Champions League Uefa lässt RB-Klubs Leipzig und Salzburg zu

Der Red-Bull-Konzern ist Hauptsponsor der Fußballklubs aus Leipzig und Salzburg. Die Uefa sieht zwischen den Teams aber eine strikte Trennung - und erteilte beiden Vereinen die Spielerlaubnis für die Champions League.

Leipzig-Profi Marcel Sabitzer
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Leipzig-Profi Marcel Sabitzer


Hinter RB Leipzig und Red Bull Salzburg steckt derselbe Geldgeber, das lassen bereits die Vereinsnamen erahnen. Auch wenn sich der deutsche Bundesligist RasenBallsport nennt, um den Statuten zu genügen. Auch die Europäische Fußball-Union Uefa sieht darin kein Problem und hat nun beiden Vereinen die Starterlaubnis für die Champions League erteilt.

Die rechtsprechende Kammer der Uefa-Finanzkontrollkammer für Klubs entschied, dass sowohl der Bundesligist als auch der ebenfalls vom Red-Bull-Konzern unterstützte österreichische Meister Salzburg im kommenden Jahr in der Königsklasse spielen dürfen. Der Artikel 5 des Wettbewerbsreglements (Integrität des Wettbewerbs) werde dadurch nicht verletzt, teilte die Uefa mit.

Der Verband hatte geprüft, ob Geldgeber Dietrich Mateschitz zwei Vereine gleichzeitig in der Champions League kontrolliert und die Klubs zu eng verflochten sind. Red Bull hat sich in Salzburg aber offiziell aus der Vereinsführung zurückgezogen und tritt nur noch als Hauptsponsor auf. In der Königsklasse tritt Salzburg beispielsweise unter dem Namen FC Salzburg an.

Laut Uefa seien bei beiden Klubs "bedeutende Management- und strukturelle Änderungen hinsichtlich Unternehmensfragen, Finanzen, Personal, Sponsoring" vorgenommen worden. Es werde nach Ansicht der Kammer durch "keine natürliche oder juristische Person entscheidenden Einfluss auf mehr als einen an einem Uefa-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein" genommen.

jan/dpa/sid



insgesamt 72 Beiträge
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tmhamacher1 20.06.2017
1. Schiebung!!!
Geld regiert die Welt, und die UEFA hat wieder einmal bewiesen, dass sie käuflich ist. Das sie fair gegeneinander spielen ist so wahrscheinlich wie die Existenz eines nicht korrupten UEFA-Funktionärs.
frank_w._abagnale 20.06.2017
2. Tolle Nachricht für den deutschen Fußball.
Eine tolle Nachricht für den deutschen Fußball und die tollen Leipziger Fans. Kaum ein Club hat sich diese Ehre mehr verdient als Red Bull. Vor allen Dingen haben die Bullen mehr spielerisches und technisches Potential, um in der Champions League die Gruppenphase souverän zu überstehen. Bislang haben sich deutschen Vertreter mit Ausnahme des FC Bayern regelmäßig zünftig blamiert. Red Bull wird das sicher besser machen und das Ansehen des deutschen Fußballs im Ausland verbessern. Die Bullen sind auf jeden Fall ein tolles Aushängeschild für Deutschland. Toller Fußball, friedliche und großartige Fans und tolle junge Spieler und Talente.
FX922 20.06.2017
3. Okay
Jetzt wurde natürlich an der Schraube Salzburg so gedreht, das es passt. Aber ganz ehrlich, wenn ich sehe wo Gazprom überall drin hängt, dann noch Hauptsponsor der UCL, ist für mich nichts anderes mehr.....
Palle91 20.06.2017
4. Eine Farce
War so zu erwarten. Der DFB und die DFL haben vor der Wettbewerbsverzerrung ja schon beide Augen zugedrückt, warum sollte ausgerechnet die UEFA anders handeln.
twiglees 20.06.2017
5. Wer hätte von der UEFA anderes erwartet?
Es gibt bei RB Salzburg eine extra für diese Prüfung gestaltete Struktur. Aber jeder Fußballinteressierte, weiß, dass die Lebenswirklichkeit eine andere ist. Aber wer kann schon erwarten, dass eine solch "integre" Organisation wie die UEFA nicht vor dem großen Geld einknickt.
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