Fußball-Bundesliga Schalke gewinnt und macht dem BVB Druck

Jetzt steht Dortmund unter Druck: Im Kampf um Platz zwei hat der FC Schalke einen Sieg gegen Frankfurt gefeiert und zog mit dem BVB nach Punkten gleich. Dabei taten sich die Schalker lange schwer und vergaben sogar einen Foulelfmeter.

AFP

Hamburg - Drei Punkte lag der FC Schalke vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt hinter Borussia Dortmund. Einen größeren Anreiz, als den Erzrivalen in der Tabelle zu überholen, kann es für S04 kaum geben. Sollte man meinen. Doch Schalke zeigte gegen Frankfurt lange ein schwaches Spiel. Dank der Treffer von Max Meyer (59. Minute) und Jefferson Farfán (90.+1) gewann S04 dennoch 2:0 (0:0) und hat nun wie der BVB 58 Punkte.

Der zuletzt angeschlagene Top-Stürmer der Schalker, Klaas-Jan Huntelaar, hatte die beste Chance der ersten Halbzeit, doch Eintracht-Torhüter Kevin Trapp faustete den Kopfball aus kurzer Distanz über die Latte (36. Minute). Die Mannschaft von Trainer Jens Keller war in der ersten Halbzeit harmlos.

Frankfurt zog sich dennoch weit zurück und wartete auf Konterchancen. Doch außer einigen Eckbällen und einem Heber von Stefan Aigner weit über das Tor (21.) sprang für das Team von Armin Veh nichts heraus.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Schalker mehr Druck, Julian Draxler verfehlte zunächst knapp (51.), dann rutschte er frei vor dem Tor beim Schuss aus und verzog (54.).

Trapp pariert gegen Huntelaar, Meyer trifft

Ähnlich erging es Sead Kolasinac, der beim Abschluss aus 30 Metern seinen Stand verlor, dennoch kam sein Schuss gefährlich aufs Tor. Vom Pfosten prallte er zu Huntelaar, dessen Direktabnahme konnte Trapp stark parieren. Doch beim erneuten Nachschuss von Meyer war Frankfurts Torhüter machtlos. Nur zwei Minuten später fiel dann das vermeintliche 2:0 durch Draxler, doch Schiedsrichterassistent Martin Petersen wies Christian Dingert auf eine Abseitsstellung hin - der Treffer wurde zu Recht nicht gegeben.

Fast im Gegenzug dann die beste Chance für die Eintracht, aber der bis dahin nicht geforderte Ralf Fährmann hielt gegen Joselu (64.) - ebenso wie zwei Minuten später Trapp gegen Huntelaar. Der Niederländer war nach einem Foul von Carlos Zambrano an Draxler zum Elfmeter angetreten, doch sein Schuss ins linke untere Eck war nicht platziert genug.

Frankfurt kam durch Joselu (Freistoß, 75.) und Lanig (83.) noch zu Chancen, doch Fährmann war zur Stelle. Kurz vor Schluss verhinderte Alexander Madlung gegen den eingewechselten Chinedu Obasi mit einer Rettungstat kurz vor der Linie zunächst das zweite Tor für Schalke. In der Nachspielzeit verwandelte Farfán noch einen Freistoß zum 2:0-Endstand.

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 2:0 (0:0)
1:0 Meyer (59.)
2:0 Farfan (90.+1)
Schalke: Fährmann - Hoogland, Ayhan, Matip, Kolasinac - Kevin-Prince Boateng (82. Felipe Santana), Neustädter - Goretzka, Meyer (72. Obasi), Draxler (86. Farfán) - Huntelaar
Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Madlung, Djakpa (82. Oczipka) - Russ - Lanig, Meier (69. Kadlec) - Barnetta (69. Rosenthal) - Aigner, Joselu
Schiedsrichter: Christian Dingert
Zuschauer: 61.973
Gelbe Karten: Draxler (5)

luk



insgesamt 21 Beiträge
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LapOfGods 11.04.2014
1. Ständig ein Fußball-Drama bei SPON
Punktgleich ist kein Druck, Druck erzeugt man nur, wenn man vor dem Gegner steht. Einen Vorsprug hat man ja nicht zum Angeben, sondern damit man im Einzelfall mal keinen besonderen Druck hat. Das ist hier der Fall. Natürlich muss ja eh jede Mannschaft jedes Wochenende gewinnen. Aber was gibt es Druckfreieres als unter dem Wissen zu spielen, dass man selbst mit einem 0:14 vorne bleibt?
mcbarby 12.04.2014
2. Druck?
Schon eine seltsame Sichtweise von SPON. CL ist aufgrund der Punktzahl sicher und man könnte sich gegen die Bayern sogar einen totalen Fehltritt leisten und wäre immer noch auf Platz 2 bei einem Plus von 14 Toren gegenüber S04. Worin besteht da der Druck?
elcamel666 12.04.2014
3. Falsche Sicht der Dinge
Druck machen dem BVB höchstens die Mannschaften auf den Plätzen 4 - 6. Denn deren Ergebnisse sind für die Sicherung des direkten CL-Platzes wesentlich ausschlaggebender, als die des S04. Theoretisch heute ein Sieg in München bei gleichzeitiger Niederlage der Verfolger und das Ding ist durch. Das Einzige was für den BVB ärgerlich sein könnte an einem Platztausch mit Schalke ist verlorenes Prestige und Fersehgelder in der nächsten Saison. Über beides wird man bei einer gesicherten CL-Teilnahme hinwegsehen können. Also bitte keine Meldungen konstruieren, bloß weil die BuLi inzwischen zur 3-Klassen Gesellschaft verkommen ist.
Mr.Perfekt 12.04.2014
4. C-Mannschaft
Mal sehen ob die Bayern den Dortmundern den Gefallen tun, und so wie letzte Woche gegen Augsburg mit dem zweiten / dritten Anzug spielen?
roppel 12.04.2014
5. Saisonziel
Nachdem man beim BVB richtigerweise erkannt hat das man mit dem Meistertitel nicht das geringste zu tun haben wird, hat man den 2. Platz als neues Saisonziel ausgegeben. Ausgerechnet hinter Schalke zu landen wäre sicher nicht im Sinne der Dortmunder. Daher kann man durchaus von einem gewissen Druck sprechen.
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