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Fußball-Zweitligist Effenberg neuer Trainer des SC Paderborn

Jetzt ist es offiziell: Stefan Effenberg wird neuer Trainer beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2017, es ist seine erste Station als Coach.

Als Spieler gehörte er zu den besten Fußballern Deutschlands, nun will sich Stefan Effenberg auch als Trainer etablieren. Der 47-Jährige übernimmt die Mannschaft des Zweitligisten SC Paderborn 07 und tritt dort seine erste Trainerstation an. Beim Bundesligaabsteiger erhält Effenberg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017.

"Für den Einstieg in dieses Metier ist Paderborn eine Top-Adresse, was auch die eindrucksvollen Karrieren meiner Vorgänger zeigen", wird Effenberg in einer Pressemitteilung auf der Vereins-Homepage zitiert. Für Roger Schmidt (heute Bayer Leverkusen) und André Breitenreiter (aktuell Schalke 04) war Paderborn das Sprungbrett zu einem Spitzenklub.

"Die Chemie passt! Stefan Effenberg ist ein erstklassiger Fußball-Experte und heiß auf seine Aufgabe beim SCP", sagte Paderborns Präsident Wilfried Finke, der für Verhandlungen mit Effenberg nach Mallorca geflogen war. "Er wird unserer Mannschaft neues Selbstbewusstsein einhauchen und auch die Fans begeistern."

Die Paderborner hatten vor einer Woche Markus Gellhaus als Trainer beurlaubt. In der Tabelle liegt der Bundesligaabsteiger derzeit nur auf dem 15. Platz. "Der SCP verfügt über viel Qualität im Kader, daraus müssen wir jetzt möglichst schnell ein erfolgreiches Team formen", sagte Effenberg.

Der gebürtige Hamburger war zwischen 1987 und 2004 für Borussia Mönchengladbach, den FC Bayern, AC Florenz, VfL Wolfsburg und Al-Arabi Sports Club aktiv. Mit den Münchnern wurde er unter anderem dreimal Deutscher Meister und gewann einmal die Champions League.

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Effenbergs Lehrgangskollegen: Der lange Weg zum Bundesliga-Trainer

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Für die deutsche Nationalmannschaft lief Effenberg 35-mal auf, blieb aber vor allem wegen seiner Entgleisung während der WM 1994 in den USA in Erinnerung. Nach dem Gruppenspiel gegen Südkorea (3:2) pfiffen einige deutsche Fans das Team aus. Effenberg zeigte ihnen deswegen den Mittelfinger und wurde anschließend von Bundestrainer Berti Vogts nach Hause geschickt.

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Effenbergs Karriere: Gladbach, Bayern, Stinkefinger

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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