Streit mit Liverpool-Spieler City-Stürmer Sterling fliegt für eine Partie aus Englands Kader

Rivalität zwischen den Klubs, vereint in der Nationalmannschaft - so stellt sich Englands Coach Southgate das vor. Doch vor der EM-Qualifikation haben zwei seiner Spieler nun einen Streit aus einer Ligapartie fortgesetzt.

Liverpools Joe Gomez (rechts) und City-Stürmer Raheem Sterling bei einer Auseinandersetzung am Sonntag
REUTERS

Liverpools Joe Gomez (rechts) und City-Stürmer Raheem Sterling bei einer Auseinandersetzung am Sonntag


Englands Fußballnationalmannschaft muss im EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro ohne die Tore von Raheem Sterling auskommen. Der englische Verband gab bekannt, dass der Stürmer von Manchester City aus dem Kader für die Partie am Donnerstag (20.45 Uhr) gestrichen worden ist. Der Grund: Es habe im Teamhotel in der Kantine eine Auseinandersetzung zwischen dem 24-Jährigen und Liverpools Joe Gomez gegeben.

Details gab es von den Beteiligten nicht. Ausgangspunkt des Streits soll aber das Topspiel der englischen Premier League am vergangenen Sonntag gewesen sein. Mit dem FC Liverpool siegte Gomez 3:1 gegen Sterlings Manchester City; die Reds stehen als Tabellenführer inzwischen neun Punkte vor City. Beide Profis waren gegen Ende des Spiels in Anfield in einen Konflikt geraten. Englische Medien schreiben, dass beide diese Auseinandersetzung im Teamhotel nun fortgeführt hätten.

Sterling teilte inzwischen mit, die Angelegenheit sei geklärt. "Wir machen Sport, dort kochen die Emotionen schon einmal hoch, und ich war einfach überwältigt von meinen Gefühlen", schrieb der Stürmer bei Instagram. Es sei ein "Fünf-bis-zehn-Sekunden-Ding" gewesen. Laut "Guardian" habe sich Sterling bereits entschuldigt.

Die FA teilte in einem Statement mit, dass Sterling aber beim Team bleiben darf. England Chefcoach Gareth Southgate sagte, es sei die richtige Entscheidung. "Wir müssen die Rivalitäten zwischen Klubs in der Nationalmannschaft trennen", sagte er. Dies sei nicht gelungen. "Leider waren die Emotionen noch sehr aufgeheizt." Warum lediglich Sterling bestraft wurde, wurde nicht bekannt.

England muss in der EM-Qualifikation noch gegen Montenegro und Kosovo (17. November) antreten. Mit 15 Punkten aus sechs Spielen ist dem Team die Teilnahme an der Endrunde 2020 kaum noch zu nehmen. Großen Anteil an den bisherigen Erfolgen hat Sterling. Er erzielte in der laufenden Qualifikation acht Treffer und bereitete acht Tore vor.

jan/AP



insgesamt 4 Beiträge
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el-magico 12.11.2019
1. Gomez hats verdient
Wenn man sich das Spiel am Sonntag angesehen hat, so hat es mit Gomez sicher nicht den falschen erwischt, so oft wie er Gegenspieler auf die Bande schiebt ist unglaublich, ich habe erst ein Spiel von ihm gesehen, aber es hat gereicht um ihn als einen der unfairsten Spieler auszumachen; englische Härte hin oder her aber Gegenspieler gegen die Werbebande zu schubsen ist keine englische Härte, sondern Körperverletzung und sollte bestraft werden
tuffgong 12.11.2019
2. @el-magico
Mit dem Lesen hast du es nicht so, oder? Sterling wurde bestraft, nicht Gomez.
spon-facebook-1582946237 12.11.2019
3.
Aus den Bildern war es nicht eindeutig zu erkennen. Lesen wird einfach überbewertet ;-)
el-magico 13.11.2019
4. @tuffgong
Ich glaube eher, dass du Probleme mit dem Verstehen hast. Gomez hat nicht die Strafe Verband verdient (so hast du wohl meine Aussage verstanden), sondern, dass Sterling ihm Hotel auf ihn losgegangen sein soll. Was deine Strafe für Sterling angeht, so kann die locker verschmerzt werden; stell dir vor, er hätte sich am Sonntag nicht zurück gehalten und wäre da auf Gomez losgegangen (wie hat er es ausgedrückt? So ein fünf bis zehnsekundending gehe), dann hätte es wohlROT geheißen und mindestens fünf Spiele Sperre gegeben. Was Gomez angeht, so kommt seine Strafe noch, da er so ein Heißsporn ist, werden ihn in der Liga genug ausgebuffte Gegenspieler im Spiel mit der Sache aufziehen, so dass Ihm dann vielleicht die Sicherungen a la Ribery durchbrennen, und so rote Karten kommen, aber ist ja nur eine Vermutung mehr nicht, er kann ja auch aus der Sache gelernt haben
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