Fußball-TV-Rechte in Europa Zentralvermarktung als Erfolgsmodell

2. Teil: England - Branchenprimus mit Zentralvermarktung


Die englische Premier League nimmt über TV-Rechte jährlich 1,3 Milliarden ein - trotz Zentralvermarktung. In Deutschland sind es derzeit 420 Millionen Euro im Jahr. Für die Live-Rechte an 92 Spielen der ersten englischen Liga legt der Pay-TV-Sender BSkyB mittlerweile 580 Millionen Euro jährlich auf den Tisch, mehr als das Doppelte dessen, was Premiere in Deutschland an die Liga überweist. Der englische Sender hat trotz kleinerem Markt mit 8,5 Millionen Kunden mehr als doppelt so viele wie Premiere (etwa vier Millionen).

Ein noch größeres Plus gegenüber der Bundesliga erwirtschaftet die Premier League im Ausland. Außerhalb Großbritanniens setzt die englische Liga mit den Fernsehrechten 825 Millionen Euro in drei Jahren um - und damit gut 15-mal so viel wie die Bundesliga. Bis ins Jahr 2010 verdient jeder Verein im Schnitt jährlich knapp 60 Millionen Euro.

Die englische Premier League wird pro Spieltag zu sechs verschiedenen Zeiten angepfiffen, erst ab 22 Uhr am Samstag gibt es frei empfangbare Bilder der Nachmittagsspiele.



insgesamt 35 Beiträge
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Kurt Kurzweg 11.03.2008
1. falscher Film?
Zitat von sysopDas Bundeskartellamt prüft die zentrale Vergabe der TV-Rechte. Kleine Vereine zittern vor dem Ende der Solidargemeinschaft - Topclubs hoffen auf zusätzliche Millionen. Die Einzelvermarktung der Medienrechte: Zukunfts- oder Auslaufmodell?
Wenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Emperor_Norton, 12.03.2008
2.
Zitat von sysopDas Bundeskartellamt prüft die zentrale Vergabe der TV-Rechte. Kleine Vereine zittern vor dem Ende der Solidargemeinschaft - Topclubs hoffen auf zusätzliche Millionen. Die Einzelvermarktung der Medienrechte: Zukunfts- oder Auslaufmodell?
England - Zentralvermarktung, Italien - Einzelvermarktung (wird in 1/2 Jahren aber auf Gesamtvermarktung umgestellt), Spanien - Einzelvermarktung (Anstoßzeiten können oft nur Stunden vor dem Spiel bekannt gegeben werden, Zuschauerzahlen relativ niedrig, Unsicherheit bei Planungen führt zu weniger Attraktivität bei Sponsoren und Auslandsvermarktung). Da Deutschland nur über eine wirkliche Topmannschaft verfügt (anders als Italien oder Spanien) dürften im Ergebnis französische Verhältnisse einkehren. Wie Lyon kann dann Bayern 7 Jahre am Stück Meister werden. Die Attraktivität und Gesamteinnahmen der Bundesliga würden sinken und Bayern wird wie Lyon international nichts mehr reißen - und sich dann darüber beklagen, dass sie international nicht mehr mithalten können weil sie in der Bundesliga nicht gefordert würden.
Polar, 12.03.2008
3.
Zitat von Kurt KurzwegWenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Ja, ich geb´s zu, ich bin einer der Idioten, die 20 € im Monat für den Empfang der Buli im TV opfern. Okay, ich werde ab jetzt die 20 €, die ich NACH Steuern und NACH Sozialversicherungsbeiträgen und INKLUSIVE Umsatzsteuer für MEIN Freizeitvergnügen opfere, meinen Lokalpolitikern und der Verwaltung hinterherwerfen, damit die Instandhaltungsarbeiten damit ausführen können. Natürlich können sie damit aber auch weiterhin "Kunstwerke" aufstellen, Haltestellenhäuschen im XXXL-Format bauen, ungenutzte Mitfahrerparkplätze betonieren oder sonstwie jeden Unfug anstellen, der ihnen in den Sinn kommt. Zur Ausgangsfrage: ja, natürlich darf die Zentralvermarktung kein Auslaufmodell sein!!! Spochtliche Grüße Polar
icaros, 12.03.2008
4.
Zitat von Kurt KurzwegWenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Ja, mich zum Beispiel, und ich halte mich auch nicht für einen Idioten. Übrigens kein netter Umgangston, den Sie da pflegen. Ich bin nun mal an Fußball interessiert, also zahle ich auch dafür. Zumindest solange es einigermaßen im Rahmnen bleibt. Es wird ja keiner dazu gezwungen, und jeder hat sicher seinen eigene Grenze. Wenn sie nichts für Fußball ausgeben wollen, dann tun sie es halt nicht. Ich kann ihre Aufregung in so fern nachvollziehen, daß ich auch der Meinung bin das so manche Profis zuviel verdienen. Aber die Fußballer sind sicher nicht schuld, wenn in Schulen kein Geld mehr für Wandfarbe da ist. Außerdem kann ich mich auch nicht erinnern das die Bundesliga für Massenentlassungen verantwortlich ist, im Gegensatz zu so manchem angeblichen Top-Manager, der übrigens ein Vielfaches eines Fußballprofis verdient. Auch wenn Sie offensichtlich kein Fußballfreund sind, müssen sie wohl zugeben das Geld durchaus auch schon sinnloser vernichtet wurde. Hier sei vielleicht noch an die aktuelle Bankenkrise erinnert, mit der Kohle hätte man Schulen nicht nur mit Farbe versorgen können sondern wahrscheinlich hunderte neu bauen können. Wie dem auch sei, bitte sparen Sie es sich in Zukunft anders denkende als Idioten zu bezeichenen. Und um nicht zu Off-Topic zu werden: Obwohl ich Bayern-Fan bin sollte man die Zentralvermarktung beibehalten. Die Einzelvermarktung führt letzten Endes dazu, daß die Schere zwischen reichen und armen Vereinen noch weiter auseinander klafft als sie es eh schon tut. Und wenn die großen Vereine irgendwann keine halbwegs konkurrenzfähigen Gegner mehr haben ist niemanden damit gedient. Und ich denke auch das die bayern auch jetzt schon eine Mannschaft haben mit der sie die Champions League gewinnen können, trotz Zentralvermarktung. Also gilkt für mich auch nicht das Argument der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Polar, 12.03.2008
5.
Zitat von icarosJa, mich zum Beispiel, und ich halte mich auch nicht für einen Idioten. Übrigens kein netter Umgangston, den Sie da pflegen. Ich bin nun mal an Fußball interessiert, also zahle ich auch dafür. Zumindest solange es einigermaßen im Rahmnen bleibt. Es wird ja keiner dazu gezwungen, und jeder hat sicher seinen eigene Grenze. Wenn sie nichts für Fußball ausgeben wollen, dann tun sie es halt nicht. Ich kann ihre Aufregung in so fern nachvollziehen, daß ich auch der Meinung bin das so manche Profis zuviel verdienen. Aber die Fußballer sind sicher nicht schuld, wenn in Schulen kein Geld mehr für Wandfarbe da ist. Außerdem kann ich mich auch nicht erinnern das die Bundesliga für Massenentlassungen verantwortlich ist, im Gegensatz zu so manchem angeblichen Top-Manager, der übrigens ein Vielfaches eines Fußballprofis verdient. Auch wenn Sie offensichtlich kein Fußballfreund sind, müssen sie wohl zugeben das Geld durchaus auch schon sinnloser vernichtet wurde. Hier sei vielleicht noch an die aktuelle Bankenkrise erinnert, mit der Kohle hätte man Schulen nicht nur mit Farbe versorgen können sondern wahrscheinlich hunderte neu bauen können. Wie dem auch sei, bitte sparen Sie es sich in Zukunft anders denkende als Idioten zu bezeichenen. Und um nicht zu Off-Topic zu werden: Obwohl ich Bayern-Fan bin sollte man die Zentralvermarktung beibehalten. Die Einzelvermarktung führt letzten Endes dazu, daß die Schere zwischen reichen und armen Vereinen noch weiter auseinander klafft als sie es eh schon tut. Und wenn die großen Vereine irgendwann keine halbwegs konkurrenzfähigen Gegner mehr haben ist niemanden damit gedient. Und ich denke auch das die bayern auch jetzt schon eine Mannschaft haben mit der sie die Champions League gewinnen können, trotz Zentralvermarktung. Also gilkt für mich auch nicht das Argument der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Hey Icaros! Ich seh´ schon: zwei Stühle - eine Meinung!
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