Patrick Ochs köpfte Franz sein zweites Saisontor. Die Eintracht erspielte sich weitere Gelegenheiten, Alexander Meier (65.) verzog nach einer starken Einzelaktion nur knapp aus spitzem Winkel.

"Natürlich ist die Enttäuschung da. Die Niederlage tut weh. Aber es gibt trotzdem positive Ansätze", sagte Herrlich nach seiner Premiere. "Ich kann meiner Mannschaft vom Einsatz her keinen Vorwurf machen, aber ich weiß auch, dass ich an Punkten gemessen werde. Die brauchen wir jetzt schnellstens. Wir müssen hart daran arbeiten, dann kommen auch die Erfolgserlebnisse", so der Trainer weiter.

Maicosuel schießt Hoffenheim in Freiburg zum Sieg

1899 Hoffenheim gewann das badische Derby bei Aufsteiger SC Freiburg 1:0 (1:0) und feierte als einziges der Spitzenteams am 11. Spieltag einen Sieg. Mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen liegen die Hoffenheimer auf Platz fünf. Freiburg rutschte nach der vierten Niederlage in Folge dagegen weiter in die Abstiegszone.

Maicosuel (39.) führte Hoffenheim mit seinem zweiten Saisontor zum ersten Pflichtspielsieg in Freiburg. Mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern ließ der Brasilianer Freiburgs Schlussmann Simon Pouplin keine Chance. Nach zwei Auswärtsniederlagen beim FSV Mainz 05 (1:2) und bei Werder Bremen (0:2) war der Auftritt der Hoffenheimer vor allem in den ersten 45 Minuten überzeugend.

"Ohne Häme gegen Freiburg, aber schlechter als in der ersten Halbzeit konnten sie nicht spielen", sagte Hoffenheims Torhüter Timo Hildebrand: "Da hätten wir schon 3:0 oder 4:0 führen können. Dann wäre die zweite Halbzeit einfacher geworden." Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion und unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw bestimmte 1899 das Spiel und setzte den Sport-Club von Beginn an unter Druck. Zunächst konnte Pouplin gegen Maicosuel (4.) und 1899-Torjäger Vedad Ibisevic (38.) noch einen Rückstand verhindern.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Freiburger stärker. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Mohamadou Idrissou, dessen Kopfball (63.) knapp über das Tor strich. Zuvor hatten die Hoffenheimer auf der Gegenseite durch Kapitän Sejad Salihovic (58.) und Carlos Eduardo (60.) Chancen zum 2:0 vergeben.

luk/sid

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Matyaz 04.08.2009
1. Was für eine gewagte Prognose!
Tolle Prognose: man nehme alle Aufsteiger sowie die 2 schlechtplatziertesten Bundeligisten der letzten Saison, die noch die Klasse halten konnten -und komplett sind die Abstiegskandidaten. Dass Nürnberg und Freiburg eingespielte und spielstarke Mannschaften sind bleibt da ebenso unberücksichtigt wie der stattliche Gladbacher Etat, der immer noch den ein oder anderen Noteinkauf zulässt, sollte es brenzlig werden. Meiner Meinung nach werden neben Mainz und Bochum eher Vereine wie Hannover,Frankfurt, Köln oder gar Berlin erhebliche Probleme mit dem Klassenerhalt haben.
frubi 04.08.2009
2.
Zitat von MatyazTolle Prognose: man nehme alle Aufsteiger sowie die 2 schlechtplatziertesten Bundeligisten der letzten Saison, die noch die Klasse halten konnten -und komplett sind die Abstiegskandidaten. Dass Nürnberg und Freiburg eingespielte und spielstarke Mannschaften sind bleibt da ebenso unberücksichtigt wie der stattliche Gladbacher Etat, der immer noch den ein oder anderen Noteinkauf zulässt, sollte es brenzlig werden. Meiner Meinung nach werden neben Mainz und Bochum eher Vereine wie Hannover,Frankfurt, Köln oder gar Berlin erhebliche Probleme mit dem Klassenerhalt haben.
Frankfurt und Hannover sind bei mir auch die ersten Kandidaten für eine Trainerentlassung. Ich hoffe zwar, dass so viele Trainer wie möglich im Amt bleiben aber man kennt ja das beliebte Trainerhopping. Skibbe und Hecking sind definitv die schwächsten Trainer. Viele schwerer ist die Frage: Wer wird der neue "Spieler der Saison"?? Wenn Carlos Eduardo seinen Nerven ein bisschen besser im Griff hat könnte er den Platz von Diego einnehmen. Özil könnte ebenfalls einschlagen. Aber ansonsten fällt mir aussser Ribery keiner mehr ein, der dieses Jahr richtig einschlagen könnte. Spannend wird der Kampf um die Plätze zur WM 2010. Für mich stehen bisher nur 5-7 Spieler fest. Der Rest kann sich noch Grundlegend ändern. Wie entwickeln sich unsere U21 Europameister? Werden Marin und Özil das neue Mittelfeld-Traumpaar?
yoshitsune 04.08.2009
3. SGE wird nicht absteigen
Ich glaube kaum, dass die Eintracht absteigen wird. Der Derby-Pokal-Erfolg wird fuer genuegend Aufwind bis zum Ende der Saison reichen. Wobei man aber ja auch aus leidvoller Erfahrung weiss, dass eine stark beginnende Eintracht meistens zum Ende der Saison zum Katastrophalen tendiert. Sagte der Eintracht-Fan. ;-)
Tail on the Donkey 04.08.2009
4.
Tja, da kann ich mir meinen Beitrag ja fast sparen: Hannover, Frankfurt und Köln sind auch bei mir ganz heiße Kandidaten auf einen Ausflug in die Zweitklassigkeit. Was Mainz angeht, nun, da scheinen Prognosen selbst von 12 Uhr bis Mittag zu weit gegriffen, zwischen gesichertem Mittelfeld und "am 11.11. bereits rechnerisch abgestiegen" erscheint alles möglich. Bochum seh ich auch stark gefährdet, Nürnberg und Freiburg haben dagegen das Potenzial, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Da die Saison ja nun unmittelbar vor der Tür steht und die wesentlichen Transferentscheidungen durch sein dürften, könnte sich das Ganze am Ende so darstellen: 1. München (akzeptabler Start, in der Rückrunde nicht zu stoppen) 2. Hamburg (es kommen leichtere Aufgaben als Düsseldorf) 3. Stuttgart (die Osteuropa-Fraktion schlägt voll ein) 4. Bremen (Wundertüte, allerdings diesmal mit direkter int. Quali) 5. Dortmund (auf dem Weg nach oben) 6. Wolfsburg (Niveau der letzten Saison kann nicht ganz gehalten werden) 7. Schalke (Altintop schießt zu viele Freistöße) 8. Leverkusen (kann ehrlich gesagt auch 2ter werden) 9. Hoffenheim (kennt die eigentlich noch jemand? Und was ist Rangnick?) 10. Nürnberg (die spielen einen tollen Kombinationsfußball) 11. Berlin (mehr ist kaum drin) 12. Gladbach (die Verstärkungen sehen auf den ersten Blick tauglich aus) 13. Freiburg (gemeinsam mit Nürnberg auf jeden Fall Buli-tauglich) 14. Frankfurt (hier wirds dagegen ganz eng) 15. Köln (Poldi wird sogar einschlagen, am Rest allerdings haperts) 16. Mainz (irgendwas von 14-18, Tendenz Abstiegskampf pur) 17. Hannover (ich hab da ne verdammt miese Saison im Urin) 18. Bochum (die Unabsteigbaren sind mal wieder dran) Irrtümer um 1-2 Positionen nicht ausgeschlossen, allerdings sei der Kreis der Titelanwärter mit den ersten 2, der int. Plätze mit einschließlich Wolfsburg + Leverkusen und der Abstiegskandidaten ab Frankfurt umrissen. Und jetz wird's Zeit, dass' endlich wieder los geht! :-)
Toradac 04.08.2009
5. In erster Linie erwarte ich...
Zitat von sysopMission Titelverteidigung in Wolfsburg, das Magath-System auf Schalke und die verstärkten Bayern: Was erwarten Sie von der neuen Bundesliga-Saison? Wer holt den Titel? Wer steigt ab? Diskutieren Sie mit.
...eine spannende Saison, auch wenn mir klar ist, daß die letzte kaum zu wiederholen sein wird. Titelfavoriten sind für mich der FC Bayern (schon fast ein Naturgesetz), der Vfl Wolfsburg (der es geschafft hat, seine Meistermannschaft zusammenzuhalten und sogar noch zu verstärken), der Hamburger SV (der m.E. gut eingekauft hat) sowie eine Überraschungsmannschaft (könnte in diesem Jahr Leverkusen oder Werder Bremen sein). Um die internationalen Startplätze kämpfen außerdem noch der VfB Stuttgart, Schalke (wenn Magath einschlägt), Hoffenheim und vielleicht auch noch Borussia Dortmund. Die "Weder-Fisch-noch-Fleisch-Franktion", bei der nach oben nichts geht und die mit dem Abstieg nicht viel zu tun haben, besteht aus Köln, Hertha, Nürnberg und Frankfurt. Außer Nürnberg (die ich für sehr spielstark halte) haben naturgemäß die Aufsteiger die größten Probleme, den Abstieg zu verhindern, bei Mainz wird es durch den gestrigen Trainerwechsel noch verschlimmert, Freiburg schätze ich etwas stärker ein, aber auch die müssen sich strecken. Auf Hannover und den Vfl Bochum kommt eine ganz schwere Saison zu, beide müssen ebenfalls bis zum Ende zittern. Am wenigsten kann ich in dieser Saison Mönchengladbach einschätzen, entweder früh im gesicherten Mittelfeld oder aber auch kämpfen bis zum Schluß um den Klassenerhalt. Lassen wir uns überraschen - Freitag geht's endlich wieder los!
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