Fußball Vogts verlängert als Nationaltrainer von Aserbaidschan

Die Trennung war schon beschlossene Sache, nun bleibt Berti Vogts doch Nationaltrainer Aserbaidschans. Sein Vertrag wurde um zwei weitere Jahre verlängert. Den Ausschlag gaben die guten Ergebnisse in der WM-Qualifikation.

Fußball-Trainer Vogts: Neuer Vertrag bis Ende 2015
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Fußball-Trainer Vogts: Neuer Vertrag bis Ende 2015


Hamburg - Berti Vogts bleibt Fußball-Nationaltrainer von Aserbaidschan. Der frühere Bundestrainer verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bis Ende 2015. Das gab der nationale Verband Affa bekannt. "Wir setzen keine speziellen Ziele. Aber wir wollen mehr junge und vielversprechende Spieler in der Mannschaft sehen", sagte Affa-Präsident Rownag Abdullajew.

Vogts ist seit April 2008 in der Ex-Sowjetrepublik am Kaspischen Meer als Nationaltrainer tätig. Die Vertragsverlängerung des 66-Jährigen kommt überraschend, da der Verband zuletzt angekündigt hatte, Ausschau nach einem Nachfolger zu halten.

"Im Sommer hatten sich beide Seiten geeinigt, den Vertrag auslaufen zu lassen. Aber dann hat die Mannschaft die letzten drei Qualifikationsspiele so gut bestritten, dass alle Beteiligten noch einmal ins Grübeln gekommen sind", sagte der ehemalige Nationaltorhüter und heutige Vogts-Assistent Uli Stein, der ebenfalls um zwei Jahre verlängerte.

In der WM-Qualifikation hatte Aserbaidschan hinter Russland, Portugal und Israel den vierten Platz belegt, vor Nordirland und Luxemburg. In zehn Spielen holte das Team sechs Unentschieden, zudem gab es einen Sieg gegen Nordirland.

Vogts war von 1990 bis 1998 deutscher Bundestrainer und führte die DFB-Auswahl 1996 in England zum EM-Titel. In der Saison 2000/2001 war er Coach von Bayer Leverkusen, trainierte anschließend aber nur noch Nationalteams: Zunächst Kuwait (2001-2002), anschließend Schottland (2002-2004), dann Nigeria (2007-2008) und seitdem Aserbaidschan.

ham/sid/dpa



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to5824bo 19.12.2013
1. Ein Guter
Zwischen dem Niederrhein und Aserbaidschan zu pendeln, stelle ich mir nicht wirklich lustig vor. Respekt, dass der Berti sich das in seinem Alter noch antut. Und ganz offensichtlich macht er da auch einen guten Job. 6 Unentschieden und 1 Sieg in 10 Spielen - das kann sich sehen lassen. Ich halte ihn immer noch für den am meisten unterschätzten Bundestrainer.
un-Diplomat 19.12.2013
2. Die Pendelei ...
Zitat von to5824boZwischen dem Niederrhein und Aserbaidschan zu pendeln, stelle ich mir nicht wirklich lustig vor. Respekt, dass der Berti sich das in seinem Alter noch antut. Und ganz offensichtlich macht er da auch einen guten Job. 6 Unentschieden und 1 Sieg in 10 Spielen - das kann sich sehen lassen. Ich halte ihn immer noch für den am meisten unterschätzten Bundestrainer.
... von Klinsmann war nicht lustig für uns und den DFB. Vom Flugplatz D zum Niederrhein ist es ein Katzensprung. Was hat das mit Alter zu tun?
Cicuma 19.12.2013
3. Wo bleibt der Respekt?
Dafür, dass Hans - Hubert Vogst, der letzte Trainer der deutschen Nationalmannschaft war, der einen internationalen Titel gewonnen hat, ist es schon beachtlich, welche Trainerlaufbahn er nach 1998 durchlaufen durfte. Großartige Erfolge waren nicht dabei. Woher sollten diese auch kommen, denn es waren ja auch keine großartige Mannschaften dabei. Nun scheint er seit 2008 in Aserbaidschan gut aufgehoben zu sein. Dort kann er es sogar schaffen, alleiniger Rekordtrainer einer Nationalmannschaft zu werden, ohne dass es jemand merkt. Bis dahin bleibt er wohl der ewig unterschätzte kleine Terrier aus Büttgen.
to5824bo 20.12.2013
4. Mit 66 Jahren...
Zitat von un-Diplomat... von Klinsmann war nicht lustig für uns und den DFB. Vom Flugplatz D zum Niederrhein ist es ein Katzensprung. Was hat das mit Alter zu tun?
Naja, wenn Sie mit 66 Jahren immer noch gern ein paar 1000 Kilometer zwischen Wohnort und Arbeitsplatz pendeln wollen - bitte sehr. Dann spreche ich Ihnen gern denselben Respekt aus, den ich Berti Vogts ausgesprochen habe. Unabhängig davon, dass ich denke, dass man es mit 66 ruhig auch mal etwas ruhiger angehen lassen darf. Aber jedem freilich so, wie es ihm gefällt.
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