Brasilianischer Fußball-Star Neymar beklagt "Fake News" und bricht in Tränen aus

Emotionale Worte eines Superstars: Neymar hat sich zu Gerüchten um seine Person geäußert. Mit Tränen in den Augen kritisierte der 25-Jährige Journalisten, die immer wieder "Storys über mich in die Welt setzen".

Neymar
AFP

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Brasiliens Fußballstar Neymar hat angebliche Fake News beklagt und die Journalisten aufgefordert, "keine Geschichten über mich mehr zu erfinden". Dies sagte Neymar nach dem 3:1 (3:0)-Länderspielsieg des Rekord-Weltmeisters in Lille gegen Japan.

Der 222-Millionen-Mann von Paris St. Germain bezog sich damit vor allem auf seine angebliche Unzufriedenheit bei PSG, seine handfeste Auseinandersetzung mit dem uruguayischen Teamkollegen Edinson Cavani und Dissonanzen mit Paris-Coach Unai Emery.

"Ich sage, was ich denke. Ich bin total realistisch, und ich mag keine Unwahrheiten, die ich über mich lesen muss. Es gibt nichts, was mich an meinem Klub stört", sagte Neymar. Er sei sehr glücklich in Paris, er sei dorthin gewechselt, "weil ich es gewollt habe".

"Was mich stört, sind die Storys, die über mich in die Welt gesetzt werden, über Probleme mit meinem Trainer oder mit Cavani. Diese Dinge stimmen einfach nicht", sagte Neymar, "ich will glücklich sein. Ich möchte keinen Ärger. Ich kenne meine Rolle auf dem Platz, und ich tue das, was der Trainer von mir verlangt."

Tite: "Unser Verhältnis könnte nicht besser sein."

Mit Tränen in den Augen verfolgte der Superstar anschließend die Ausführungen seines Nationalcoaches Tite neben ihm auf dem Podium. Dieser lobte seinen Star über alle Maßen. "Es wurde auch berichtet, ich hätte Probleme mit Neymar. Das stimmt nicht", äußerte der Coach, "unser Verhältnis könnte nicht besser sein. Ich sage das nicht, weil es schön klingt, sondern weil es die Wahrheit ist." Neymar lehnte sich anschließend an die Brust des Nationalcoaches und verließ danach das Podium.

Am 17. September hatte Neymar nach einem Elfmeterpfiff im Spiel von PSG gegen Olympique Lyon den Ball gefordert, doch Cavani bestand auf die Ausführung - und verschoss. In der Kabine soll es danach fast zu einer Prügelei gekommen sein, Neymar soll später den Verkauf des Angreifers gefordert haben.

Vorstandschef Nasser Al-Khelaifi wollte angeblich Cavani das Elfmeter-Vorrecht zugunsten Neymars sogar für eine Million Euro abkaufen, doch Cavani lehnte ab. Inzwischen sollen sich die beiden wieder versöhnt haben.

bam/sid



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