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Drittletzter der Bundesliga Hoffenheim trennt sich von Babbel

Aus nach zehn Monaten: 1899 Hoffenheim hat sich von Trainer Markus Babbel getrennt. Der 40-Jährige holte mit dem Drittletzten der Tabelle nur drei Siege aus 15 Saisonspielen. Als Nachfolger ist unter anderem Löw-Assistent Hansi Flick im Gespräch. Vorerst übernimmt der bisherige Nachwuchstrainer.

Hamburg - Markus Babbel ist nicht mehr Trainer von 1899 Hoffenheim. Der Fußball-Bundesligist hat sich am Montag von dem 40-Jährigen getrennt. Auf einer eigens angesetzten Pressekonferenz bestätigte Manager Andreas Müller den Schritt. "Ich habe mich nach reiflicher Überlegung und im Einvernehmen mit der Geschäftsführung sowie den Gesellschaftern dazu entschlossen, einen Schnitt zu machen. Unsere sportlich zunehmend bedrohliche Situation und der einhergehende, negative Trend haben mir keine Wahl gelassen", so Müller.

Als Interimstrainer soll der Hoffenheimer U23-Coach Frank Kramer das Team betreuen. "Frank Kramer wird zunächst mal für die kommenden beiden Spiele die Verantwortung übernehmen, möglicherweise aber auch darüber hinaus", sagte Müller.

Grund für die Trennung ist die sportlich prekäre Lage. Hoffenheim hat in dieser Saison nur drei von 15 Bundesligaspielen gewinnen können und rutschte in der Tabelle bis auf Relegationsplatz 16 ab. Mit 36 Gegentoren hat der Club die meisten Treffer aller Erstligisten kassiert. Am vergangenen Wochenende gab es ein 1:4 im Heimspiel gegen Werder. "Den Eindruck, den ich auch nach den ersten 45 Minuten im Spiel gegen Bremen bekommen habe, ist, dass wir einen Neuanfang machen müssen", sagte Müller nun.

Schon vor den noch ausstehenden Spielen gegen den Hamburger SV und Borussia Dortmund steht fest, dass Hoffenheim die schlechteste Bundesliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte absolvieren wird.

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Müller hatte am Montag stundenlang mit den Geschäftsführern Alexander Waldi, Frank Briel und Jochen A. Rotthaus über das Schicksal Babbels beraten, der Hoffenheim erst am 10. Februar dieses Jahres als Nachfolger von Holger Stanislawski übernommen hatte. Sein erster Gegner als 1899-Coach war auch sein letzter: Werder. Damals startete Babbel mit einem 1:1 in Bremen. Er übernahm den Club auf Platz acht, am Ende der vergangenen Saison wurde die TSG Elfter.

Nach dem Aus von Felix Magath beim VfL Wolfsburg ist die Trennung von Babbel der zweite Trainerwechsel in der laufenden Bundesligasaison. Zunächst soll Hoffenheims U23-Coach Frank Kramer als Interimstrainer übernehmen. Als Nachfolger sind unter anderem Marco Kurz, der im März dieses Jahres beim 1. FC Kaiserslautern gehen musste, Bert van Marwijk, zuletzt Nationaltrainer der Niederlande und früher Trainer bei Borussia Dortmund, und Hansi Flick im Gespräch. Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw war bereits von 2000 bis 2005 TSG-Coach und führte den Club von der Verbands- in die Regionalliga, die damals dritthöchste Liga. Müller hat zwar laut eigener Aussage noch zu keinem Trainer Kontakt aufgenommen, dennoch sei er "auf jede Situation vorbereitet".

Hoffenheim war für Babbel die dritte Trainerstation in der Bundesliga. Zuvor hatte der frühere Nationalspieler den VfB Stuttgart (November 2008 bis Dezember 2009) und Hertha BSC (Juli 2010 bis Dezember 2011) trainiert. Mit dem VfB gelang Babbel 2009 als Tabellendritter der Einzug in die Champions-League-Qualifikation, mit den Berlinern stieg er 2011 in die Bundesliga auf.

ham/dpa/sid
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