Fußball-Bundesliga Ribéry und Toni schießen Bayern zu Zittersieg

Schwacher Start in die Rückrunde: Die Bayern haben mit viel Mühe Rostock besiegt. Nur auf die beiden Superstars Toni und Ribéry war Verlass - zeitweise kränkelte das Spiel des Rekordmeisters bedenklich.


Hamburg - Die Bayern siegten bei Hansa Rostock 2:1 (2:0) und feierten am 18. Spieltag den elften Saisonsieg. Die Tore für das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld erzielten Franck Ribéry (11.) und Luca Toni (43.), der Rostocker Treffer gelang Stürmer Enrico Kern in der 52. Minute. Durch den Erfolg haben die Münchner nun 39 Punkte auf dem Konto und bleiben sicher an der Tabellenspitze. "Ich bin sehr zufrieden, dass wir drei Punkte geholt haben. Wir hätten es uns sicherlich leichter machen können. Nur mit der kämpferischen Einstellung bin ich zufrieden", sagte Hitzfeld.

Vor etwa 29.000 Zuschauern in Rostock war seine Mannschaft schon früh in Führung gegangen: Nach einem Pass von Miroslav Klose drang Zé Roberto zur Grundlinie vor und spielte in die Mitte, wo Ribéry aus kurzer Distanz keine Mühe hatte, den Ball ins Netz zu befördern.

Kurz darauf hätte Klose den nächsten Treffer erzielen können, doch der Nationalspieler versuchte einen Querpass auf Sturmpartner Toni, anstatt frei vor Hansa-Keeper Stefan Wächter selbst zu schießen (14.). Nur drei Minuten später tauchte Klose erneut allein vor dem Rostocker Tor auf, zielte aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auch in der Folge waren die Bayern, bei denen Willy Sagnol sein Comeback in der Startelf feierte, die bessere Mannschaft, ohne sich jedoch große Chancen zu erspielen. Die beste Möglichkeit vergab Toni, dessen Schuss aus 20 Metern von Wächter pariert wurde (29.). Kurz vor der Pause machte es der Italiener dann besser und erzielte mit einem Flachschuss aus zwölf Metern das 2:0. Es war bereits das zehnte Saisontor für den 30-Jährigen.

Nach der Halbzeit kehrte Ribéry nicht auf den Platz zurück, der Franzose wurde wegen Oberschenkelproblemen geschont. Für ihn kam Hamit Altintop in die Partie. Ohne ihren Mittelfeldstar verloren die Münchner an Schwung - und wurden mit dem Gegentreffer durch Kern bestraft.

Dem sechsten Saisontor des Stürmers war eine kuriose Szene vorangegangen: den ersten Schuss Kerns konnte Oliver Kahn noch parieren, den Nachschuss setzte Christian Rahn aus spitzem Winkel an die Latte, ehe Kern den Abpraller ins leere Tor schob.

Durch den Anschluss kamen die Gastgeber besser in die Partie und brachten die Bayern mehrmals in Verlegenheit. "Der Anschlusstreffer war Doping für Rostock", sagte Hitzfeld. In der 59. Minute konnte Zé Roberto Hansa-Mittelfeldspieler Fin Bartels erst in letzter Sekunde am Abschluss hindern.

In der Folge war es eine ausgeglichene Partie. Die Bayern waren in der Offensive kaum noch gefährlich, die Rostocker mühten sich zwar, konnten den Rekordmeister aber nicht wirklich in Verlegenheit bringen. "Es war uns klar, dass es ein Kampfspiel werden würde, das hat sich auch in der zweiten Halbzeit gezeigt. Aber wir haben uns erfolgreich gewehrt. Es ist jedoch immer wichtig, das erste Spiel nach der Winterpause zu gewinnen", sagte Bayern-Keeper Kahn.

Hansa hätte einen Punkt gut gebrauchen können: Sollten Nürnberg in Karlsruhe oder Cottbus gegen Leverkusen morgen gewinnen (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), würde Hansa mit 17 Punkten wieder auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Dennoch war Trainer Frank Pagelsdorf nicht unzufrieden: "In der ersten Halbzeit waren wir in der Defensive sehr unkonzentriert und haben die Bayern durch das Gegentor wachgerüttelt. Doch wie meine Mannschaft nach dem 0:2 aufgetreten ist, darauf lässt sich aufbauen. Nach dem Anschlusstreffer war alles möglich."

hut/sid/dpa



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