Lizenz für die zweite Liga Leipzig legt Beschwerde gegen Auflagen ein

Neues Vereinslogo, Umstrukturierung im Vorstand, niedrigere Hürden für neue Mitglieder: RB Leipzig hat die Lizenz für die Zweite Bundesliga erhalten, muss dafür aber Auflagen erfüllen. Gegen diese setzt sich der Club nun zur Wehr.

RB-Trainer Zorniger, Manager Rangnick: Beschwerde gegen Lizenz-Auflagen
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RB-Trainer Zorniger, Manager Rangnick: Beschwerde gegen Lizenz-Auflagen


Hamburg - Der sportliche Aufstieg von Fußball-Drittligist RB Leipzig in die Zweite Bundesliga ist fast gesichert, bei der Lizenzierung sind sich der Club und die Deutsche Fußball Liga (DFL) aber noch uneinig. Gegen Lizenzauflagen und Bedingungen der DFL hat der Verein deshalb fristgerecht Beschwerde eingelegt, wollte sich aber vorerst nicht dazu äußern.

Die DFL hatte den Leipzigern die Lizenz für die Zweite Bundesliga in der Vorwoche nicht verweigert, aber Nachbesserungen verlangt. Nach Informationen des "Kicker" seien das ein neues Vereinslogo, eine von Geldgeber Red Bull unabhängigere Besetzung der Führungsgremien sowie niedrigere Hürden für neue Mitglieder. Der Verein schweigt zu den Details, hatte aber bereits im Januar einige Veränderungen in die Wege geleitet. Trotzdem ist die neue Satzung vom Amtsgericht Leipzig abgelehnt worden und noch nicht wirksam.

Voraussichtlich am 7. Mai erfolgt nun die zweite Entscheidung der DFL, gegen die innerhalb von fünf Tagen erneut Beschwerde eingelegt werden kann. Die endgültige Entscheidung fällt der Lizenzierungsausschuss am 28. Mai.

Zwei Spieltage vor Saisonende liegt RB auf Rang zwei der dritten Liga, ein Sieg im vorletzten Spiel gegen den bereits feststehenden Absteiger 1. FC Saarbrücken am Samstag (13.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) - und der direkte Aufstieg in die zweite Liga wäre perfekt.

asi/dpa

insgesamt 29 Beiträge
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Lankoron 30.04.2014
1. Naja....
das logo ist durch den DFB und gleichartig (bei Salzburg) durch die UEFA genehmigt. Ob und wieweit sich die DFL und der DFB in das interne Gebaren eines Vereins einmischen dürfen, ist sicher zweifelhaft. Ich mag RBL sicher nicht....aber der DFB hätte bei der Gründung und bei den Lizensierungen der letzten jahre einschreiten sollen. Jetzt die DFL vorzuschieben (die an der Lizensierung letztes Jahr für RBL schon beteiligt war), halte ich für sehr fragwürdig.
effesste 30.04.2014
2. Was zum Henker ...
Zitat von sysopGetty ImagesNeues Vereinslogo, Umstrukturierung im Vorstand, niedrigere Hürden für neue Mitglieder: RB Leipzig hat die Lizenz für die zweite Bundesliga erhalten, muss dafür aber Auflagen erfüllen. Gegen diese setzt sich der Club nun zur Wehr. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-leipzig-legt-protest-gegen-dfl-auflagen-fuer-zweite-liga-ein-a-967043.html
... geht die DFL das Aussehen eines Vereinslogos an (solange es nicht gegen geltende Gesetze verstößt)? Ich nehme mal an, es sind zwei rote Bullen darin zu sehen. Na und? Am besten verbietet man auch gleich das Vorkommen der Buchstaben R und B im Namen ("Rasen Ballsport": eine geniale Idee, finde ich). Und mit welchem Recht mischt sich die DFL in die interne Organisationstruktur eines eingetragenen Vereins ein und schreibt vor, wer in welchem "Näheverhältnis" zu wem stehen darf? Nicht, dass ich irgendetwas mit RB Leipzig am Hut hätte, aber ich finde diese Verlogenheit unfassbar. Vielleicht möchte die DFL ja statt Redbull den Verein finanziell stützen. Ach nein, monetäre Gedanken sind der DFL ja völlig fernliegend. Hatte ich vergessen.
ilkoeichelmann 30.04.2014
3. In der Tat
etwas spät, aber vielleicht notwendig, um in der Bundesliga langfristig englische Verhältnisse zu verhindern. Interessant: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/sport_inside/videomitneunmitgliedernindiezweiteliga100_size-L.html?autostart=true#banner
hattrick73 30.04.2014
4. optional
Man lese die vorletzte 11-Freunde-Ausgabe. Ein wichtiger Funktionär der DFL arbeitet jetzt bei Leipzig und ein früherer Leipzig-Mitarbeiter bei der DFL. Sozusagen ein kleiner Tausch. Diese Posten spielen allerdings bei der Lizensierung eine Rolle. Also ist das nicht mit rechten Dingen zugegangen. Und RedBull kämpft jetzt sogar die Auflagen....Unglaublich..das ist der Anfang vom Ende.
osnase92 30.04.2014
5.
Lieber DFB, liebe DFL, RB Leipzig gehört nicht in den deutschen Profifussball! Dieser "Verein" hat dort nichts verloren. Gegen den modernen Fussball! Ps: Es gibt ne Petition gegen die Lizenz für RBL
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