Fifa lehnte Einspruch ab FC Chelsea zieht gegen Transfersperre vor Gericht

Der FC Chelsea wehrt sich weiter gegen die vom Fußballweltverband verhängte Transfersperre. Der Fall soll vor den internationalen Sportgerichtshof.

Chelsea-Star Eden Hazard könnte den Klub im Sommer verlassen
Richard Heathcote / Getty Images

Chelsea-Star Eden Hazard könnte den Klub im Sommer verlassen


Der Rechtsstreit über die gegen den FC Chelsea verhängte einjährige Transfersperre geht in die nächste Runde: Der Londoner Verein gab bekannt, die Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof anfechten zu wollen. Kurz zuvor hatte die Fifa, die die Strafe verhängt hatte, einen Einspruch des Klubs aus der englischen Premier League abgelehnt.

Die Blues waren durch die Fifa am 22. Februar mit der Sperre belegt worden, weil sie in 29 Fällen bei internationalen Transfers und Anmeldungen von minderjährigen Spielern gegen Regeln verstoßen haben sollen. Zudem wurde gegen den sechsmaligen Meister eine Geldstrafe in Höhe von 600.000 Schweizer Franken (rund 530.000 Euro) verhängt. Wie Chelsea minderjährigen Spielern verbotene finanzielle Angebote macht, lesen Sie hier.

"Der FC Chelsea ist sehr enttäuscht, dass die Transfersperre von zwei aufeinanderfolgenden Perioden nicht aufgehoben wurde", heißt es in einem Statement des Vereins: "Der FC Chelsea widerspricht den Feststellungen der Fifa-Berufungskommission kategorisch. Der Klub hat in Übereinstimmung mit den einschlägigen Vorschriften gehandelt und wird die Entscheidung beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) anfechten."

Fifa machte Zugeständnisse an Chelsea

Die Fifa hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass sie den Einspruch der Londoner gegen die Transfersperre ablehnt. Der Weltfußballverband machte dennoch Zugeständnisse: Verpflichtungen von Spielern unter 16 Jahren, die zudem keine internationalen Transfers darstellen, sollten von der Sperre ausgenommen sein. Das reichte dem FC Chelsea jedoch nicht.

Bleibt die Transfersperre bestehen, könnte Chelsea im Falle eines Abgangs des angeblich von Real Madrid umworbenen Superstars Eden Hazard im Sommer keinen unmittelbaren Ersatz verpflichten. Abgemacht ist dagegen bereits der Transfer von Borussia Dortmunds Christian Pulisic zu den Blues. Chelsea hatte den 20-Jährigen Anfang Januar, und damit vor Beginn der Sperre, für 64 Millionen Euro fest verpflichtet, bis zum Saisonende aber an seinen jetzigen Verein Borussia Dortmund verliehen.

ptz/sid



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