Wegen Krise im eigenen Land Chilenische Nationalmannschaft tritt nicht in Peru an

Das Land erlebt die schwersten Unruhen seit Jahrzehnten, nun sagte die Fußballnationalmannschaft ein Testspiel ab. "Aus Respekt vor dem, was im Land passiert", sagte Bayer-Profi Charles Aránguiz.

Charles Aránguiz (l.) im Viertelfinale der Copa América gegen Kolumbien
Nelson Antoine/AP

Charles Aránguiz (l.) im Viertelfinale der Copa América gegen Kolumbien


Angesichts der Krise in ihrem Heimatland reisen Chiles Fußballnationalspieler nicht zu dem für kommenden Dienstag geplanten Testspiel nach Peru. Das teilte der chilenische Verband ANFP mit.

Einer entsprechenden Entscheidung der Spieler hätten sich am Morgen auch das Trainer- und Betreuerteam angeschlossen. Nationaltrainer Reinaldo Rueda erlaubte den Spielern bereits die Rückkehr zu ihren Vereinen.

"Es ist eine schwierige Atmosphäre. Nach meiner Meinung sollten wir aus Respekt vor dem, was im Land passiert, nicht spielen", hatte Charles Aránguiz vom Bundesligisten Bayer Leverkusen am Dienstag gesagt.

Chile erlebt seit Wochen die schwerste soziale Krise seit Jahrzehnten mit teilweise gewalttätigen Ausschreitungen. Am Dienstag war es im Land erneut zu Massendemonstrationen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern gekommen. Die Demonstranten fordern tiefgreifende Reformen gegen die soziale Ungerechtigkeit.

"Ich unterstütze die Menschen. Sie stehen auf und verlangen Gerechtigkeit. Deshalb muss man sie unterstützen", sagte Arturo Vidal. Zuletzt war das Finale der Copa Libertadores von Santiago de Chile nach Lima verlegt worden.

sak/sid



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