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Sonntagspiele: Mainz jubelt, Köln atmet auf

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Fußball-Bundesliga Köln feiert ersten Sieg, Schürrle rettet Mainz

Knappe Siege für Köln und Mainz: Der FC gewann nach einer guten Leistung gegen den FC St. Pauli und holte die ersten Saisonpunkte. Der FSV Mainz 05 besiegte Kaiserslautern, drehte erneut eine Partie und schloss zu Spitzenreiter Hoffenheim auf.

Hamburg - Der 1. FC Köln hat die ersten drei Punkte der Saison geholt: Nach einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC St. Pauli belegt das Team von Trainer Zvonimir Soldo nun den 14. Tabellenplatz, die Hamburger sind 13. Das entscheidende Tor erzielte Taner Yalcin in der 17. Minute. Köln verteidigte die Führung auch in einer turbulenten Schlussphase.

1. FC Kaiserslautern

Zuvor hatte der FSV Mainz 05 erneut ein Spiel gedreht und sich trotz eines Rückstands 2:1 (0:1) im Derby gegen den durchgesetzt. Niko Bungert (71.) und André Schürrle (74.) erzielten die Treffer für die Mainzer, zuvor hatte Srdjan Lakic (20.) Kaiserslautern mit seinem vierten Saisontor in Führung gebracht.

Bei den Kölnern hatte Trainer Soldo nach dem 2:4 in Bremen gleich fünf neue Spieler in die Startelf berufen. In die umgebaute Vierer-Kette kehrte Pedro Geromel nach viermonatiger Verletzungspause zurück. Ihre Bundesliga-Debüts feierten Rechtsverteidiger Andrézinho und Mittelfeldspieler Christian Clemens. Auf der Bank wieder fanden sich Torjäger Milivoje Novakovic und Kevin McKenna wieder.

Über Andrézinhos Seite leitete St. Pauli nach gutem Start seine erste Chance ein, doch Charles Takyi wurde im letzten Moment von Kevin Pezzoni entscheidend beim Schuss behindert (10.).

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski musste eine von drei Umstellungen im Tor vornehmen. Die Kölner Leihgabe Thomas Kessler durfte sein erstes Bundesligaspiel bestreiten, weil Stammkeeper Matthias Hain weiter unter einer Fingerverletzung leidet.

FC-Kapitän Podolski glänzt gegen St. Pauli

Schon nach sieben Minuten musste Kessler den Ball erstmals aus dem Netz holen - doch Lukas Podolski stand bei seinem Treffer im Abseits. Der FC-Kapitän machte ein starkes Spiel und war auch am 1:0 beteiligt: Sein Linksschuss aus 30 Metern prallte vom Pfosten zurück, Yalcin staubte von der Strafraumgrenze aus artistisch ab.

In der Folge scheiterte Clemens erst mit einem Kopfball an Kesslers Fußparade (23.), dann prüfte der 19-Jährige den Schlussmann aus 18 Metern (30.). Nach dem folgenden Eckball schoss Podolski knapp über die Latte. Von St. Pauli war nach ordentlichem Start offensiv kaum noch etwas zu sehen.

Die Hamburger kamen jedoch wesentlich engagierter aus der Kabine und setzten die Kölner unter Druck. Allerdings kamen die Gäste trotz ihrer Überlegenheit lange nicht zu zwingenden Möglichkeiten. Erst in der Schlussphase ergaben sich klare Chancen. Florian Bruns schoss am langen Eck vorbei (75.). Podolskis Heber (78.) war die erste Kölner Chance der zweiten Hälfte, doch der gute Kessler verhinderte das 2:0. Damit blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Richard Sukuta-Pasu köpfte Sekunden vor dem Abpfiff für St. Pauli über die Latte.

Mainz dreht die Partie und feiert Start-Rekord

Der FSV Mainz ist durch den Erfolg gegen Kaiserslautern erstmals in seiner Clubgeschichte mit drei Siegen in die Bundesliga-Saison gestartet und hält Anschluss an Tabellenführer Hoffenheim. Saisonübergreifend ist Mainz, das am vergangenen Spieltag beim VfL Wolfsburg nach einem 0:3 noch 4:3 gewann, sogar seit acht Spielen ohne Niederlage.

Die 20.300 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Bruchweg sahen eine ausgeglichene Anfangsphase. Die Gastgeber hatten zwar die größeren Spielanteile, dafür strahlte der FCK mehr Gefahr vor dem gegnerischen Tor aus.

Der FSV hatte durch einen Freistoß des Österreichers Christian Fuchs die erste große Torchance (18.). Nur zwei Minuten später markierte der Kroate Lakic mit seinem vierten Saisontor die Lauterer Führung. Auch im Anschluss blieben Gäste das bessere Team. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Mainzer stärker. Mehr als ein weiterer gefährlicher Freistoß von Fuchs hatten die Gastgeber allerdings nicht zu bieten (42.).

Nach dem Seitenwechsel verstärkte Mainz den Druck. Die Gäste wehrten sich allzu aggressiv gegen die Mainzer Angriffe und hatten bereits nach 50 Minuten Spielzeit fünf Gelbe Karten kassiert. Große Möglichkeiten konnte sich Mainz aber trotz seiner Feldüberlegenheit zunächst nicht erarbeiten. Gefährlicher war der FCK bei Kontern. So vergab Lakic die Chance zur Vorentscheidung (64.). Danach schlugen die Mainzer zweimal zu, wobei Schürrle mit seinem abgefälschten Schuss Glück hatte.

luk/sid/dpa
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