Asiencup Vereinigte Emirate legen Protest gegen Finalteilnahme Katars ein

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen sich mit der Halbfinal-Niederlage gegen das ungeliebte Katar beim Asiencup nicht abfinden. Die Gastgeber glauben, dass Katar zwei Spieler unberechtigt eingesetzt habe.

Hitziges Halbfinale zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten
AP

Hitziges Halbfinale zwischen Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten


Gastgeber Vereinigte Arabische Emirate (VAE) hat nach dem verlorenen Halbfinale beim Asiencup Protest gegen den Gegner Katar eingelegt. Dies bestätigte Asiens Dachverband AFC. Die VAE werfen den Katarern vor, in dem Turnier zwei nicht spielberechtigte Akteure eingesetzt zu haben: Turnier-Toptorjäger Almoez Ali und Verteidiger Bassam Al-Rawi.

Der im Sudan geborene Ali, der schon acht Turniertreffer erzielt hat, und der aus dem Irak stammende Al-Rawi behaupten, ihre Mütter seien in Katar geboren. Damit würden sie laut Statuten des Weltverbands Fifa bezüglich der Spielberechtigung keinen Beschränkungen unterliegen. Diese besagen, ein Spieler ist für sein neues Land einsatzberechtigt, wenn er selbst, ein Elternteil oder ein Großelternteil dort geboren wurde.

Dem Verband der Emirate liegen aber offenbar Dokumente vor, die belegen, dass Al-Rawis Mutter in Bagdad zur Welt kam. In einem solchen Fall müsste gemäß Fifa-Artikel 7d ein Spieler ab der Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens fünf Jahre durchgängig in dem Land wohnen, für das er spielen will. Diese Voraussetzung erfüllen beide Akteure aber nicht.

Politischen Beziehungen zwischen Katar und VAE belastet

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten und dem Protest stattgegeben werden, könnte Katar die Teilnahme am Finale am Freitag entzogen werden. Dafür würden die Emirate nachrücken und gegen Japan antreten. Auch eine Sperre für weitere Wettbewerbe wäre denkbar.

Katar hatte sich am Dienstag im Halbfinale deutlich 4:0 gegen die Emirate durchgesetzt. Dabei war es zu unschönen Szenen gekommen. Während der Partie wurden die an der Seitenlinie feiernden Katar-Spieler mit Schuhen beworfen, ein Zeichen der Verachtung. Während der gesamten Begegnung war die Stimmung derart aufgeheizt, dass sich der Schiedsrichter mehrfach zu Unterbrechungen gezwungen sah.

Die politischen Beziehungen zwischen Katar und den VAE sind seit längerem stark belastet. 2017 hatten unter anderem Saudi-Arabien und die VAE eine Blockade über das Emirat verhängt. Seitdem liegen die Beziehungen auf Eis. Die Blockade-Staaten werfen Katar Terrorunterstützung vor, was das Emirat allerdings zurückweist.

aha/sid/dpa



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