Fußball-Nationalmannschaft Löw verlängert bis 2016 - Flick wird Sportdirektor

Joachim Löw hat seinen Vertrag als Bundestrainer vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Torwarttrainer Andreas Köpke machen weiter. Co-Trainer Hans-Dieter Flick hingegen wird die DFB-Elf verlassen und Sportdirektor beim Verband.
Bundestrainer Löw, Assistent Flick: Ihre Wege trennen sich

Bundestrainer Löw, Assistent Flick: Ihre Wege trennen sich

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP

Hamburg - Joachim Löw, Oliver Bierhoff und Andreas Köpke bleiben, Hans-Dieter Flick geht: Das sind die zentralen Personalentscheidungen rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die der Deutsche Fußball-Bund am Freitag in seiner Zentrale in Frankfurt am Main bekanntgab. Wie im Vorfeld bereits erwartet verlängerten Bundestrainer Löw, Manager Bierhoff und Torwartrainer Köpcke ihre Verträge bis zum Sommer 2016. Ihre bisherigen Kontrakte endeten nach der Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli 2014).

Verlassen wird das sportliche Führungsteam der Nationalelf hingegen Löws Co-Trainer Hans-Dieter Flick. Er wird nach der WM Sportdirektor des DFB. Der Posten war verwaist, nachdem Robin Dutt zu Saisonbeginn als Trainer zu Werder Bremen gewechselt war.

"Seit der WM 2006 ist die Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften jeweils unter die besten vier Teams gekommen. Sie steht für eine dynamische, offensive und begeisternde Spielweise. Dies alles sind Verdienste von Joachim Löw und dem gesamten Team der sportlichen Leitung", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Löw sagte: "Die Arbeit mit dem Team und dem Betreuerstab macht mir sehr viel Freude, ich spüre große Motivation, die Mannschaft weiter zu entwickeln. Wir sind noch nicht am Ende unseres Weges, wir haben noch große Ziele, die wir gemeinsam erreichen wollen."

Ob er tatsächlich über das WM-Turnier hinaus Nationalcoach bleibt, ist jedoch damit nicht gesichert. Das hatte der 53-Jährige vor dem abschließenden WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden selbst angedeutet, als er sagte: Sollte Deutschland "bei der WM ohne Punkt und Sieg in der Vorrunde ausscheiden, wird es auf jeden Fall eine Veränderung geben". Allerdings hänge ein erfolgreiches Abschneiden laut Löw "nicht nur vom Ergebnis ab. Sondern auch davon, wie man gespielt hat und wie das Verhältnis zur Mannschaft ist".

Löw ist seit Sommer 2006 Nationaltrainer. Er hatte den Posten nach der WM in Deutschland von Jürgen Klinsmann übernommen, dessen Assistent er zwei Jahre gewesen war. Unter Löw erreichte Deutschland 2008 das EM-Finale, scheiterte jedoch an Spanien (0:1). Zwei Jahre später bei der WM in Südafrika waren wieder die Spanier Endstation, wieder hieß es 0:1, dieses Mal im Halbfinale. Bei der EM 2012 scheiterte Deutschland ebenfalls eine Runde vor dem Endspiel, verlor 1:2 gegen Italien.

Flick ist seit Sommer 2006 Löws Assistent, Köpke wurde bereits 2004 von Klinsmann in den Trainerstab geholt. Seitdem ist auch Bierhoff schon verantwortlich. Er hatte ebenfalls schon angedeutet, dass er sich in naher Zukunft eine andere Aufgabe als die des Nationalmannschaftsmanagers vorstellen könne.

ham
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.