Fußball-TV-Rechte in Europa Zentralvermarktung als Erfolgsmodell

4. Teil: Spanien - Alleingang in der Einzelvermarktung


Durch die Abschaffung der Einzelvermarktung in Italien ist Spanien ab Sommer 2010 der einzige große Fußballmarkt in Europa, in dem die Medienrechte dezentral von den Clubs vergeben werden. Derzeit werden diese zwischen der Agentur Audiovisual Sport (Canal plus) und Mediapro (La Sexta) aufgeteilt. Die katalanische Produktionsgesellschaft Mediapro hat derzeit unter anderem den FC Barcelona (bis 2013 jährlich garantierte 144 Millionen Euro) und Real Madrid (bis 2013 jährlich 157 Millionen Euro) unter Vertrag. Ab 2009 sind sogar 38 der 42 Clubs aus der ersten und zweiten spanischen Liga bei Mediapro.

Allerdings herrscht seit Monaten ein Streit zwischen den beiden Kontrahenten, was schon zu gerichtlichen Auseinandersetzungen und teilweise schwarzen Bildschirmen führte. Die Entwicklung auf dem spanischen Fußball- und TV-Markt ist laut dem Branchenmagazin "Sponsors" daher nur schwer zu prognostizieren.

In Spanien wird pro Spieltag zu fünf verschiedenen Zeiten angepfiffen. Ein Spiel am Samstag ist jeweils im Free-TV zu sehen.



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Kurt Kurzweg 11.03.2008
1. falscher Film?
Zitat von sysopDas Bundeskartellamt prüft die zentrale Vergabe der TV-Rechte. Kleine Vereine zittern vor dem Ende der Solidargemeinschaft - Topclubs hoffen auf zusätzliche Millionen. Die Einzelvermarktung der Medienrechte: Zukunfts- oder Auslaufmodell?
Wenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Emperor_Norton, 12.03.2008
2.
Zitat von sysopDas Bundeskartellamt prüft die zentrale Vergabe der TV-Rechte. Kleine Vereine zittern vor dem Ende der Solidargemeinschaft - Topclubs hoffen auf zusätzliche Millionen. Die Einzelvermarktung der Medienrechte: Zukunfts- oder Auslaufmodell?
England - Zentralvermarktung, Italien - Einzelvermarktung (wird in 1/2 Jahren aber auf Gesamtvermarktung umgestellt), Spanien - Einzelvermarktung (Anstoßzeiten können oft nur Stunden vor dem Spiel bekannt gegeben werden, Zuschauerzahlen relativ niedrig, Unsicherheit bei Planungen führt zu weniger Attraktivität bei Sponsoren und Auslandsvermarktung). Da Deutschland nur über eine wirkliche Topmannschaft verfügt (anders als Italien oder Spanien) dürften im Ergebnis französische Verhältnisse einkehren. Wie Lyon kann dann Bayern 7 Jahre am Stück Meister werden. Die Attraktivität und Gesamteinnahmen der Bundesliga würden sinken und Bayern wird wie Lyon international nichts mehr reißen - und sich dann darüber beklagen, dass sie international nicht mehr mithalten können weil sie in der Bundesliga nicht gefordert würden.
Polar, 12.03.2008
3.
Zitat von Kurt KurzwegWenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Ja, ich geb´s zu, ich bin einer der Idioten, die 20 € im Monat für den Empfang der Buli im TV opfern. Okay, ich werde ab jetzt die 20 €, die ich NACH Steuern und NACH Sozialversicherungsbeiträgen und INKLUSIVE Umsatzsteuer für MEIN Freizeitvergnügen opfere, meinen Lokalpolitikern und der Verwaltung hinterherwerfen, damit die Instandhaltungsarbeiten damit ausführen können. Natürlich können sie damit aber auch weiterhin "Kunstwerke" aufstellen, Haltestellenhäuschen im XXXL-Format bauen, ungenutzte Mitfahrerparkplätze betonieren oder sonstwie jeden Unfug anstellen, der ihnen in den Sinn kommt. Zur Ausgangsfrage: ja, natürlich darf die Zentralvermarktung kein Auslaufmodell sein!!! Spochtliche Grüße Polar
icaros, 12.03.2008
4.
Zitat von Kurt KurzwegWenn ich die Summen sehe, um die es hier geht, wird mir schwindelig. Und die Schulen in Deutschland haben nicht einmal das Geld, um die Wände ihrer zerbröselnden Turnhallen zu pönen. Gibt es denn nur noch Idioten in Europa, die ihr Geld den Frensehfuzzies hinterherschmeissen, damit die balltretende Millionäre zu Milliardären machen? Ich glaub',ich bin im falschen Film...
Ja, mich zum Beispiel, und ich halte mich auch nicht für einen Idioten. Übrigens kein netter Umgangston, den Sie da pflegen. Ich bin nun mal an Fußball interessiert, also zahle ich auch dafür. Zumindest solange es einigermaßen im Rahmnen bleibt. Es wird ja keiner dazu gezwungen, und jeder hat sicher seinen eigene Grenze. Wenn sie nichts für Fußball ausgeben wollen, dann tun sie es halt nicht. Ich kann ihre Aufregung in so fern nachvollziehen, daß ich auch der Meinung bin das so manche Profis zuviel verdienen. Aber die Fußballer sind sicher nicht schuld, wenn in Schulen kein Geld mehr für Wandfarbe da ist. Außerdem kann ich mich auch nicht erinnern das die Bundesliga für Massenentlassungen verantwortlich ist, im Gegensatz zu so manchem angeblichen Top-Manager, der übrigens ein Vielfaches eines Fußballprofis verdient. Auch wenn Sie offensichtlich kein Fußballfreund sind, müssen sie wohl zugeben das Geld durchaus auch schon sinnloser vernichtet wurde. Hier sei vielleicht noch an die aktuelle Bankenkrise erinnert, mit der Kohle hätte man Schulen nicht nur mit Farbe versorgen können sondern wahrscheinlich hunderte neu bauen können. Wie dem auch sei, bitte sparen Sie es sich in Zukunft anders denkende als Idioten zu bezeichenen. Und um nicht zu Off-Topic zu werden: Obwohl ich Bayern-Fan bin sollte man die Zentralvermarktung beibehalten. Die Einzelvermarktung führt letzten Endes dazu, daß die Schere zwischen reichen und armen Vereinen noch weiter auseinander klafft als sie es eh schon tut. Und wenn die großen Vereine irgendwann keine halbwegs konkurrenzfähigen Gegner mehr haben ist niemanden damit gedient. Und ich denke auch das die bayern auch jetzt schon eine Mannschaft haben mit der sie die Champions League gewinnen können, trotz Zentralvermarktung. Also gilkt für mich auch nicht das Argument der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Polar, 12.03.2008
5.
Zitat von icarosJa, mich zum Beispiel, und ich halte mich auch nicht für einen Idioten. Übrigens kein netter Umgangston, den Sie da pflegen. Ich bin nun mal an Fußball interessiert, also zahle ich auch dafür. Zumindest solange es einigermaßen im Rahmnen bleibt. Es wird ja keiner dazu gezwungen, und jeder hat sicher seinen eigene Grenze. Wenn sie nichts für Fußball ausgeben wollen, dann tun sie es halt nicht. Ich kann ihre Aufregung in so fern nachvollziehen, daß ich auch der Meinung bin das so manche Profis zuviel verdienen. Aber die Fußballer sind sicher nicht schuld, wenn in Schulen kein Geld mehr für Wandfarbe da ist. Außerdem kann ich mich auch nicht erinnern das die Bundesliga für Massenentlassungen verantwortlich ist, im Gegensatz zu so manchem angeblichen Top-Manager, der übrigens ein Vielfaches eines Fußballprofis verdient. Auch wenn Sie offensichtlich kein Fußballfreund sind, müssen sie wohl zugeben das Geld durchaus auch schon sinnloser vernichtet wurde. Hier sei vielleicht noch an die aktuelle Bankenkrise erinnert, mit der Kohle hätte man Schulen nicht nur mit Farbe versorgen können sondern wahrscheinlich hunderte neu bauen können. Wie dem auch sei, bitte sparen Sie es sich in Zukunft anders denkende als Idioten zu bezeichenen. Und um nicht zu Off-Topic zu werden: Obwohl ich Bayern-Fan bin sollte man die Zentralvermarktung beibehalten. Die Einzelvermarktung führt letzten Endes dazu, daß die Schere zwischen reichen und armen Vereinen noch weiter auseinander klafft als sie es eh schon tut. Und wenn die großen Vereine irgendwann keine halbwegs konkurrenzfähigen Gegner mehr haben ist niemanden damit gedient. Und ich denke auch das die bayern auch jetzt schon eine Mannschaft haben mit der sie die Champions League gewinnen können, trotz Zentralvermarktung. Also gilkt für mich auch nicht das Argument der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Hey Icaros! Ich seh´ schon: zwei Stühle - eine Meinung!
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