Corona-Ausbruch im spanischen Fußball Umstrittenes Nachholspiel soll Mittwoch steigen - La Coruna verweigert Teilnahme

Das Chaos im spanischen Fußball ist noch nicht zu Ende: Trotz 28 Corona-Fällen soll der CF Fuenlabrada seine Chance auf den Erstligaaufstieg wahren dürfen. Gegner La Coruna will da nicht mitspielen.
Plakate am Eingang des Fernando-Torres-Stadions in Fuenlabrada

Plakate am Eingang des Fernando-Torres-Stadions in Fuenlabrada

Foto: Eduardo Parra/ dpa

Das vom Coronavirus verursachte Chaos in Spaniens zweithöchster Liga steuert einem neuen Höhepunkt entgegen. Die Liga hat das am 20. Juli wenige Minuten vor dem Anpfiff abgesagte Match des letzten Spieltags zwischen Ex-Meister Deportivo La Coruna und CF Fuenlabrada kurzfristig für Mittwoch neu angesetzt. Das unabhängig vom Ausgang des Spiels abgestiegene "Depor" hatte aber bereits angekündigt, sein Mitwirken zu verweigern.

Die Begegnung war wegen einer Reihe positiver Corona-Tests bei Fuenlabrada abgesagt worden, die weiteren Partien des Spieltags wurden indes ausgetragen. Obwohl La Coruna danach rechnerisch keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hatte, sprachen die Galicier von Wettbewerbsverzerrung. Eine von Verbandspräsident Luis Rubiales angeregte Aufstockung der Liga auf 24 statt 22 Teams wurde bislang nicht konkret.

Für Fuenlabrada, das in der Folge auf 28 Corona-Fälle kam, ist das Nachholspiel von entscheidender Bedeutung, da der Klub noch Chancen auf die Teilnahme an der Play-off-Runde hat, in welcher der dritte Aufsteiger ermittelt werden soll. Diese konnte aufgrund der unklaren Lage bislang nicht terminiert werden.

Fuenlabrada waren schwere Verstöße gegen das Hygienekonzept vorgeworfen worden, aufgrund derer der Verband das Team aus dem Aufstiegsrennen nehmen wollte. Dagegen ging der Klub vor Gericht aber erfolgreich vor.

mfu/sid
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