Fußball international Ronaldo glänzt, Arsenal pennt

Erstes Spiel in der Startelf des AC Mailand und gleich zwei Treffer: Für Ronaldo hätte es kaum besser laufen können. Spitzenreiter der Serie A bleibt aber Lokalrivale Inter. In der zweiten italienischen Liga zauberte ein Weltmeister, Jens Lehmanns Club muss nachsitzen.


Hamburg – Der FC Arsenal verpasste heute den direkten Einzug ins Viertelfinale des englischen FA-Cups. Die "Gunners" kamen gegen Bayer Leverkusens Uefa-Cup-Gegner Blackburn nur zu einem 0:0 und müssen nun das Wiederholungsspiel bei den Rovers bestreiten. Arsenal-Coach Arsene Wenger verzichtete wie in nationalen Pokalspielen üblich auf den Einsatz von Jens Lehmann. Der deutsche Nationaltorwart wurde vom Spanier Manuel Almunia vertreten. Arsenal war deutlich überlegen, scheiterte aber mehrfach an Blackburns Schlussmann Brad Friedel.

Milan-Stars Ronaldo (l.) und Kaka: Brasilianische Jubelakrobatik
AP

Milan-Stars Ronaldo (l.) und Kaka: Brasilianische Jubelakrobatik

Auch Manchester United muss nachsitzen. Der Premier-League-Spitzenreiter kam im Old Trafford gegen den FC Reading nur zu einem 1:1. Michael Carrick hatte die Gastgeber mit dem Pausenpfiff in Führung gebracht, Brynja Gunnarsson glich in der 67. Minute aus.

Der FC Chelsea hatte hingegen keine Probleme, das Viertelfinale zu erreichen. Auch ohne den verletzten Michael Ballack gewann der englische Meister mit 4:0 (1:0) gegen den Zweitligisten Norwich City. Shaun Wright-Phillips (39. Minute), Didier Drogba (51.), Andrej Schewtschenko und Michael Essien (beide jeweils 90.) trafen für Chelsea. Der frühere Bundesligaprofi Khalid Boulahrouz (Hamburger SV) musste kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt werden.

Die Generalprobe für die Champions-League-Partie gegen den FC Bayern München hat Real Madrid verpatzt. Im Heimspiel der Primera División kamen die "Königlichen" gegen die abstiegsgefährdeten Gäste nicht über ein 0:0 hinaus. Unterdessen hat beim Erzrivalen aus Barcelona Trainer Frank Rijkaard Abschiedsgedanken dementiert. "Ich habe niemals gesagt, dass ich vor Ende meines Vertrages gehen möchte. Ich bin glücklich in Barcelona. Ich möchte bleiben", sagte der Niederländer. Zuletzt gab es Gerüchte, er werde Ende der Saison bei den Katalanen aufhören.

In Italiens Serie A zauberte Ronaldo. Der dreimalige Weltfußballer erzielte bei seinem ersten Spiel im Trikot des AC Mailand von Beginn an zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor. Im zweiten Pflichtspiel nach seinem Wechsel von Real Madrid (7,5 Millionen Euro Ablöse) traf Ronaldo bei Milans 4:3-Sieg in Siena nach 16 und 81 Minuten. Die Mailänder kamen erst durch ein Eigentor des eingewechselten Abwehrspielers Massimo Ambrosini in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Siegtreffer. Vergangene Woche war Ronaldo im Spiel gegen Livorno (2:1) eingewechselt worden. Der 30 Jahre alte Brasilianer hatte bereits von 1997 bis 2002 in der Serie A gespielt, damals stürmte er für Inter Mailand.

Mit dem elften Saisonerfolg verbesserte sich der AC Mailand auf Platz fünf. Der Rückstand auf Tabellenführer Inter ist jedoch mit 30 Punkten (davon acht Strafzähler wegen der Verwicklung in den Manipulationsskandal) weiterhin sehr groß. Inter (63) baute seinen Vorsprung auf Verfolger AS Rom (49) auf 14 Punkte aus. Der Spitzenreiter gewann am 24. Spieltag durch den Treffer von Nicolas Burdisso (11.) gegen Cagliari und baute damit seine Rekordserie auf 16. Ligasiege in Folge aus. Die Roma verlor 0:1 beim Tabellenvierten Empoli. Nach den Krawallen von Catania durften nur die Dauerkarteninhaber ins Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion. Für Inter-Coach Roberto Mancini war es der 100. Sieg als Trainer in der Serie A.

Zwangsabsteiger Juventus Turin deklassierte Crotone 5:0 und liegt nun als Tabellenerster drei Punkte vor Mantova. Der SSC Neapel kann morgen mit einem Sieg gegen Arezzo zu Juve aufschließen. Ohne die neun Minuspunkte aufgrund der Verwicklung in den Manipulationsskandal wäre Turin der Konkurrenz längst enteilt. Der Tscheche Pavel Nedved (17.) hatte den Torreigen gegen Crotone eröffnet, David Balzaretti (23.) auf 2:0 erhöht. Dann kam die große Zeit des Alessandro Del Piero. Juves Weltmeister traf noch dreimal - in der 44., 65. und 79. Minute.

ach/dpa/sid/AP



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