Betrug im Uefa-Pokal Norweger Hagen gibt Schiedsrichter-Bestechung zu

Das Uefa-Pokal-Spiel zwischen Zenit St. Petersburg und Vitoria Guimaraes im Oktober 2005 war offenbar verschoben. Der ehemalige Zenit-Profi Erik Hagen hat zugegeben, den Schiedsrichter bestochen zu haben. Dieser weist die Vorwürfe jedoch zurück.
Fußballer Hagen (2005): Betrug im Uefa-Pokal

Fußballer Hagen (2005): Betrug im Uefa-Pokal

Foto: Epsilon/ Getty Images

Hamburg - Der norwegische Fußballprofi Erik Hagen hat zugegeben, einen Schiedsrichter während seiner Zeit bei Zenit St. Petersburg gemeinsam mit Mitspielern bestochen zu haben. Der Innenverteidiger spielte von 2005 bis 2008 beim diesjährigen Champions-League-Achtelfinalisten.

Der russischen Agentur "Itar-Tass" sagte Hagen, es habe sich um die Uefa-Pokal-Partie gegen Vitoria Guimaraes am 20. Oktober 2005 gehandelt. Wie seine Teamkameraden habe er dem Unparteiischen 3000 Dollar gezahlt, damit er zugunsten des russischen Clubs pfeife, erzählte der 38-Jährige der Zeitung "Verdens Gang". Für den anschließenden 2:1-Sieg St. Petersburgs habe jeder Spieler 12.000 Dollar Prämie bekommen.

Der damalige Schiedsrichter Dejan Delevic aus dem ehemaligen Serbien-Montenegro weist die Bestechung laut "Verdens Gang" zurück. Einer müsse nun mal als erster auspacken, sagte Hagen der Zeitung. Mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa) habe Hagen noch nicht gesprochen. "Ich sage ihnen genau das gleiche, wenn sie mich anrufen", sagte Hagen.

asi/dpa/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.