Fußball in China Kein Händeschütteln - vier Spiele Strafe

Die chinesische Liga boomt nicht nur, dort werden auch besondere Umgangsformen gepflegt - zum Beispiel gemeinsames Händeschütteln mit den Schiedsrichtern nach Schlusspfiff. Zuwiderhandeln wird hart bestraft.

Zheng Zhi
imago/ VCG

Zheng Zhi


Der Kapitän der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft Zheng Zhi ist für ein vermeintlich kleines "Vergehen" drakonisch bestraft worden. Der nationale Verband CFA sperrte den 36-Jährigen für vier Ligaspiele, weil er es nach einer Begegnung versäumt hatte, seine Mitspieler beim Meister Guangzhou Evergrande zum Händeschütteln mit den Schiedsrichtern zu versammeln.

Zudem muss Zheng umgerechnet rund 5.200 Euro Strafe bezahlen. Von seinem Verein wurde er zusätzlich mit eine Geldstrafe von knapp 13.000 Euro belegt.

Zuletzt hatte der chinesische Verband hart durchgegriffen. Der portugiesische Trainer André Villas-Boas, der brasilianische Stürmer Hulk und sein chinesischer Mitspieler Wu Lei waren für zwei Spiele gesperrt worden, weil sie sich via Instagram (Villas-Boas) beziehungsweise auf Shirts (Hulk und Wu) kritisch über eine Acht-Spiele-Sperre für Mittelfeldspieler Oscar geäußert hatten.

Oscar hatte einen Ball in Richtung zweier Gegenspieler geschossen und war anschließend an einer Rangelei beteiligt.

mfu/sid



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