Nach Schiedsrichterattacke Sportgericht sperrt Kreisligateam für ein ganzes Jahr

Zehn Spieler gegen den Unparteiischen: Es war eine regelrechte Treibjagd auf den Schiedsrichter, die sich im Oktober in der Fußball-Kreisliga in Essen ereignete. Die Sportrichter haben jetzt hart geurteilt.

Treibjagd auf den Schiedsrichter jetzt drastisch bestraft
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Treibjagd auf den Schiedsrichter jetzt drastisch bestraft


Das Sportgericht des Fußball-Kreises Essen hat eine nahezu komplette Mannschaft nach einem tätlichen Angriff auf einen Schiedsrichter für mindestens ein Jahr gesperrt. Das Gericht suspendierte bereits am 5. November zehn Spieler der zweiten Mannschaft des BV Altenessen (BVA) für zwölf Monate und drei weitere sogar für zwei Jahre. Der Gerichtsvorsitzende Jürgen Dirnberger bestätigte einen entsprechenden Bericht der Funke Mediengruppe.

Der Vorfall, über den das Kreissportgericht urteilte, ereignete sich demnach am 13. Oktober in Essen unmittelbar nach dem Spiel in der Kreisliga C zwischen den zweiten Mannschaften von Altenessen und Barisspor 84 Essen (1:3). Laut Zeugenaussagen attackierten Spieler des BV Altenessen nach dem Match den Schiedsrichter, der demselben Klub angehört, und verfolgten ihn teilweise bis in die Kabine. Der Referee verlor demnach einen Zahn und erlitt Verletzungen am Knie.

Zehn Spieler, die den Unparteiischen über den Platz gehetzt haben sollen, wurden für ein Jahr gesperrt. Zwei Jahre Sperre wurden gegen die Fußballer ausgesprochen, die in die Kabine eingedrungen sein sollen. Außerdem erhielt der Trainer des BVA eine sechsmonatige Sperre, weil er den Schiedsrichter angefasst haben soll. "Das wurde als minderschwerer Fall gewertet", erklärte Dirnberger. Laut Informationen der Funke Mediengruppe hat der Verein mittlerweile das komplette Team vom Spielbetrieb abgemeldet.

aha/dpa



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