Abstandsmarkierung Fifa will Freistoß-Spray bei WM einsetzen

TV-Zuschauer wundern sich, Matthias Sammer spricht von Zeitverschwendung. Die Fifa schwärmt dennoch von dem Spray, mit dem die Schiedsrichter bei der Club-WM in Marokko den Abstand der Freistoßmauer markieren.

Schiedsrichter Ricci bei der Club-WM: Fifa schwört auf das Spray
AP/dpa

Schiedsrichter Ricci bei der Club-WM: Fifa schwört auf das Spray


Hamburg - Das umstrittene Freistoß-Spray für Schiedsrichter wird auch bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) zum Einsatz kommen. Das bestätigte Joseph Blatter, Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa, am Rande der Club-WM in Marokko.

Dort sei das Spray laut Blatter zur vollen Zufriedenheit sowohl der Spieler als auch der Zuschauer eingesetzt worden. Nach dem Spiel des FC Bayern im Halbfinale des Turniers gegen Guangzhou Evergrande (3:0) hatte es von Seiten der Münchner allerdings kritische Stimmen gegeben: "Wir wollten schnell spielen. Und stattdessen malt der Schiedsrichter da auf dem Boden herum", sagte etwa Torhüter Manuel Neuer. Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer sprach gar von Zeitverschwendung.

Doch am Donnerstag sagte Blatter, ein Vertreter des FC Bayern habe sich ihm gegenüber positiv darüber geäußert, dass nun "endlich" der Abstand von 9,15 Metern eingehalten werde. In der Bundesliga seien es mitunter nur "fünf, sechs Meter".

Die Referees setzen das weiße Spray bei Freistößen ein, um sicherzustellen, dass der vorgeschriebene Abstand zwischen Schütze und Gegenspielern eingehalten wird. Nach rund 60 Sekunden ist es auf dem Rasen nicht mehr zu sehen. Das Spray wird bereits seit Jahren bei unterschiedlichen Turnieren und in verschiedenen Ligen weltweit getestet.

luk/sid



© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.