Fußball Trainerlegende Bobby Robson ist tot

Einer der bekanntesten Fußballtrainer Englands ist tot: Sir Bobby Robson ist im Alter von 76 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. 1986 hatte er die englische Nationalmannschaft ins Viertelfinale der WM geführt, 1990 unter die letzten Vier.


Hamburg - Der ehemalige Manager der englischen Fußball-Nationalmannschaft, Sir Bobby Robson, ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 76 Jahren zu Hause in der nordenglischen Grafschaft Durham, teilte die Familie mit. Er habe "seinen langen und tapferen Kampf gegen den Krebs verloren", hieß es in der Erklärung. Er sei "friedlich" in Gegenwart seiner Frau und Familie gestorben.

Robson gilt als Fußball-Legende und eine der wichtigsten Sport-Persönlichkeiten in seiner Heimat. Er führte England bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien ins Halbfinale gegen Deutschland, das England im Elfmeterschießen verlor. Vier Jahre zuvor in Mexiko schied sein Team im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Argentinien aus. Damals erzielte Diego Maradona sein legendäres Tor mit der "Hand Gottes".

Bei dem äußerst beliebten Coach war die schwere Krankheit zwischen 1991 und 2007 fünfmal diagnostiziert worden. "Das ist ein trauriger Tag", sagte Don Howe, der Robson bei der WM 1990 als Assistenz-Trainer zur Seite gestanden hatte. "Er war ein Mann von Normen. Was immer er gesagt oder getan hat, war davon geprägt, das Beste zu machen, was ihm möglich war. Sein ganzes Leben hat er so gelebt."

Robson spielte 20-mal für die englische Nationalmannschaft, darunter bei der Weltmeisterschaft 1958. Auf Vereinsebene trainerte er Ipswich Town, den FC Barcelona, PSV Einhoven, FC Porto und Newcastle United. Mit Ipswich gewann er 1981 den Uefa-Cup, mit Barcelona 1997 den Europapokal der Pokalsieger. Im selben Jahr wurde er zu Europas Trainer des Jahres gekürt.

Eindhoven führte er 1991 und 1992 zum nationalen Titel, gleiches gelang ihm 1995 und 1996 mit Porto. 2002 wurde er wegen seiner Verdienste um den Fußball zum Ritter geschlagen.

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Robson vergangenen Sonntag, als in Newcastle das WM-Halbfinale von 1990 neu aufgelegt wurde. Unter anderem liefen Lothar Matthäus, Guido Buchwald, Peter Shilton und Paul Gascoigne auf. Die Einnahmen kamen der Stiftung Robsons zugute. Diese unterstützt die Früherkennung von Krebs und finanziert klinische Studien.

fsc/dpa



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