Fußball-Bundesliga RB Leipzig gewinnt in Leverkusen und klettert auf Platz drei

Eine Hälfte lang schoss RB Leipzig in Leverkusen nicht einmal in Richtung Tor. Dann wechselte Domenico Tedesco seinen Superstar Christopher Nkunku ein – und das Spiel kippte zugunsten der Leipziger.
Dominik Szoboszlai traf zum 1:0

Dominik Szoboszlai traf zum 1:0

Foto: Marius Becker / dpa

Die letzte Niederlage ist schon mehr als zwei Monate her – und auch bei Bayer Leverkusen bleibt RB Leipzig in der Erfolgspur: Die formstarken Leipziger lieferten gegen den Werksklub erst die harmloseste erste Hälfte der Saison ab, gewannen nach einer Leistungssteigerung aber 1:0 (0:0) im Bundesliga-Topspiel. Durch den Erfolg zog RB in der Tabelle an Leverkusen vorbei und hat im Dreikampf um die Champions-League-Plätze nun vor Leverkusen und dem SC Freiburg die besten Karten.

Gegen die punktbeste Bundesliga-Mannschaft des Kalenderjahres hatte sich Bayer-Trainer Gerardo Seoane eine besondere Taktik zurechtgelegt: Statt wie üblich mit zwei offensiven Außen agierte die Werkself deutlich konservativer und schickte einzig Moussa Diaby zur Unterstützung von Angreifer Patrik Schick mit nach vorn, statt auf eine Viererkette setzte Leverkusen auf eine Fünferkette. So gelang es Bayer, die RB-Offensive 45 Minuten lang komplett matt zu setzen. Erstmals in dieser Saison blieb Leipzig in der ersten Hälfte ohne einen einzigen Abschluss – dass Superstar und Torgarant Christopher Nkunku auf der Bank geschont wurde, tat sein Übriges.

Umgekehrt prüften die Leverkusener RB-Keeper Péter Gulácsi selbst nur wenige Male: Jonathan Tah per Kopf (26.), Diaby aus spitzem Winkel (28.) – viel gefährlicher wurde es nicht mehr, ein Schick-Flugkopfball verfehlte das Tor (40.).

Der Kampf um die Champions-League-Plätze:

Zur Pause wechselte Domenico Tedesco dann Nkunku ein – und prompt wurde Leipzig so gefährlich wie das ganze Spiel noch nicht: Über Nkunku, der vergeblich versuchte, einen Elfmeter herauszuholen, gelangte der Ball im Strafraum zu Willi Orban, der den Pfosten traf (46.). Kurz darauf holte der Franzose einen Freistoß 20 Meter vor dem Tor heraus, Halstenberg aber zielte etwas zu hoch (48.). Bayer setzte nun nur noch Nadelstiche und traf durch Diaby das Außennetz (64.), für Leipzig legte Nordi Mukiele eine Chance knapp am langen Pfosten vorbei (68.).

Dann fing Tyler Adams einen Pass von Leverkusens Odilon Kossounou ab. Wieder hieß die nächste Station Nkunku, nach dessen Zuspiel schloss Szoboszlai dann ab und traf mit einem abgefälschten Schuss (70.). Für Nkunku war es nach offizieller Zählung bereits die 30. Torbeteiligung in der laufenden Bundesliga-Saison (17 Tore, 13 Vorlagen). Gebraucht werden könnte Nkunkus Torgefahr schon am Mittwochabend erneut: Dann spielt Leipzig im DFB-Pokal-Halbfinale zuhause gegen Union Berlin (20.45 Uhr, TV: ARD).

cev
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