Fußball-EM "Ruud rettet die Tulpen"


NIEDERLANDE

De Telegraaf:

"Ruud rettet Oranje. Advocaat: Oranje fehlt es an Klasse."

Algemeen Dagblad: "Was für eine Erleichterung. Ruud van Nistelrooy schießt in der Schlussphase Oranje noch zum 1:1 gegen die Deutschen. Der rettende Engel. Oranje kann mit seinem lahmen Mittelfeld nicht schnell genug umschalten. Erst nach der Pause korrigierte Bondscoach Advocaat die verfahrene Situation, indem er Wesley Sneijder brachte."

De Volkskrant: "Ruud van Nistelrooy hat Recht bekommen. Durch eine Verzweiflungstat gerade noch der Blamage entkommen."


TSCHECHIEN

Mlada fronta Dnes: "Akrobat van Nistelrooy rettet mit halsbrecherischem Torschuss die ratlosen Niederländer."

Lidove noviny: "Nach Frings' kalter Dusche rettet Ruud die Tulpen."


FRANKREICH

L'Équipe: "Deutschland und die Niederlande haben sich gegenseitig neutralisiert und gehen wie gute Freunde auseinander. Das Ergebnis missfällt keinem. Bei den Deutschen lief alles über Hamann, bei den enttäuschenden Niederländern verhindert van Nistelrooy das Schlimmste."

Le Parisien: "Das Match der Giganten war äußerst mittelmäßig, trotz des wunderbaren Ausgleichstores von van Nistelrooy. Schwerlich kann man in den beiden Teams ernsthafte Außenseiter im Kampf um den Titel sehen."

France-Soir: "Angesichts von zwei Ländern, die sich gegenseitig nicht ausstehen können, hatte man ein gepfeffertes Spiel erwarten können. Zu sehen waren dann zwei kompakte Blöcke, die sich beobachtet haben."


ENGLAND

Sun: "Ruud der Retter nach Kriegssturm. Ruud van Nistelrooy erwähnte den Krieg und kam heil davon. Er hatte für Entrüstung gesorgt, als er sagte, dass die Holländer an die Invasion der Deutschen im Zweiten Weltkrieg denken würden. An diesem Abend ließ er aber mit einem seiner klassischen Wilderertore seine Füße sprechen."

Daily Express: "Ruuder Schock für die Deutschen."

Times: "Knüller-Spiel verläuft ohne Zwischenfälle, als sich die bitteren Rivalen als beste Feinde trennen."


SCHWEIZ

Basler Zeitung: "Die gestrige Vorstellung von Holland 2004 lässt doch Zweifel daran aufkommen, ob diese Mannschaft mit der Titelvergabe etwas zu tun haben wird. Und die Deutschen, denen - wie bei den letzten Turnieren üblich geworden - wenig Kredit eingeräumt worden war, sind eben doch wieder zum richtigen Zeitpunkt bereit."

Tages-Anzeiger: "Die Deutschen doch wieder deutsch, die Holländer in Porto zuletzt holländisch ungestüm - die Fortsetzung in dieser Gruppe bleibt hoch spannend."

Neue Zürcher Zeitung: "Der beißende Spott, mit dem die deutschen Medien den WM-Zweiten großmehrheitlich auf der Reise an die Algarve eingedeckt hatten, ist an der DFB-Auswahl ohne große Schäden abgeblättert. Sie trat unberührt von dieser Geringschätzung zu dem als Showdown in dieser stark besetzten Gruppe angekündigten Rivalenderby gegen die Holländer an und spielte von allem Anfang an ihre Stärken aus: gut organisiert, ausgeglichen besetzt, diszipliniert im Zweikampfverhalten und jederzeit - auf dieser Basis - sehr wirkungsvoll ausgerichtet."



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