Fußball-Transfers Geliebt, gewechselt, gehasst

Sie werden mit Schweineköpfen beworfen, als Verräter verdammt, als geldgeil beschimpft: Dabei wollen die Kicker nichts besonderes, sondern einfach nur ihren Verein wechseln. Das Magazin "11 FREUNDE" hat die skandalträchtigsten Transfers aufgelistet.


1. Lothar Matthäus (von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München, 1984)

Lothar Matthäus: Als Judas beschimpft
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Lothar Matthäus: Als Judas beschimpft

31. Mai 1984: Im Endspiel des DFB-Pokals stehen sich die ewigen Rivalen Borussia Mönchengladbach und Bayern München gegenüber. Für Matthäus ist es nach fünf Jahren in Gladbach das letzte Spiel im Trikot der Borussen, sein Wechsel zum Finalgegner zur kommenden Saison steht schon seit Wochen fest. Für Matthäus keine einfache Zeit, denn seit der Bekanntgabe des Transfers beschimpfen ihn die Gladbacher Fans als "Judas".

In einem spannenden Spiel steht es nach 90 Minuten 1:1, und auch die torlose Verlängerung bringt keinen Sieger hervor. So muss das Elfmeterschießen entscheiden.

Als erster Schütze tritt Matthäus an. Schon auf dem Weg vom Mittelkreis zum Elfmeterpunkt sieht man dem damals 23-Jährigen seine Unsicherheit an. Matthäus, ein sonst sicherer Elfmeterschütze, nimmt einige Schritte Anlauf und schießt mit voller Wucht – über das Tor. In der Folge verliert Gladbach das Finale im Elfmeterschießen. Für die Fans ist Matthäus der Sündenbock und am Bökelberg endgültig eine persona non grata.



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