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20. Juni 2016, 10:43 Uhr

Schweizer Nationalteam

Puma prüft Trikot-Material

Sechs Schweizer Spieler mussten in der Partie gegen Frankreich ihr Trikot wechseln - vier davon zerrissen deutlich. Jetzt prüft der Hersteller Puma das Material.

Nachdem im Gruppenspiel gegen EM-Gastgeber Frankreich reihenweise Schweizer Trikots den Reißtest nicht bestanden haben, überprüft der fränkische Ausrüster Puma nun das Material.

"Unsere Produktexperten untersuchen derzeit das Trikotmaterial. Sobald wir die Ursache wissen, werden wir darüber informieren", sagte eine Puma-Sprecherin am Montag. Sie betonte außerdem, dass in den zehn EM-Spielen der fünf von Puma ausgerüsteten Teams zuvor "dieses Problem" nicht aufgetreten sei.

Gleich sechs Spieler mussten in der Partie ihr Shirt wechseln, der Gladbacher Granit Xhaka sogar zweimal.

Über den Sportartikelhersteller hatte sich am Sonntagabend via Twitter unter dem Hashtag #trikotgate Häme und Spott ergossen. Allerdings hatte auch der Spielball vom offiziellen UEFA-Ausrüster Adidas keine 90 Minuten durchgehalten: Bei einem Zweikampf ging dem Spielgerät die Luft aus.

Der Schweizer Torhüter Yann Sommer hatte die zerfetzten Trikots als Zeichen eines intensiven und kampfbetonten Spiels gewertet. Gleichwohl räumte Sommer ein, dass es vielleicht ein bisschen viele kaputte Shirts gab. Puma lobte er dennoch als "großartig".

Das Problem war für die Schweizer nicht neu: Bereits beim EM-Test gegen Moldau (2:1) riss das Dress von Embolo an mehreren Stellen, das von Mehmedi hatte ein Loch. Die wahrscheinliche Ursache: Die Spielertrikots sind deutlich enger als die "normalen" Fan-Hemden. Zudem bestehen sie aus speziellem Material, das die Energiezufuhr unterstützen soll.

fbö/dpa/sid

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