Fußball-Nationalmannschaft Löw nominiert WM-Kader Anfang Mai

Die deutsche Nationalelf hat den Titelgewinn als eindeutiges Ziel für die WM in Südafrika formuliert. Bei der Vorbereitung in Sizilien und Südtirol soll dafür die Grundlage gelegt werden. Seinen Kader wird Bundestrainer Joachim Löw in der ersten Maiwoche bekanntgeben.

Bundestrainer Löw: "Ich gehe, davon aus, dass wir bei dem Turnier eine gute Rolle spielen"
dpa

Bundestrainer Löw: "Ich gehe, davon aus, dass wir bei dem Turnier eine gute Rolle spielen"


Hamburg - Der Deutsche Fußball-Bund hat den Titelgewinn als Ziel für die Weltmeisterschaft in Südafrika ausgegeben. Auf der neuen Website des DFB, die am Donnerstag in Stuttgart vorgestellt wurde, heißt es ausdrücklich: "Nach 1954, 1974 und 1990 will unser Team wieder den WM-Pokal."

Teammanager Oliver Bierhoff ließ bei der Präsentation des neuen Internetportals keinen Zweifel daran, dass der Vize-Europameister beim ersten WM-Championat auf afrikanischem Boden bis ins Finale am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg vordringen will. "Unseren Weg bis zum Finale prägen wir uns eifrig ein", sagte der ehemalige DFB-Kapitän voller Selbstbewusstsein.

So forsch war Bundestrainer Joachim Löw nicht. "Ich gehe, davon aus, dass wir bei dem Turnier eine gute Rolle spielen", sagte der 49-Jährige. Der Bundestrainer betonte aber auch: "Die WM in Südafrika ist nicht mit der WM 2006 in Deutschland zu vergleichen. Wir brauchen ein gewisses Maß an Geduld und Toleranz, wenn etwas mal nicht so klappt, wie wir uns das vorstellen."

Bierhoff und Löw versuchten zudem, die Debatte um die Sicherheit im Gastgeberland Südafrika zu beruhigen. "Ich habe mich bei meinen zahlreichen Besuchen vor Ort nie unsicher gefühlt, man muss halt gewisse Spielregeln einhalten", sagte der Bundestrainer, der ein außergewöhnliches Event erwartet: "Es wird eine emotionale und stimmungsvolle WM, da die Südafrikaner mit einem ungeheuren Selbstbewusstsein und einer großen Freude die WM ausrichten. Das wird ein farbenfrohes Spektakel."

Keine zusätzlichen Sicherheitskräfte

Zuletzt hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß massive Kritik an der Vergabe der WM an Südafrika geäußert und dies mit Sicherheitsbedenken begründet. Diese Bedenken teilt der DFB offiziell nicht. Er verzichtet denn auch bewusst darauf, zusätzliche eigene Sicherheitskräfte für das DFB-Quartier in Velmore bei Pretoria zur WM mitzunehmen. Man werde wie immer lediglich zwei, drei eigene Sicherheitsleute dabeihaben - dies sei auch bei anderen Auswärtsaufenthalten der Nationalmannschaft üblich, so Bierhoff.

Löw und Bierhoff gaben zudem bekannt, dass der Kader für die WM in der ersten Maiwoche nominiert werde. Nach einem Testspiel gegen Malta am 13. Mai geht es in die Vorbereitung nach Sizilien (14. bis 21. Mai) und nach Südtirol (21. Mai bis 2. Juni). Direkt vor der WM wird es dann noch zwei Testspiele gegen Ungarn am 29. Mai und gegen Bosnien-Herzegowina am 3. Juni geben.

aha/dpa/sid



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