Fußball-Bundesliga Stuttgart versaut "Wölfen" das Stadionfest


Wolfsburg – Der VfB Stuttgart hat dem VfL Wolfsburg die Heimpremiere im neuen Stadion verdorben. Als erster Gast in der zwei Tage zuvor eröffneten Arena schlugen die Schwaben das Team von VfL-Trainer Wolfgang Wolf 2:1 (1:0) und feierten ihren dritten Auswärtssieg. Tore von Thomas Schneider (35.) und Fernando Meira (55.) sicherten dem Ex-Meister für die Winterpause in der Fußball-Bundesliga Position fünf und damit einen Platz in den Europacup-Rängen, bevor Wolfsburg durch Tomislav Marics drittes Saisontor (76., Foulelfmeter) wenigstens noch zum Ehrentreffer kam.

Zwei Tore aus drei Chancen


"Der VfL muss nicht ganz so traurig sein, die haben ja ein neues Stadion", sagte der Stuttgarter Trainer Felix Magath nach der Partie. Wolfsburgs Mittelfeld-Chef Stefan Effenberg war trotz der ersten Niederlage nach vier Heimsiegen beeindruckt von der tollen Fußball-Athmosphäre: "Es hat alles gestimmt, leider Gottes nicht das Ergebnis. Die Stuttgarter haben aus drei Chancen zwei Tore geschossen."

Trotz spielerischer Überlegenheit mussten die "Wölfe" vor der Vereinsrekordkulisse von 24.147 Zuschauern die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen. Die in ihrem bisherigen Stadion zuletzt viermal siegreich gewesenen Gastgeber, die an der Spitze der unteren Tabellenhälfte überwintern, erspielten sich zwar mehr Torchancen, kamen aber nicht zum erfolgreichen Abschluss.

Allein Robson Ponte vergab im ersten Durchgang drei gute Möglichkeiten. Zweimal fand der Angreifer in VfB-Keeper Timo Hildebrand seinen Meister (23. und 31.), einmal ging sein Schuss um Haaresbreite am Stuttgarter Gehäuse vorbei (39.). Nicht besser zielten auch Martin Petrow (27.) und Miroslav Karhan (42.). Stattdessen nutzte Schneider die einzige Chance der Gäste in der ersten Hälfte eiskalt aus: Nach einer Ecke stand der Abwehrspieler im Wolfsburger Strafraum völlig frei und köpfte zum 1:0 für seine Mannschaft, die nach ihrem vorherigen Höhenflug drei zuletzt zweimal als Verlierer vom Platz gegangen waren, ein.

Entscheidung durch Meira


Für die Entscheidung sorgte Meira zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Im Doppelpass mit Kevin Kuranyi düpierte der Portugiese die Wolfsburger Abwehr und schoss unhaltbar für Torwart Claus Reitmaier zum 2:0 ein. Die Angriffsbemühungen der Platzherren blieben auch in der Folgezeit erfolglos. Erst Marics Elfmeter-Treffer nach einem Foul von Marcelo Bordon an Spielmacher Stefan Effenberg gab für die letzte Viertelstunde das Signal zur Wolfsburger Aufholjagd, doch konnten die Niedersachsen das Remis nicht mehr erreichen.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 1:2 (0:1)
0:1 Schneider (35.)
0:2 Meira (55.)
1:2 Maric (76., Foulelfmeter)
Wolfsburg: Reitmaier - Rytter (73. Präger), Madsen, Schnoor (73. Weiser), Rau (56. Munteanu) - Karhan, Akonnor - Effenberg - Ponte, Maric, Petrow
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Meira, Bordon, Gerber - Amanatidis (46. Balakow), Hleb (62. Tiffert), Schneider, Meißner (17. Rundio) - Kuranyi, Seitz
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Kaiserslautern)
Zuschauer: 24.147
Gelbe Karten: Schnoor (5), Ponte (4), Munteanu - Bordon (5), Gerber (5), Rundio



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