Fußball Trainer Koller lässt seine Zukunft offen

Nürnberg oder Österreich? Marcel Koller mag sich noch nicht entscheiden, wo er in Zukunft Trainer sein wird. Der Schweizer will noch Gespräche abwarten, ehe er sich entscheidet. Zwei österreichische Bundesliga-Stars sprechen sich vehement für ihren aktuellen Nationalcoach aus.
Österreichsicher Nationaltrainer Koller: Punkte, wo wir noch nicht einig sind

Österreichsicher Nationaltrainer Koller: Punkte, wo wir noch nicht einig sind

Foto: Robert Jaeger/ dpa

Hamburg - Nach dem Abschluss der WM-Qualifikation hat Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller seine persönliche Zukunft zunächst offen gelassen. Der 52 Jahre alte Schweizer, dessen Vertrag mit dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) am Jahresende ausläuft, wird als aussichtsreichster Kandidat auf den vakanten Cheftrainer-Posten beim Bundesligisten 1. FC Nürnberg gehandelt. Nun stehen aber erstmal Gespräche mit den Österreichern an.

"Wir werden uns sicher zusammensetzen, wenn wir zurück sind. Es sind ein paar Punkte, wo wir uns noch nicht einig sind, die für mich aber auch eine gewisse Wichtigkeit haben", sagte Koller nach dem 3:0-Sieg der Österreicher am Dienstagabend in Tórshavn gegen die Färöer. Die Treffer im womöglich letzten Spiel der Österreicher unter Koller erzielten der Ex-Mainzer Andreas Ivanschitz (16. Minute), der Bremer Sebastian Prödl (64.) und Bayern-Profi David Alaba (67./Elfmeter). Die ÖFB-Auswahl beendete die Gruppe C als Tabellendritter hinter Deutschland und Schweden und wird nicht an der WM in Brasilien im kommenden Sommer teilnehmen.

Koller hatte zuletzt angedeutet, dass ihm das Tagesgeschäft in einem Verein fehlen würde. "Am Anfang hatte ich große Probleme, nicht täglich auf dem Platz zu stehen. Mittlerweile kann ich mich aber auch mit dem Nationalteam anfreunden. Die Mannschaft hat noch viel Potential", sagte Koller.

Österreichs Spieler wollen Koller behalten

Die österreichischen Nationalspieler sprachen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur APA für eine weitere Zusammenarbeit mit Koller aus. "Die ganze Mannschaft steht hinter ihm und will mit ihm weiterarbeiten", sagte Kapitän Christian Fuchs vom FC Schalke 04: "Es wäre fatal, das jetzt über den Haufen zu werfen." Alaba betonte: "Wir wollen, dass er bleibt."

Sollte sich Koller für Österreich entscheiden, würde die Nürnberger Trainersuche zur Posse verkommen. Der FCN sucht einen Nachfolger für Michael Wiesinger, von dem sich der Club nach der 0:5-Klatsche gegen den HSV getrennt hatte. Anschließend galt Christian Gross als erste Wahl für den Trainerposten, der Schweizer sagte jedoch überraschend ab.

Nürnbergs neuer Favorit Koller ist seit 2011 Nationaltrainer Österreichs. Zuvor war er in der Bundesliga für den VfL Bochum (2005-2009) und den 1. FC Köln (2003-2004) tätig gewesen. In der Schweiz trainierte er die Erstligisten FC St. Gallen (1999-2002) und Grasshopper Zürich (2002-2003).

ham/dpa
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