Fußball-Bundesliga TV-Rechte gehen offenbar erneut an Sky und DAZN

Livespiele sollen weiter bei Sky und DAZN laufen. Allerdings wäre die Verteilung ein Rückschlag für den Pay-TV-Sender. Amazon habe sich zudem überraschend zurückgehalten. "Sportschau" und "Sportstudio" zeigen weiter Höhepunkte.
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Robert Michael/ dpa

Die Livespiele der Fußball-Bundesliga werden offenbar auch weiterhin bei Sky und DAZN zu sehen sein. Wie "Bild am Sonntag" und der "Kicker" übereinstimmend berichten, soll sich Pay-TV-Sender Sky bei der Auktion der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Spielzeiten von 2021/2022 bis 2024/2025 die Rechte an den Spielen am Samstagnachmittag sowie den Wochenspieltagen, der Relegation zur Bundesliga und den Konferenzen gesichert haben. Die Rechte an den 106 Freitags- und Sonntagsspielen gingen demnach an die Streamingplattform DAZN.

"Sportschau" und "Aktuelles Sportstudio" zeigen Zusammenfassungen der Fußball-Bundesliga. ARD und ZDF haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die entsprechenden TV-Rechte bei der Auktion der Deutschen Fußball Liga gesichert.

Die Spiele der zweiten Liga sollen laut "Kicker"-Informationen fast komplett bei Sky laufen, die neu eingeführten Partien am Samstagabend (20.30 Uhr) parallel im Free-TV bei Sport1. Amazon habe sich den Berichten zufolge hingegen bei den Live-Paketen überraschend zurückgehalten. Auch andere Schwergewichte wie Netflix, Facebook, YouTube, Apple oder Disney hatten sich offenbar - anders als von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erhofft - nicht entscheidend in den Bieterwettstreit eingemischt.

Für Sky wäre diese Regelung ein Erfolg mit einem Beigeschmack. Nachdem der Pay-TV-Sender schon bei den Champions-League-Rechten ab 2021 das Nachsehen gegenüber DAZN und Amazon Prime hatte, muss er auch bei der Bundesliga immer mehr vom Kuchen abgeben. Bislang überträgt DAZN, das sich als Gewinner der Auktion sehen dürfte, 40 Livespiele pro Saison, nun sind es mehr als doppelt so viele.

Am Montag will Seifert die Ergebnisse der Auktion auf der Mitgliederversammlung präsentieren. Die vorherige Auktion für die Spielzeiten 2017/18 bis 2020/21 hatte insgesamt 4,64 Milliarden Euro eingebracht. Die Klubs kamen dabei durchschnittlich auf knapp 1,2 Milliarden Euro pro Saison (4,64 Milliarden insgesamt) für die Rechte im deutschsprachigen Raum. Infolge der Coronakrise wurde jedoch über einen Einnahmerückgang spekuliert. Die DFL will sich vor der Bekanntgabe der Zahlen nicht offiziell äußern.

sak/sid
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