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Schalke vs. Dortmund: Randale auf Schalke

Foto: Bernd Thissen/ dpa

Fan-Randale gegen Schalke BVB-Boss Watzke verbietet Ultra-Choreografie

Am Abend empfängt Borussia Dortmund den VfB Stuttgart, doch auf den Stadionrängen wird es weniger spektakulär zugehen als sonst: Der BVB hat seinen Ultras als Konsequenz der Derby-Randale eine Choreografie untersagt. Weitere Strafen werden folgen.

Hamburg - Ihrem Ärger über die Pyrotechnik-Randale durch BVB-Fans während des Revierderbys gegen Schalke hatten die Dortmund-Bosse schon kurz nach dem Schlusspfiff Luft gemacht. Nun hat Hans-Joachim Watzke Konsequenzen angekündigt. "Es wird für die gesamte Ultra-Bewegung massive Einschnitte geben", sagte der Geschäftsführer des Clubs am Donnerstagabend auf einer Podiumsdiskussion in Frankfurt am Main.

Bei einem Treffen mit den Spitzen der Ultras am Mittwochabend habe er verschiedene Szenarien einer Bestrafung aufgezeigt, so Watzke. Bis zum kommenden Dienstag habe er den Ultras Zeit gegeben, sich für eine Variante zu entscheiden. Sollten sie dies nicht tun, werde der Verein bis zum Ende der kommenden Woche eine Strafe festlegen.

Als Sofortmaßnahme wurde den Ultras eine Choreografie am Freitagabend im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart untersagt (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). "Das habe ich verboten", erklärte Watzke. Die Null-Toleranz-Politik in Sachen Pyrotechnik könne der Verein nicht aufgeben.

Verständnis für die Vorkommnisse am vergangenen Samstag in Gelsenkirchen, als Dortmunder Chaoten vor dem Anpfiff der Partie (1:3) Leuchtraketen in die Zuschauerränge und auf den Platz gefeuert und später für eine Spielunterbrechung gesorgt hatten, hat Watzke aber vor allem aus einem Grund nicht. "Was mich am meisten ankotzt ist, dass wir 32 Spieltage gar nichts haben, unsere Fans beim Derby dann aber komplett durchdrehen."

luk/dpa