Fußball-Bundesliga Keine Tore gegen Union, aber Mainz bleibt zu Hause unschlagbar

Nach einem zerfahrenen Spiel trennen sich Mainz 05 und Union Berlin 0:0. Beide Mannschaften spielten, als wollten sie nichts passieren lassen – Mainz setzt dennoch eine beachtenswerte Serie fort.
Viel versucht und doch glücklos: Karim Onisiwo war einer der besseren Mainzer bei der Nullnummer gegen Union

Viel versucht und doch glücklos: Karim Onisiwo war einer der besseren Mainzer bei der Nullnummer gegen Union

Foto: IMAGO/Bjoern Reichert / IMAGO/Jan Huebner

Der FSV Mainz 05 und Union Berlin trennten sich am zweiten Spieltag unentschieden 0:0. Die Mainzer setzten damit ihre Serie von mittlerweile 14 ungeschlagenen Heimspielen in Folge fort. Beide Teams bleiben damit auch im zweiten Spiel der Saison ungeschlagen.

Nach den erfolgreichen Saisonauftakten für beide Teams – Mainz startete mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Bochum in die Spielzeit, die Berliner besiegten im Hauptstadt-Derby Hertha BSC 3:1 (1:0) – stellte Union-Coach Urs Fischer lediglich auf einer Position um: Niko Gießelmann rückte auf die linke Außenbahn, Julian Ryerson dafür nach rechts, Kapitän Christopher Trimmel nahm auf der Bank Platz. Bei Mainz kehrte Kapitän Silvan Widmer nach einem Magen-Darm-Infekt zurück auf den rechten Flügel.

Beide Mannschaften zeigten von Beginn an eine ähnliche Spielanlage: nach Ballverlusten zogen sie sich blitzschnell zurück und attackierten dann dicht gestaffelt den Gegner. Ein Durchkommen war so nur schwer möglich, so neutralisierten sich beide Mannschaften in der ersten Hälfte. Während Mainz immer wieder versuchte, hinter der letzten Linie von Union zu Flanken zu kommen, lief Union beständig gegen die Mainzer Abwehr an und hoffte auf Fehler.

Zwei kurz hintereinander getretene Ecken, bei der eine den Zielspieler verfehlte und die andere von Mainz geklärt werden konnte, waren noch die gefährlichsten Torannäherungen von Union (28., 29.). Mainz hatte auf der Gegenseite Pech beim Flankenversuch von Lee Jae-Sung, dass Union-Keeper Frederik Rönnow den sich gen Tor senkenden Ball parierte (13.).

Zerfahrenes Spiel, zu wenig Zwingendes vor dem Tor

Die Partie war in der ersten Hälfte zerfahren und wurde nicht nur von der Trinkpause bei 31 Grad in Mainz unterbrochen. Immer wieder gab es kleine Fouls und Bälle, die im Aus landeten. Der rustikal zu Werke gehende Mainz-Stürmer Karim Onisiwo hatte für sein hartes Einsteigen gegen Robin Knoche bereits in der 6. Minute Gelb gesehen. Er wurde zwischenzeitlich von FSV-Trainer Bo Svensson zum Vier-Augen-Gespräch an die Seitenlinie beordert, brachte die Partie aber ohne Platzverweis zu Ende.

Ohne Wechsel, aber mit etwas mehr Zug zum Tor ging es in die zweite Hälfte. Nach einem geblockten Schussversuch von Onisiwo ging es im Gegenzug über Unions-Mittelfeldmann Genki Haraguchi schnell. Der passte links zu Gießelmann, dessen Schuss sich auf das Mainzer Tornetz senkte (51.).

Auf der Gegenseite sorgte der für Lee eingewechselte Angelo Fulgini für frischen Wind. Nachdem Stefan Bell mit einem Zuspiel in den Strafraum die Union-Abwehr überwunden hatte, war Fulginis Abschluss aber zu schwach (68.). Er leitete dann auch die beste Chance des Spiels durch den eingewechselten Marlon Mustapha ein, der Österreicher ließ mit einem Haken Paul Jaeckel und Knoche stehen und schoss dann knapp am rechten Pfosten vorbei (80.).

vgl
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