Schweizer Nationalteam Puma prüft Trikot-Material

Sechs Schweizer Spieler mussten in der Partie gegen Frankreich ihr Trikot wechseln - vier davon zerrissen deutlich. Jetzt prüft der Hersteller Puma das Material.

Granit Xhaka in zerfetztem Trikot
AFP

Granit Xhaka in zerfetztem Trikot


Nachdem im Gruppenspiel gegen EM-Gastgeber Frankreich reihenweise Schweizer Trikots den Reißtest nicht bestanden haben, überprüft der fränkische Ausrüster Puma nun das Material.

"Unsere Produktexperten untersuchen derzeit das Trikotmaterial. Sobald wir die Ursache wissen, werden wir darüber informieren", sagte eine Puma-Sprecherin am Montag. Sie betonte außerdem, dass in den zehn EM-Spielen der fünf von Puma ausgerüsteten Teams zuvor "dieses Problem" nicht aufgetreten sei.

Gleich sechs Spieler mussten in der Partie ihr Shirt wechseln, der Gladbacher Granit Xhaka sogar zweimal.

Über den Sportartikelhersteller hatte sich am Sonntagabend via Twitter unter dem Hashtag #trikotgate Häme und Spott ergossen. Allerdings hatte auch der Spielball vom offiziellen UEFA-Ausrüster Adidas keine 90 Minuten durchgehalten: Bei einem Zweikampf ging dem Spielgerät die Luft aus.

Der Schweizer Torhüter Yann Sommer hatte die zerfetzten Trikots als Zeichen eines intensiven und kampfbetonten Spiels gewertet. Gleichwohl räumte Sommer ein, dass es vielleicht ein bisschen viele kaputte Shirts gab. Puma lobte er dennoch als "großartig".

Das Problem war für die Schweizer nicht neu: Bereits beim EM-Test gegen Moldau (2:1) riss das Dress von Embolo an mehreren Stellen, das von Mehmedi hatte ein Loch. Die wahrscheinliche Ursache: Die Spielertrikots sind deutlich enger als die "normalen" Fan-Hemden. Zudem bestehen sie aus speziellem Material, das die Energiezufuhr unterstützen soll.

fbö/dpa/sid

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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
Graphite 20.06.2016
1. lächerlich!
es sollte eher geprüft werden warum so dermaßen an den Trikots gezogen wurde und keiner dafür Gelb bekommen hat!
darkblu2006 20.06.2016
2. Mmmhhh
Also ich fände es viel besser , wenn die Spieler mal ihre Griffel weg lassen würden, vom Trikot des Gegners ! Außerdem kann der Schiri sehr gut sehen wenn jemand gezogen wurde ..
Leser161 20.06.2016
3. Gar nicht schlecht
Find ich gar nicht schlecht. Trikotreissen ist eine Unsportlichkeit die viel zu selten geahndet wird. Mit der neuen Fabric-Fracture-Technology ist es jetzt möglich das direkt nachzuweisen und zu pfeifen.
bauklotzstauner 20.06.2016
4.
Man könnte es ja als Feature verkaufen: Trikotziehen ist ja verboten - und ein zerrissenes Shirt ist ein sichtbares Anzeichen dafür...
Johannes60 20.06.2016
5.
Das Ziehen am Trikot ist eine Unart. Vielleicht wäre es am besten, die Trikots würden noch leichter reißen. Dann könnte man keinen Spieler mehr durch Trikotziehen behindern und der Trikotzieher würde sofort entlarvt. Mich wundert ohnehin, dass der Schiedsrichter das Zerreißen der Trikots nicht als klares Zeichen eines regelwidrigen Ziehens am Trikot erkannt und entsprechend reagiert hat.
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